Opel Mokka X Neuer Auftritt und ein Buchstabe gratis dazu!

.



Opel Mokka X

Ich muss gestehen, dass ich bisher kein großer Fan des Opel Mokka war. Mit den zu weit nach hinten geschwungenen Scheinwerfern und dem Kühlergrill in Form eines Ritterschutzschildes wirkte das Auto wenig dynamisch, zu hochbeinig und schmal. Eigentlich die perfekte Rentnerkarre.

Dem demographischen Wandel trotzend kommt der kleine Opel nun aus dem Jungbrunnen. Drei Jahre nach dem Marktstart zeigt sich der Opel Mokka nicht einfach geliftet, sondern umfassend renoviert. Sogar ans Blech sind die ihm gegangen. Der komplette Vorderwagen wurde neu gestaltet. Flache und breite Scheinwerfer, und ein trapezförmiger Kühlergrill bringen einen deutlich selbstbewussteren Auftritt. Am Heck fallen die Änderungen geringer aber ebenso effektiv aus. Der Stoßfänger mit den flacheren Nebelschlussleuchten bringt wie die Front mehr Breite ins Design. Glückwunsch an die Opel-Designer.

Opel Mokka X

Auch der Innenraum zeigt sich kernsaniert. Das alte Armaturenbrett mit dem kleinen Monitor, den 90er Jahre Displays und unzähligen Knöpfchen flog heraus, um Platz zu machen für eine neue Bedientafel im Stil des Astra. Zentrales Element ist der große Touchscreen-Monitor des IntelliLink-Bediensystems. Selbstverständlich kommt auch der Mokka jetzt in den Genuss von Opels OnStar-System, zudem sind auch die lieferbaren Assistenzsysteme auf der Höhe der Zeit: Schlüsselloser Zugang und Motorstart, Spurassistent, Abstandswarner mit Frontkollisionswarner und eine Verkehrsschilderkennung sind zu haben. Wer da immer noch lieber seinem eigenen Blick vertraut, wird durch adaptive Voll-LED Scheinwerfer unterstützt.

Nach der Premiere im aktuellen Astra wandert der 1,4 Liter große Turbobenziner mit 110 kW / 150 PS in den Mokka, wo er den zehn Pferdchen schwächeren Vorgänger ersetzt. Im Gegensatz zu diesem erfordert der neue Antrieb nicht mehr die Frage „Allrad oder Automatik“? Es gibt ihn jetzt nur noch damit zwangskombiniert. Sicherlich keine schlechte Wahl, denn trotz aller optischen Verjüngung: Der Mokka wird auch in Zukunft vornehmlich von Best Agern gekauft, die gerne bar bezahlen und auch zu höherwertigen Versionen greifen. Neu ist aber, dass man sich jetzt auch als jüngerer Erwachsener gut und gerne im Mokka zeigen kann.

Ach ja, ein bewusster Fehler steckt im Text: Der Opel heißt nun offiziell nicht mehr Mokka, sondern Mokka X. Opel will alle zukünftigen SUV- und Crossover-Modelle mit dem Zusatz X kennzeichnen. Das lässt darauf schließen, dass parallel zu den mit PSA entwickelten Nachfolgern von Meriva und Zafira – die mehr Crossover als Van werden sollen – die bisherigen Baureihen weiter angeboten werden. Bis es so weit ist, blicken wir aber gerne nochmal mit Freude auf das neue Mokka – Mokka X! – Design. Hut ab, Opel!

Teile das!
Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller