SUV-Marke KGM

SUV-Marke KGM Koreaner fahren bergauf

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Unter neuem Namen und mit neuer Organisation steigen die Verkaufszahlen von KGM (ehemals SsangYong).

Hersteller mit jahrzehntelanger Tradition, aber (noch) unbekanntem Namen: Aus SsangYong wurde im Jahr 2025 auch bei uns in Deutschland KGM. Nach der Übernahme des Autoherstellers, der sich auf SUV, Geländewagen und Pick-ups spezialisiert hat, durch den Konzern KG, hat man den Import und den Vertrieb selbst in die Hand genommen.

Das Händlernetz soll wachsen

Trotz der Übergangszeit, die auch einen Wechsel auf neue Händlerverträge und eine entsprechende Aufbauzeit mit sich brachte, konnte der Absatz der Marke in Deutschland massiv gesteigert werden. Im Vergleich zu 2024 (unter SsangYong) kletterten die Zulassungszahlen von KGM um 36,4 Prozent. Die Koreaner wuchsen also deutlich stärker als der Automarkt, der um 1,4 Prozent zulegen konnte – wenngleich auf einem niedrigen Niveau. 2.981 Pkw von KGM wurden im vergangenen Jahr auf die Straße gebracht, dazu kommen 213 Pick-ups in Form des Musso und des elektrischen Musso EV mit Nutzfahrzeug-Zulassung.

Bestseller im KGM-Programm war mit 979 Einheiten der kleine Tivoli, gefolgt vom Kompakt-SUV Korando (644) und dem größeren Torres (534). Im Frühsommer 2025 kam, zusätzlich zum Torres, der KGM Actyon auf gleicher technischer Basis in den Handel, auf den im vergangenen Jahr 358 Zulassungen entfielen. Elektroauto-Kunden bedient KGM mit dem Torres EVX. Er wurde 2025 nur 106-mal neu zugelassen. 466 Rexton fanden einen neuen Besitzer.

Aktuell zählt das Händlernetz von KGM in Deutschland 130 Partner. Der Importeur will weitere Lücken schließen und peilt mittelfristig eine Präsenz mit 180 Standorten an. Für 2026 ist die Einführung des umfangreich überarbeiten Musso mit Dieselmotor geplant. Auf der Brüssel Motor Show feierte zudem der Actyon Hybrid seine Premiere. Wie der elektrifizierte Torres wird er von einem Hybridsystem mit 150 kW / 204 PS Systemleistung angetrieben. Der Benziner mit 163 PS, den es auch mit Allradantrieb gibt, bleibt parallel weiter im Angebot.

Fazit

SUV der Mittelklasse: Links der KGM Torres EVX, dahinter der Actyon.

Die Marke KGM kennen noch nicht viele Menschen. In der Bugwelle unzähliger neuer Anbieter aus Fernost muss hier noch Aufbauarbeit geleistet werden, auch um den südkoreanischen SUV-Spezialisten von den Herstellern aus China abzugrenzen. Trotz des Markenwechsels von SsangYong zu KGM und dem Aufbau der neuen Vertriebsstruktur konnte der Hersteller seinen Absatz 2025 in Deutschland deutlich steigern – auch wenn einige Zulassungen auf Vorführwagen der Händler entfallen sein dürften. Auch die neue Preis-Positionierung der Modelle hat ihren Anteil am wachsenden Erfolg. Der Tivoli ist als Sondermodell Essential aktuell ab 18.990 Euro zu haben.

Im Video: Fahrbericht KGM Actyon

Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad