Nissan X-Trail 2026

Nissan X-Trail 2026 Aufgefrischtes Japan-SUV ab 42.890 Euro

4:17 Min.

Der Nissan X-Trail bekommt zum Facelift eine neue Infotainment-Software.

Der Nissan X-Trail, das Flaggschiff im europäischen Modellprogramm der japanischen Marke, fährt jetzt mit einem Facelift vor. Die optischen Überarbeitungen am seit dem Jahr 2021 in aktueller Generation gebauten (Markstart bei uns 2022) Mittelklasse-SUV fallen dezent aus.

Der neue Kühlergrill lässt nach dem Verzicht auf einen sichtbaren Rahmen und horizontale Lamellen die Front breiter wirken als bislang. Anders gestaltet wurden auch die Stoßfänger an beiden Enden der Karosserie, dazu gibt es ein neues Innenleben der Rückleuchten. 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Diamantschliff sowie zwei neue Farboptionen mit den Namen „Sukumo Blue“ und „Baja Storm“ runden die Liste der Neuerungen ab. Ein Dach in schwarzer Kontrastlackierung wird auch in Zukunft optional bestellbar sein.

Google-Software zieht ein

Innen fällt ein neues Design des Lenkrad-Pralltopfes auf. Die Architektur des Cockpits mit zwei jeweils 12,3 Zoll großen Displays und einer Vielzahl logisch platzierter physischer Bedienelemente bleibt erhalten. Das aktuelle Infotainment-System mit integrierten Google-Diensten für Navigation, Sprachsteuerung und App-Downloads zieht mit der Überarbeitung jetzt auch in den Nissan X-Trail ein. Updates für die Software kommen over-the-air ins Auto. Aktualisiert wurde auch die 360-Grad-Rundumsicht mit Kameras. Hier lässt sich jetzt auch eine Ansicht durch das virtuell transparente Auto auf den Boden einstellen, eine neue Kreuzungs-Funktion sorgt für mehr Sicht und damit für mehr Sicherheit. Die bei Nissan ProPILOT genannte Fahrassistenz bekam ein Update. Der Spurhalteassistent lenkt sanfter als bisher, außerdem soll die Verkehrszeichenerkennung genauer arbeiten.

Das Antriebsportfolio konzentriert sich auf den seriellen Hybrid mit der Bezeichnung e-Power. Anders als im kompakteren Nissan Qashqai wird im X-Trail nicht die neue Hybridgeneration mit umfangreichen Änderungen an der Hardware eingesetzt. Die bisherige Einstiegsmotorisierung des X-Trail in Form des 1,5 Liter großen Verbrenners ohne Hybridisierung wurde aus dem Programm genommen.

Die Räder des Nissan X-Trail werden stets elektrisch angetrieben. Der 1,5 Liter große Vierzylinder-Benziner unter der Haube arbeitet als Kraftwerk an Bord, um über den Akku den Antrieb mit Strom zu versorgen. Der X-Trail e-Power mit Frontantrieb kommt auf eine maximale Leistung von 150 kW (204 PS) und 330 Newtonmeter Drehmoment. Das Allradmodell e-4orce bringt einen zweiten Elektromotor an der Hinterachse mit zusätzlichen 195 Newtonmetern Drehmoment mit. Die Systemleistung des Allrad-X-Trail liegt bei 157 kW (213 PS). Den WLTP-Normverbrauch gibt der Hersteller mit 5,7 l/100 km an. Im AUTONOTIZEN-Dauertest haben wir beim Nissan X-Trail e-Power e-4orce 6,9 Liter je 100 Kilometer nachgetankt. Beide Antriebsvarianten bieten eine Anhängelast von 1.800 Kilogramm.

Weiterhin im Programm ist die robuster auftretende Ausstattungslinie N-Trek. Sie unterscheidet sich mit einer markanteren Optik und roten Designelementen auch innen deutlich von den anderen Varianten als bisher. Gummi-Fußmatten und abwaschbare Sitzbezüge unterstreichen den Outdoor-Charakter des X-Trail N-Trek.

Mit dem Wegfall des reinen Benziners, der bisher ab 39.850 Euro zu haben war, steigt der Einstiegspreis. Der überarbeitete Nissan X-Trail kostet in der Basis-Ausstattungslinie Acenta ab 42.890 Euro. Er liegt damit auf dem Niveau des Vorgängers, der 40 Euro günstiger war. Mit Allradantrieb e-4orce kostet der Japaner ab 46.390 Euro. Darüber rangieren die Linien N-Connecta (ab 46.990 Euro) und Tekna (ab 52.090 Euro). Der Nissan X-Trail N-Trek wird zum Listenpreis von 49.190 Euro mit Frontantrieb bzw. 52.690 Euro als Allrad-Hybrid angeboten.

Fazit

Neues Design für den Pralltopf des Lenkrads im Nissan X-Trail.

Der Nissan X-Trail bekommt ein dezentes optisches Facelift und ein überarbeitetes Infotainment-System mit Google-Software. Die Ausstattungslinie N-Trek im Abenteurer-Look unterscheidet sich künftig optisch stärker als bisher vom Rest der Modellpalette. Während der Nissan Qashqai mit überarbeitetem e-Power-Antrieb mehr Laufruhe und eine verbesserte Kraftstoffeffizienz bietet, wird der X-Trail auch nach der Überarbeitung mit dem bekannten Hybridsystem angeboten. Der Grund dürfte in der aufwendigen Adaption des Allradantriebs liegen, der nur für das größte SUV im deutschen Programm der Marke verfügbar ist. Die Preisliste startet mit 42.890 Euro auf dem Niveau des Vorgängers.

Im Video: Der neue Nissan Qashqai e-Power

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller