Hypercar mit 1.600 PS starkem W16-Motor: Bugatti F.K.P. Hommage.
Modell unter den Fittichen des Volkswagen-Konzerns, angetrieben von CEO Ferdinand Karl Piëch, verschob der Veyron die Grenzen des scheinbar möglichen. Der W16-Motor im Heck kam auf eine Leistung von 1.001 PS, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 400 km/h.
20 Jahre nach dem ersten Veyron
Der Legende zufolge wurde die Idee des neuen Hochleistungssportwagens von Herrn Piëch während einer Zugfahrt in Japan geboren. Die Idee der Kombination bestehender Komponenten, die bereits den VR6-Motor für Golf, Corrado und Passat hervorbrachte, wurde mit einer Skizze eskaliert. Die erste Idee eines 18-Zylinder-Motors kam später zwar nicht in die Manufaktur-Serie, es entstand aber (salopp gesagt als doppelter V8) ein W16-Triebwerk mit vierfacher Turbolaufladung.
1999 wurde die erste Studie im Rahmen der Tokyo Motor Show präsentiert, 2025 der Veyron als erster Serien-Bugatti der Neuzeit. 2006 begann die Auslieferung der ersten Exemplare einer streng limitierten Serie. Auf den Veyron folgte der Chiron. Die Ära der W16-Bugatti fand mit dem Mistral, der ein offenes Dach mit 1.177 kW / 1.600 PS und über 420 km/h Höchstgeschwindigkeit zum Preis von rund 6.000.000 Euro vereint, ihren Höhepunkt.
Der Bugatti F.K.P. Hommage im Video
Die Marke Bugatti wird mittlerweile von Volkswagen-Tochter Porsche und dem kroatischen Unternehmen Rimac geleitet. Als Nachfolger des Chiron entsteht der Bugatti Tourbillon mit einem V16-Hybrid-Antriebsstrang. Ein 1.000 PS starker Benziner und drei Elektromotoren mit jeweils 250 kW bringen eine Systemleistung von 1.324 kW / 1.800 PS. Mit seiner 24,8 kWh großen Batterie an Bord soll der Tourbillon sogar bis zu 60 Kilometer weit elektrisch fahren können.
Auch der Bugatti Tourbillon wird in nur dreistelliger Stückzahl entstehen. Im Vergleich zu den Modellen des Solitaire-Programms der Marke erscheint er trotzdem wie ein Massenprodukt. 2025 wurde mit dem Bugatti Bouillard das erste Einzelstück der Solitaire-Linie gezeigt, das gemeinsam mit einem Kunden unter Berücksichtigung dessen spezieller Wünsch entstand. Maximal zwei voneinander unabhängige Einzelstücke im Jahr sollen entstehen, jetzt kommt ein weiterer Solitaire-Bugatti. Sein Name: F.K.P. Hommage, also eine Verbeugung vor Ferdinand Karl Piech.
Auf Basis des Bugatti Mistral wurde eine komplett neue Karosserie entworfen, die das Design des Bugatti Veyron gekonnt zitiert und mit modernen Elementen wie flachen LED-Scheinwerfern kombiniert. Auch die Farbgebung in Schwarz-Rot erinnert an den Veyron. Beim ersten Kennenlernen durften wir genau hinsehen: Es wurde kein schwarzer Lack auf die Karosserie gesprüht, der Bugatti F.K.P. Hommage hat ein Kleid aus schwarzem Sicht-Carbon. Hinter der Zweisitzigkeit steckt der 1.600 PS starke W16-Mittelmotor aus dem Mistral, der sich ins Karosseriekleid integriert.
Das Interieur ist in edlen Stoffen und Leder ausgeschlagen, die Mittelkonsole zeigt fahrerseitig das Geburtsdatum von Ferdinand Karl Piech. Das neue Lenkrad zeigt ein klassisches Design, dahinter blickt man auf digitale Instrumente unter einer Hutze. Die Mittelkonsole wurde aus einem vollen Aluminium-Block gefräst, die Bedienelemente sind übereinander positioniert. Auf Wunsch des künftigen Eigentümers wurde eine Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon ins Cockpit integriert, die man herausnehmen kann. Die Uhr wird über eine leicht rotierende Gondel aufgezogen, ohne dass dafür elektrische Energie aus dem Fahrzeug aufgewendet werden muss.
Keine Überraschung: Auch hier schweigen die Bugatti-Verantwortlichen auf unsere Fragen nach dem Käufer, der dieses Einzelstück in Auftrag gegeben hat. Auch Vermutungen zum Preis, oder sprechen wir in diesen Regionen lieber von Budget, bleiben unbeantwortet. Wenn man vom knapp sechs Millionen Euro teuren Mistral ausgeht und dann die Entwicklung des Bugatti F.K.P. Hommage mit dem kompletten Design-Prozess bedenkt, dann kommt man gedanklich schnell in Regionen von weit achtstelligen Beträgen.
Man könnte vermuten, dass der Bugatti F.K.P. in einer wohltemperierten Garage in Österreich, irgendwo im weit verzweigten Reich der Familien Piëch und Porsche, oder innerhalb des Volkswagen-Konzerns, sein neues Zuhause findet. Erfahren werden wir es wohl nie.
Fazit
Bugatti zeigt ein weiteres Einzelstück aus dem Solitaire-Programm, in dessen Rahmen Autos auf speziellen Kundenwunsch designt und gebaut werden. Die technische Basis stellt der Mistral mit seinem 1.600 PS starken Quad-Turbo-W16.
Der Bugatti F.K.P. Hommage verbeugt sich vor Ferdinand Karl Piëch. Unter seiner Leitung als Vorstandsvorsitzender in Wolfsburg wurde die Marke Bugatti im Volkswagen-Konzern neu belebt. 2006 rollten die ersten Exemplare des Bugatti Veyron mit 1.001 PS starkem 16-Zylinder-Motor aus der Manufaktur in Molsheim. Damit wurden die Klasse der Hypercars neu definiert.