Audi TT 2.0 TFSI Damenwahl

Der Hausfrauen-Racer



Im Fahrbericht über den Audi TT 2.0 TFSI habe ich vom "Hausfrauen-Racer" gesprochen (hier). Im Zuge einer ausgewogenen Berichterstattung haben wir daraufhin das Coupé in Frauenhände gegeben und präsentieren Euch hier das Urteil über den Audi, zugerufen von der anderen Seite des Geschlechtergrabens.

Audi TT 2.0 TFSI

Eines vorweg: Ich interessiere mich nicht für irgendwelche technischen Daten von Autos, blättere maximal einmal im Jahr in einer Autozeitschift und auch sonst halte ich mich nicht auf dem Laufenden welche Marke gerade ein Facelift von welchem Model vorstellt etc. Aber immerhin weiß ich, was ein Facelift ist und kann auch problemlos bei einem Auto die Motorhaube öffnen, um Öl oder Spritzwasser nachzufüllen. Auch Reifen habe ich schon mehrfach ohne fremde - männliche - Hilfe gewechselt.

Kurzum: Ich bin bei weitem kein Autoprofi, würde mich aber auch nicht zu den Frauen zählen, die so gar keinen Plan von der Materie haben.

Ich fahre einfach sehr gerne gute bzw. gut motorisierte Autos und freue mich wenn ich durch leichtes Antippen des Gaspedals Verkehrshindernisse jeder Art hinter mir lassen kann.

Nachdem ich dieses Jahr schon unterschiedliche Autos Probe gefahren bin, habe ich jetzt über einen Zeitraum von 4 Tagen mal den Audi TT aus dem Fuhrpark ausprobiert. Mein Urteil begründet sich nicht auf tabellenlangen Fakten, sondern ganz einfach auf den Spaßfaktor und den Einsatz im Alltag einer Frau, die gerne übermotorisiert zur Arbeit und zum Einkaufen fährt.

Bei 33 Grad, natürlich im Kleid, steige ich also ein. Besser gesagt „runter“ in den TT.Dafür, dass es ein Sportwagen ist, funktioniert das auch in diesem Outfit ganz gut. Ich bin schon in tiefere Autos gefallen.

Gut, ich sitze. Und das gut. Also der Sitz an sich ist gut. Aber ich sehe nicht viel. Obwohl ich mit 170cm nicht zu den kleinsten Frauen zähle muss ich den Sitz erstmal soweit wie möglich nach oben pumpen. Sehr viel besser wird es dennoch nicht. Na gut, ist halt ein Sportwagen, sage ich mir.

Ein Schlüsselloch suche ich erst gar nicht und schmeiße den Schlüssel direkt in die Mittelkonsole. Aber den Startknopf muss ich dann doch suchen. Der ist nämlich nicht wie bei anderen Marken in der nähe des früheren Schlüssellochs, sondern an der Mittelkonsole ganz vorn links „in Metalloptik“ (wie mein Vorredner Bernd bereits bemerkt hat) versteckt. Ob mir das gefällt kann ich nicht auf Anhieb sagen. Aber dafür kann ich mit Sicherheit sagen, dass mir das Lenkrad gefällt! Es fasst sich sehr gut an und sieht sportlich aus, da es nicht ganz rund sondern unten abgeflacht ist.

Startknopf gedrückt, und der Motor blubbert los. Hört sich gut an!

Den Rückwärtsgang eingelegt, fällt mir wieder auf das ich nicht wirklich viel sehe. Die Scheiben sind irgendwie klein, im Auto ist es dunkel und die Gürtellinie ist verdammt hoch. Ich sehe auch nicht wo das Auto anfängt oder aufhört. Naja, egal, der Wagen hat ja ein piepsendes Parksystem und im Display gibt es eine Art Ausparkhilfe, die mir anzeigt wie ich die Räder eingeschlagen habe bzw. wie ich einschlagen soll. Das finde ich blöd, braucht kein Mensch.

Erster Gang und los! Ich lasse die Kupplung kommen und merke wieder, dass es sich um einen Sportwagen handelt. Schnell aufs Gas, bevor ich das Auto abwürge. Das Antippen des Gaspedals hält das Versprechen, was mir die Sportwagenoptik gegeben hat.

Während ich mit 50 Stundenkilometern durch die Ortschaft fahre und mich durch die Gänge schalte, will meine Hand den Ganghebel gar nicht mehr los lassen. Das liegt natürlich zum einen am Beschleunigungsspaß, aber der Hebel ist wirklich toll gestaltet und liegt gut in der Hand.

Parallel dazu (bin ja Multitaskingfähig) versuche ich mich auf dem Bildschirm vor mir zurechtzufinden. Cockpit kann man das ja fast nicht mehr nennen, so groß ist das.

