Fiat Pandina Tributo Autobianchi

Fiat Pandina Tributo Autobianchi Darum nutzt Fiat eine fast vergessene Marke

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In Italien kann man den kleinen Pandina jetzt als Heritage-Sondermodell kaufen.

Fiat rüscht den Pandina auf und spendiert dem Sondermodell für den italienischen Heimatmarkt einen klassischen Namen. Mit dem Pandina Tributo Autobianchi wird an die in den 1990ern eingestellte Marke gleichen Namens erinnert.

30 Jahre nach dem Y10

Das Jubiläum zur Premiere stricken sich die Italiener so zusammen: Exakt 30 Jahre nach der Zulassung des letzten gebauten Autobianchi Y10 feiert das Sondermodell seine Premiere. Die exklusive Metalliclackierung Platino kann optional als Bicolor-Ton mit schwarzem Dach und schwarzer Heckklappe geordert werden. Der steile schwarze Abschluss war das typische Design-Merkmal des Y10, für den damals die Panda-Plattform als technische Basis genutzt wurde. Der Fiat Pandina Tributo Autobianchi trägt zudem schwarze Kappen der Außenspiegel, Sticker an den Flanken und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen mit dem klassischen Markenlogo auf den Nabenkappen.

Das Autobianchi-Emblem ist auch auf den Kopfstützen der Vordersitze zu sehen. Der Innenraum wird mit hellem Mikrofaser-Material ausgeschlagen, das Dekorelement auf dem Armaturenbrett trägt den Farbton der Karosserie. Auch die Programmierer durften ran: Im Instrumenten-Display hinter dem Lenkrad und in der Anzeige des startet nach dem Anlassen eine Sequenz mit Autobianchi-Logo.

Die Sonderserie kommt nicht ganz zufällig in Italien auf den Markt. Eine neue Gesetzeslage ermöglicht es der Regierung, über die Verwendung ungenutzter Markenrechte zu entscheiden und diese auch an ausländische Investoren abzugeben. Um diesem Vorgehen zu begegnen, nutzt Stellantis das fast vergessene Label auf dem Pandina.

Autobianchi wurde 1955 von dem Zweiradhersteller Bianchi gemeinsam mit Pirelli und Fiat gegründet, kurze Zeit später übernahm der Auto-Konzern die alleinige Kontrolle. Nach der Integration der Aktivitäten in die Tochterfirme Lancia wurde der Name Autobianchi auf den Exportmärkten nicht mehr verwendet. Als Nachfolger des auch bei uns bekannten A112 kam im Jahr 1985 der Y10 auf den Markt, in Italien (auch) als Autobianchi und bei uns als Lancia.

Der Fiat Pandina Trubuto Autobianchi wird nicht bei uns zu den Händlern kommen. Der Kleinwagen mit 70 PS starkem Mildhybrid-Benziner kostet in Italien 15.400 Euro, die Sonderserie ist das Topmodell der nach wie vor sehr erfolgreichen Baureihe. In der Basis-Ausstattung wird der Pandina mit aktuellen Aktionsrabatten schon ab 9.950 Euro angeboten. Von Januar bis einschließlich September 2026 konnte der Hersteller in Italien über 86.000 Exemplare des Pandina absetzen.

Fazit

Stellantis-Mutter Fiat macht aus der Not eine Tugend. Um einem neuen Gesetz in Italien zum Verfall ungenutzter Markenrechte zu begegnen, kommt dort als Topmodell der weiterhin erfolgreichen Kleinstwagen-Baureihe der Fiat Pandina Tributo Autobianchi auf den Markt. Er erinnert an die in den 1990ern eingestellte Automarke – und sichert mit der erneuten Nutzung ihren Verbleib im Konzern.

Im Video: Stellantis-Studien mit dem Fiat Multiplay

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller