Volkswagen und Jetta

Volkswagen und Jetta VW startet Export von China-Modellen

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Neben Modellen mit VW-Logo geht auch die Budget-Marke Jetta ins Ausland.

Der Volkswagen-Konzern beginnt erstmals mit dem Export von in China entwickelten und gebauten Autos in andere Länder. Neben Modellen unter dem VW-Logo, die aus dem chinesischen Joint Venture SAIC-Volkswagen stemmen, werden bald auch Autos der Budget-Marke Jetta jenseits der chinesischen Grenzen verfügbar sein.

SUV und Limousinen aus China

Als erster Exportmarkt wurde Usbekistan ausgewählt. Das zentralasiatische Land mit rund 36 Millionen Einwohnern verzeichnet ein steigendes Interesse an Neuwagen. 2025 wurden dort über 460.000 Autos verkauft. Volkswagen will bis Ende 2026 13 Händlerstandorte in Usbekistan am Netz haben, diese Zahl soll bis 2928 auf rund 25 Betriebe anwachsen.

Das Modellprogramm umfasst die Modelle Tiguan L Pro, Passat Pro und Terramont Pro vom Joint Venture SAIC-Volkswagen, neben Modellen der eigenständigen Marke Jetta. Elektroautos sind nicht Teil der Planungen. In einem weiteren Schritt nach dem Marktstart sollen, zusätzlich zu den in China komplett montierten Autos, auch Fahrzeuge bei den Händlern stehen, die mit dem lokalen Partner Alyans Auto im Rahmen einer SKD-Fertigung (Semi-Knocked-Down) in Usbekistan endmontiert werden.

Martin Sander, Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales der Marke Volkswagen, sagt: „Der Ausbau neuer Märkte ist ein zentraler Bestandteil unserer globalen Vertriebsstrategie. Mit Usbekistan erschließen wir gezielt eine dynamische Wachstumsregion und nutzen gleichzeitig unsere starke industrielle Aufstellung. So machen wir innovative und technologisch hochwertige Fahrzeuge neuen Kundengruppen zugänglich.“
Der Markteintritt in Usbekistan stellt einen ersten Schritt in der internationalen Strategie für China-VWs dar. Der Konzern sieht weitere Potenziale in Südostasien, den Ländern im Mittleren Osten, der GUS-Region und auf dem afrikanischen Kontinent. Ein Export nach Europa ist aktuell nicht geplant – dürfte für die ferne Zukunft aber nicht ausgeschlossen sein.

Fazit

VW setzt seine Pläne, Autos aus China in andere Länder zu exportieren, in die Tat um. Der erste Schritt weist in Richtung Westen nach Usbekistan. Dort sollen drei VW-Baureihen aus dem Joint Venture mit SAIC und Modelle der Einsteigermarke Jetta verkauft werden. Noch vor Ende 2026 wird zudem eine SKD-Fertigung starten, in deren Rahmen Bausätze aus China endmontiert werden.

Im Video: Die Marke Jetta

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller, Archiv (4)