Aber auf den ersten Blick tue ich mir schwer mich irgendwas zu finden. Geschwindigkeitsanzeigen und Drehzahlmesser lassen sich zum Glück durch einen Knopf am Lenkrad vergrößern und das Bild der Navigationskarte schrumpft etwas zusammen, ist aber immer noch ausreichend klar und deutlich. Ich suche die vertrauten Knöpfe an der Mittelkonsole die ich aus meinem eigenen Audi A6 und aus diversen BMW-Modellen kenne, finde sie aber nicht. Alles sehr aufgeräumt und minimalistisch hier.

Ich drücke neugierig auf diverse Schalter am Lenkrad wie auch an der Mittelkonsole, da ich schon immer ein „learning by doing“ Mensch war, aber irgendwie will mir die Logik dieses ganzen Systems spontan nicht einleuchten. Vor lauter Suchen und Ausprobieren merke ich, dass ich mich nicht wirklich auf den Straßenverkehr konzentrieren kann und gebe genervt auf. Erster Minuspunkt für den TT bzw. das Mensch-Maschine-Interface im Innenraum.

Audi TT 2.0 TFSI

Eines vorweg: Ich interessiere mich nicht für irgendwelche technischen Daten von Autos, blättere maximal einmal im Jahr in einer Autozeitschift und auch sonst halte ich mich nicht auf dem Laufenden welche Marke gerade ein Facelift von welchem Model vorstellt etc. Aber immerhin weiß ich, was ein Facelift ist und kann auch problemlos bei einem Auto die Motorhaube öffnen, um Öl oder Spritzwasser nachzufüllen. Auch Reifen habe ich schon mehrfach ohne fremde - männliche - Hilfe gewechselt.

Kurzum: Ich bin bei weitem kein Autoprofi, würde mich aber auch nicht zu den Frauen zählen, die so gar keinen Plan von der Materie haben.

Ich fahre einfach sehr gerne gute bzw. gut motorisierte Autos und freue mich wenn ich durch leichtes Antippen des Gaspedals Verkehrshindernisse jeder Art hinter mir lassen kann.

Nachdem ich dieses Jahr schon unterschiedliche Autos Probe gefahren bin, habe ich jetzt über einen Zeitraum von 4 Tagen mal den Audi TT aus dem Fuhrpark ausprobiert. Mein Urteil begründet sich nicht auf tabellenlangen Fakten, sondern ganz einfach auf den Spaßfaktor und den Einsatz im Alltag einer Frau, die gerne übermotorisiert zur Arbeit und zum Einkaufen fährt.

Bei 33 Grad, natürlich im Kleid, steige ich also ein. Besser gesagt „runter“ in den TT.Dafür, dass es ein Sportwagen ist, funktioniert das auch in diesem Outfit ganz gut. Ich bin schon in tiefere Autos gefallen.

Gut, ich sitze. Und das gut. Also der Sitz an sich ist gut. Aber ich sehe nicht viel. Obwohl ich mit 170cm nicht zu den kleinsten Frauen zähle muss ich den Sitz erstmal soweit wie möglich nach oben pumpen. Sehr viel besser wird es dennoch nicht. Na gut, ist halt ein Sportwagen, sage ich mir.

Ein Schlüsselloch suche ich erst gar nicht und schmeiße den Schlüssel direkt in die Mittelkonsole. Aber den Startknopf muss ich dann doch suchen. Der ist nämlich nicht wie bei anderen Marken in der nähe des früheren Schlüssellochs, sondern an der Mittelkonsole ganz vorn links „in Metalloptik“ (wie mein Vorredner Bernd bereits bemerkt hat) versteckt. Ob mir das gefällt kann ich nicht auf Anhieb sagen. Aber dafür kann ich mit Sicherheit sagen, dass mir das Lenkrad gefällt! Es fasst sich sehr gut an und sieht sportlich aus, da es nicht ganz rund sondern unten abgeflacht ist.

Startknopf gedrückt, und der Motor blubbert los. Hört sich gut an!

Den Rückwärtsgang eingelegt, fällt mir wieder auf das ich nicht wirklich viel sehe. Die Scheiben sind irgendwie klein, im Auto ist es dunkel und die Gürtellinie ist verdammt hoch. Ich sehe auch nicht wo das Auto anfängt oder aufhört. Naja, egal, der Wagen hat ja ein piepsendes Parksystem und im Display gibt es eine Art Ausparkhilfe, die mir anzeigt wie ich die Räder eingeschlagen habe bzw. wie ich einschlagen soll. Das finde ich blöd, braucht kein Mensch.

Erster Gang und los! Ich lasse die Kupplung kommen und merke wieder, dass es sich um einen Sportwagen handelt. Schnell aufs Gas, bevor ich das Auto abwürge. Das Antippen des Gaspedals hält das Versprechen, was mir die Sportwagenoptik gegeben hat.

