VW ID.3 Neo 2026

VW ID.3 Neo 2026 Großes Update, neuer Name

4:04 Min.

Der VW ID.3 Neo bringt neben einem Facelift ein komplett neues Cockpit mit.

Mit dem 2019 erstmals präsentierten VW ID.3 starteten die Wolfsburger in die Elektro-Ära, der Kompakte ist die Keimzelle der aktuellen MEB-Palette. Schnell musste der ID.3 Kritik von Medien und Kunden einstecken, beispielsweise für einen karge Innenraum mit arg billig wirkenden Materialien. Ein Update im Jahr 2023 brachte Besserung in dieser Hinsicht – und einen anhaltenden Erfolg. Der VW ID.3 gehört zu den meistverkauften Elektroautos in Deutschland.

Komplett neuer Innenraum

Jetzt steht eine umfassend überarbeitete Version des Fünftürers bereit. Die Änderungen am Design und unter dem Blech gehen so weit, dass VW der Baureihe auch einen neuen Zusatznamen spendiert: ID.3 Neo. Unter der Schirmherrschaft von Designchef Andreas Mindt bekam die Baureihe ein neues Gesicht mit flacheren Scheinwerfern einer breiten Leiste über dem neuen Stoßfänger. Damit gibt sich der VW ID.3 auf den ersten Blick als großer Bruder von ID. Polo und ID. Cross zu erkennen. Am Heck sorgt die fortan in Wagenfarbe lackierte Heckklappe für Klarheit. Im Vergleich zum Vorgänger wächst der ID.3 Neo in der Länge minimal auf 4.265 Millimeter.

Sobald man die Fahrertür öffnet, zeigen sich deutlich umfangreichere Modifikationen. Das Cockpit des VW ID.3 Neo wurde neugestaltet. Hinter dem, oben und unten abgeflachten, Lenkrad mit physischen Multifunktionsknöpfen, werden die fahrrelevanten Informationen auf einem 10,25 Zoll großen Display angezeigt. Der freistehende Touchscreen für das Infotainment-System hat eine Bildschirmdiagonale von 12,9 Zoll. Innovision nennt VW die neue Software-Generation auf Basis des von Google entwickelten Betriebssystems Android Automotive. Unter dem Display kann man wichtige Klimafunktionen mit Kippschaltern intuitiv bedienen, auf der neugestalten Mittelkonsole gibt es einen Drehregler für die Audio-Lautstärke. Die berüchtigten Slider sind im VW ID.3 Neo Geschichte. Das bekannte Head-up-Display mit AR-Inhalten (Augmented Realtiy) gibt es weiterhin als Option. Mehr Alltagsnutzen zeigt der ID.3 Neo auch beim Blick in die Türverkleidung. Hier sind fahrerseitig vier Fensterheber-Schalter integriert, kein Umschalter mehr für die hinten Fenster wie zuvor.

Das Modellprogramm umfasst künftig drei Ausstattungslinien mit den Namen Trend, Life und Style. Die Antriebs-Basis stellt eine Kombination aus 50 kWh (netto) großem Akku für 417 Kilometer Norm-Reichweite und 125 kW (170 PS) starkem Heckmotor dar. Die maximale Leistung am Schnelllader liegt hier bei 105 kW, Wechselstrom ziehen alle Versionen dreiphasig mit 11 kW.

Optional für die Linien Life und Style kann man einen 140 kW (190 PS) starken Elektromotor ordern, die Speicherkapazität des Akkus liegt dann bei netto nutzbaren 58 kWh (Reichweite 494 Kilometer). Außerdem gibt es einen 79-kWh-Akku für 630 Kilometer Reichweite mit maximal 183 kW Ladeleistung über CCS und 170 kW (231 PS) Motorleistung. VW stellt zudem ein „neues sportliches ID.3 Topmodell“ in Aussicht. Die Buchstaben-Kombination GTX wird nicht mehr verwendet. Es ist also wahrscheinlich, dass auch der kompakte Fünftürer, nach dem ID. Polo, auch als GTI kommen wird.

Der Vorverkauf des VW ID.3 Neo startet noch im April 2026, dann dürften auch die Preise bekanntgegeben werden. Das noch aktuell Modell startet mit 125 kW (170 PS) und 52 kWh großem Akku bei 33.330 Euro. Frisch überarbeitet parkt der Cupra Born bereits im Konfigurator der spanischen Konzernschwester. Der kostet mit 140 kW (190 PS) aktuell ab 35.990 Euro.

Fazit

Dachspoiler und Heckklappe sind beim ID.3 Neo in Wagenfarbe lackiert.

Die Änderungen beim VW ID.3 fallen deutlich umfangreicher aus als die beim jüngsten Facelift des Schwestermodells Cupra Born. Um das zu unterstreichen, heißt der Elektro-VW der Kompaktklasse jetzt ID.3 Neo. Vor allem das komplett neue Cockpit mit Textilauskleidungen und richtigen Knöpfen, auch im Lenkrad, dürfte bei den Kunden gut ankommen. Der Vorverkauf des neuen ID.3 Neo startet noch in diesem Monat.

Im Video: Cupra Born Facelift

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller