Subaru Outback Modelljahr 2022 Kleines Update für den Großen

Was kann der Subaru Outback und was nicht? Das werden wir im Langzeittest mit dem japanischen Allradkombi herausfinden.



Der Subaru Outback ist das größte Pferd im Stall der japanischen Allradmarke. So darf man Subaru wieder nennen, da nach dem Aus des Sportcoupés BRZ mit Hinterradantrieb (und bis zum möglichen Start des Nachfolgers) aktuell kein Modell mit nur einer angetriebenen Achse im europäischen Programm zu finden ist.

Was ist neu im Modelljahr 2022?

Im Frühjahr 2021 kam die aktuelle Generation des großen Allradkombis bei uns auf den Markt. Sie zeigt eine evolutionäre Weiterentwicklung des bisherigen Modells. Das Design wurde leicht angespitzt, zudem wuchs die Karosserie um fünf Zentimeter in der Länge. Einen großen Schritt machte der Innenraum. Das neue Infotainmentsystem mit großem Hochkant-Touchscreen wirkt modern, zudem lassen sich die Menüs leicht ansteuern. Alle Funktionen sind logisch gruppiert. Lediglich zum Aufrufen der Klimaanlage und ihrer Steuerung sind mehr Fingerkuppendrücke nötig. Ein separates Bedienteil würde hier Abhilfe schaffen, ist aber nicht vorgesehen.

Ein Jahr nach dem Marktstart spendierte Subaru dem Outback für Europa im Modelljahr 2022 ein leichtes Update. Der Blauton im Farbprogramm wurde geändert und neu benannt, was ebenso nebensächlich ist wie geänderte Nabeldeckel in den Leichtmetallfelgen. Praktisch sind zusätzliche Stautaschen an den Rückseiten der Vordersitze. Die Passagiere im geräumigen Fond können damit Smartphone und Co. besser verstauen. Vor allem große Fahrer, so auch der Autor dieser Zeilen, kommen in den Genuss überarbeiteter Vordersitze.

Mehr Komfort für große Fahrer

Subaru Outback Modelljahr 2022 Dauer Test

In allen Ausstattungslinien lässt sich jetzt die Oberschenkelauflage für den Fahrer manuell um bis zu sechs Zentimeter ausziehen. Das sorgt für mehr Komfort und weniger Ermüdungserscheinungen in den Beinen bei langen Strecken. Die elektrisch verstellbaren Sitze, bei der höchsten Ausstattungslinie Platinum serienmäßig mit Memoryfunktion für den Fahrerplatz erinnern an breite Sessel, dafür verzichten sie auf Seitenhalt. Für Rundumkomfort wäre noch eine Sitzventilation für den Sommer wünschenswert. Sie wird von Subaru aber nicht angeboten. Leider fehlt auch eine Möglichkeit, das Smartphone induktiv zu laden.

Der Begleiter in den Herbst hinein

Subaru Outback Modelljahr 2022 Dauer Test

Ein Subaru Outback des Modelljahr 2022 rollte in die Redaktion, um hier etwas länger zu verweilen als andere Testwagen. In den kommenden Wochen kann der Japaner beweisen, wie komfortabel er im Alltag und auf Langstrecke ist. Auch auf den Benzinverbrauch des Boxermotors sind wir gespannt.

Der Sauger mit 2,5 Litern Hubraum wurde für die aktuelle Outback-Generation umfassend überarbeitet. Dabei büßte er leicht an Leistung ein, statt 175 sind es jetzt 169 PS. Die sechs fehlenden Pferdchen dürften kaum spürbar sein (und waren es im Vergleich mit dem Vorgänger auch nicht), wichtiger ist das auf 252 Newtonmeter gestiegene Drehmoment.

2.000 kg Anhängelast

Subaru Outback Modelljahr 2022 Dauer Test

Mit der serienmäßigen CVT-Automatik erzieht der Subaru Outback zur entspannten Gangart. Dazu passt das sanft wogende Fahrwerk. Hektisches Über-Bodenwellen-Gehoppel, was mancher Autofahrer als sportlich empfindet und Geld in härtere Fahrwerke investiert, überlässt der Outback gerne anderen.
2.000 Kilogramm beträgt die Anhängelast des Subaru Outback, eine Anhängerkupplung ist im Zubehörprogramm des Importeurs bestellbar. Die werden wir wahrscheinlich nicht ausnutzen, vielmehr interessieren 90 Kilogramm Stützlast. Der Testwagen kam nämlich mit einem auf der Kupplung montierten Fahrradträger. Zwei (E-)Bikes mit je maximal 30 Kilogramm Gewicht lassen sich hier aufladen, ohne dass der Platz im 561 Liter großen Kofferraum beansprucht wird.

Mit dem Modelljahreswechsel ist der Subaru Outback leider etwas teurer geworden. Die Basisausstattung Trend steht ab 41.890 Euro in der Preisliste, der hier gezeigte Outback Platinum ab 46.890 Euro. Die Toplinie bringt Goodies wie ein Harman/Kardon-Soundsystem, Nappalederbezüge, die erwähnte Memoryfunktion für den Fahrersitz, Schiebedach und eine Seitensichtkamera (hilfreich beim Rangieren im leichten Gelände oder auf engen Supermarktparkplätzen) mit.

Erstes Fazit

Subaru Outback Modelljahr 2022 Dauer Test

Der Subaru Outback ist weder ein aufregendes Auto, noch ein Auto, das aufregt. Der große Kombi ruht in sich selbst. Schnell nehmen auch Fahrer und Passagiere diesen Wesenszug an. Was der Japaner im Alltag kann und was nicht, das werden die kommenden Wochen und viele Kilometer zeigen. Auch ein ausführliches Video-Review wird dann folgen.

Programmempfehlung bis dahin: Video Subaru Outback 2.5i Exclusive Cross

Technische Daten

Subaru Outback 2.5i Platinum

Antrieb permanenter Allradantrieb
Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM
Hubraum 2.498 ccm
Anzahl und Bauform Zylinder Vierzylinder-Boxermotor
Maximale Leistung kW / PS 124 kW / 169 PS bei 5.500 - 5.800 U/min
Max. Drehmoment 252 Nm bei 3.800 U/min
Getriebe stufenloses CVT-Getriebe
Tankinhalt 63 Liter
Beschleuningung 0-100 km/h 10,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 193 km/h
Norm-Verbrauch auf 100km 7,4 Liter
Reifenmarke und –format des Testwagens Bridgestone Alenza 225/60 R18
Leergewicht 1.664 kg
Anhängelast (gebremst) 2.000 kg, Stützlast 90 kg
Länge / Breite / Höhe 4.870 / 1.875 / 1.675 mm
Grundpreis 46.890 Euro
Testwagenpreis 48.654,99 Euro
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Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad
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