Während ich mit 50 Stundenkilometern durch die Ortschaft fahre und mich durch die Gänge schalte, will meine Hand den Ganghebel gar nicht mehr los lassen. Das liegt natürlich zum einen am Beschleunigungsspaß, aber der Hebel ist wirklich toll gestaltet und liegt gut in der Hand.

Parallel dazu (bin ja Multitaskingfähig) versuche ich mich auf dem Bildschirm vor mir zurechtzufinden. Cockpit kann man das ja fast nicht mehr nennen, so groß ist das.

Aber auf den ersten Blick tue ich mir schwer mich irgendwas zu finden. Geschwindigkeitsanzeigen und Drehzahlmesser lassen sich zum Glück durch einen Knopf am Lenkrad vergrößern und das Bild der Navigationskarte schrumpft etwas zusammen, ist aber immer noch ausreichend klar und deutlich. Ich suche die vertrauten Knöpfe an der Mittelkonsole die ich aus meinem eigenen Audi A6 und aus diversen BMW-Modellen kenne, finde sie aber nicht. Alles sehr aufgeräumt und minimalistisch hier.

Ich drücke neugierig auf diverse Schalter am Lenkrad wie auch an der Mittelkonsole, da ich schon immer ein „learning by doing“ Mensch war, aber irgendwie will mir die Logik dieses ganzen Systems spontan nicht einleuchten. Vor lauter Suchen und Ausprobieren merke ich, dass ich mich nicht wirklich auf den Straßenverkehr konzentrieren kann und gebe genervt auf. Erster Minuspunkt für den TT bzw. das Mensch-Maschine-Interface im Innenraum.

Nach mehreren Tagen im TT konnte ich mich an die hohe Gürtellinie und die damit verbundene eingeschränkte Sicht gewöhnen. Ich habe mich ein wenig mit der Sprachsteuerung angefreundet die im Großen und Ganzen gut funktioniert. Das von Audi vorgeschlagene Ziel „Restaurant italienisch“ funktioniert einwandfrei, scheitern tut das Navi allerdings am selbst vorgeschlagenen Ziel „Paris, Champs Elysee“. Fünfmal in sauberem Französisch habe ich es versucht, fünfmal hat mich das Auto dann doch nicht verstehen wollen. An dieser Stelle frage ich mich ob Audi eigentlich ausschließlich Frauen in diesem Auto erwartet? Die vorgeschlagenen Adressen sind doch eindeutig Frauenziele.

Eine weitere Alltagsdisziplin ist die Fahrt zum Supermarkt. Auch das geht mit dem TT problemlos. Es passen locker zwei, auch mal drei Kästen Mineralwasser und diverse Einkaufstaschen in den Kofferraum. Und auf die Rückbank habe ich in der Tat 2 Kindersitze inklusiv Kindern rein bekommen ohne dass diese über Platzmangel gemeckert haben. Die hat lediglich interessiert ab welcher Geschwindigkeit endlich der Spoiler hochklappt. Die Antwort: Ab 100 Sachen stellt er sich in den Wind.

Sehr gut gefällt mir das Fahrverhalten. Beschleunigung und Kurvenlage sind prima, der TT macht Spaß. Dabei ist er ohne wirkliche Kompromisse im Alltag einsetzbar, egal ob Stadt, Landstraße oder Autobahn.

Die Schattenseite liegt im dunklen Innenraum. Die Bedienelemente bzw. das gesamte Cockpit und die Mittelkonsole sind unübersichtlich und nicht unbedingt selbsterklärend.

Das virtuelle Cockpit ist viel zu bunt und lenkt vom Verkehr ab. Die Anzeige für die aktuell gültige Geschwindigkeitsbegrenzung zum Beispiel ist ganz klein unten in der Mitte in einer Reihe mit anderen Symbolen angeordnet und kaum zu erkennen. Sollte man das irgendwie größter einstellen können habe ich es nicht herausgefunden, was ich erneut als negativ bewerten muss. Denn durch Ausprobieren erläutert sich dieses System einfach nicht. Und da ich bei anderen Herstellern diese Probleme nicht hatte denke ich nicht das es ausschließlich an der Tatsache liegt, dass ich eine Frau bin.

Wie mein Vorredner würde ich nun nur zu gerne wissen wie sich denn die S Variante anfühlt, denn der Motor der 230 PS-Version bringt wirklich schon großen Spaß.

Fazit: Sehr flottes, aber noch komfortables Auto für Menschen (Frauen?) die gerne offensichtlich als Sportwagen erkennbare Autos fahren, über 1,70m Meter groß sind und Lust haben, sich eine Bedienungsanleitung für die Cockpitbedienung durchzulesen.

Text: Gilla Hof

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Text: Bernd Conrad
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