Nissan Qashqai 2021 Neu und doch vertraut

Der neue Nissan Qashqai im Alltagstest mit Video-Review.



Mit der Premiere des Nissan Qashqai im Herbst 2006 startete eine Erfolgsgeschichte. Das kompakte Crossovermodell gilt nicht nur als Pionier seiner Fahrzeugklasse, sondern ist auch ein klarer Bestseller. Acht Jahre lang, seit 2013, fuhr auch die zweite Generation des Qashqai sehr gute Ergebnisse ein. Jetzt steht wieder ein Modellwechsel an.

Der neue Qashqai im Video

Der neue Nissan Qashqai will kein Revolutionär sein. Er führt das Rezept der Baureihe in die Neuzeit. Mit leicht gewachsenen Abmessungen (jeweils drei Zentimeter in Länge und Breite, einer in der Höhe) bleibt der dem kompakten SUV-Format treu. Der Kofferraum wächst im Standardvolumen, also bei aufgestellter Lehne der Rücksitzbank, um fast 50 auf 479 Liter. Beim maximalen Maß steckt er aber zurück. Als Zweisitzer schultert der in England gebaute Japaner bis zu 1.447 Liter. In den Vorgänger passten 1.598 Liter hinein.

Den Angaben des Hersteller zufolge wurde auch die Beinfreiheit im Fon vergrößert, und zwar um 2,8 Zentimeter. Aber auch jetzt gilt der Nissan Qashqai noch nicht als Raumwunder, einige Mitbewerber sind in der zweiten Reihe luftiger.

Die Rücksitzbank und auch das Mobiliar für Fahrer und Beifahrer sind sehr bequem. Stoff und Kunstleder wirken hochwertig, was auch die Materialien und die Verarbeitung im Innenraum gilt. Die Farbkombination aus Grau, Schwarz und Blau wirkt stilsicher.

Intuitive Bedienung

So vertraut der Japaner in Design und Format wirkt, so einfach präsentiert sich auch sein Bedienkonzept. Der neun Zoll große Touchscreen-Monitor auf der Mittelkonsole lässt sich dank großer Piktogramme sicher bedienen. Zur direkten Ansteuerung einzelner Menüpunkte steht aber auch weiterhin eine Leiste mit physischen Tasten parat. Auch große Drehregler für den Kartenmaßstab und das Audiosystem haben die Designer nicht vergessen.

Der Qashqai des Jahres 2021 ist, sofern der mit den „Nissan Connect Services“ ausgestattet ist, online. Über eine Smartphone-App lassen sich dann beispielsweise Routen ans Navigationssystem im Auto schicken. Außerdem sollen sich sowohl der Google Assistant als auch Amazons Alexa im Nissan zuhause fühlen.

Umso mehr überrascht, dass zwar eine Ablageschale mit induktiver Ladefunktion für das Smartphone vorhanden ist, für dessen Integration via Android Auto oder Apple CarPlay aber weiterhin ein Kabelverbindung notwendig ist. Die USB-Buchse steckt in der Mittelarmlehne, was aus ergonomischer Sicht nicht ganz ideal gelöst ist.

Das Lenkrad hält klassische Tasten zur Bedienung von Audiosystem und Fahrassistenz bereit, dahinter blickt man auch ein helles Display für die Instrumente. Leider kann man sich hier keine individuellen Ansichten konfigurieren, lediglich eine Auswahl der Angaben im linken Rundinstrument lässt sich anpassen.

Eine Empfehlung ist das im Qashqai N-Connecta aufpreispflichtige Technologie-Paket für 950 Euro. Dann fahren nicht nur die Fahrassistenten zum Halten von Spur, Abstand und Geschwindigkeit mit, sondern auch ein großes Head-up-Display, das seine Informationen direkt auf die Windschutzscheibe spiegelt.

Gemütlicher Gleiter

Nissan Qashqai Test Fahrbericht Video Review 2021

Wie fährt sich denn der neue Nissan Qashqai eigentlich? Auch hier gibt es keine Überraschungen. Unter der Motorhaube steckt der aus der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz und auch von Mercedes-Benz bekannte 1,33-Liter-Vierzylinder. Es gibt ihn im Qashqai in zwei Leistungsstufen mit 140 oder 158 PS. Der Testwagen wurde vom Basismotor angetrieben, der mit Frontantrieb und einem manuellen Sechsganggetriebe kooperiert.

Das Mildhybrid-System arbeitet nicht mit 48-Volt-Technologie, sondern mit einem 12-Volt-System. Beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt der Elektro-Boost den Benziner. Davon ist nur wenig zu spüren. Der Nissan Qashqai setzt sich entspannt in Bewegung. Dynamische Ambitionen liegen im fern, was auch schon das Sechsganggetriebe mit langen Wegen unterstreicht.

Dazu passen die komfortable Federung und die recht seitenhaltarmen Sitze. Das Mildhybrid-System macht leider nur wenig auf sich aufmerksam. Sobald die Klimaanlage läuft, wird die Start-Stopp-Automatik deaktiviert. Nur unter von der Steuersoftware errechneten Idealzuständen knipst der Qashqai schon beim Heranrollen an die Ampel den Benziner aus. Verbrauchswunder sind so nicht zu erwarten. Mit einem Testdurchschnitt von 7,3 Litern je 100 Kilometern bleibt der Nissan aber ausreichend genügsam.

Das kostet der neue Qashqai

Nissan Qashqai Test Fahrbericht Video Review 2021

Wenig aufregend dürfte für potenzielle Kunden auch der Blick in die Preisliste sein. Denn preislich bleibt der Nissan Qashqai mit Tarifen ab 25.790 Euro auf dem Boden. Der Testwagen in der Ausstattungslinie N-Connecta startet bei 32.890 Euro. Im Paket mit dem erwähnten Technologie-Paket, Business-Paket (elektrische Heckklappe, induktive Ladeschale), Winter-Paket (Sitzheizung, Lenkradheizung, beheizbare Windschutzscheibe, Nebelscheinwerfer) und Sonderlackierung stehen 35.990 Euro auf dem Angebotspapier.

Welcher Händler macht den besten Preis?

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Fazit

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Der Nissan Qashqai bleibt seinen Werten als unaufgeregter Alltagsbeleiter treu. Das Design wurde modernisiert, die Connectivity auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Das alles schnürt Nissan zu einem vernünftigen Paket. Fraglich ist aber, ob die Neuauflage beim Versuch, möglichst alles richtig zu machen, nicht zu brav geraten ist. Das können und werden aber dann die Kunden entscheiden.

Technische Daten

Nissan Qashqai N-Connecta

Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM
Hubraum 1.332 ccm
Anzahl und Bauform Zylinder 4 in Reihe
Maximale Leistung kW / PS 103 kW / 140 PS bei 5.000 U/min
Max. Drehmoment 240 Nm bei 1.650 - 4.000 U/min
Getriebe Sechsgang-Schaltgetriebe
Beschleuningung 0-100 km/h 10,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h
Norm-Verbrauch auf 100km 5,8 Liter
Verbrauch real auf 100km 7,3 Liter
Reifenmarke und –format des Testwagens Bridgestone Turanza 235/55 R18
Leergewicht 1.405 - 1.534 kg
Länge / Breite / Höhe 4.425 / 1.835 / 1.625 mm
Grundpreis 32.890 Euro
Testwagenpreis 35.990 Euro
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Text: Bernd Conrad
Bilder: Andreas Hof, Bernd Conrad