Mazda CX-5 e-Skyactiv G 194 Sanft elektrifiziert und neu sortiert

Mildhybrid-Update im Modelljahr 2023: Der Mazda CX-5 Takumi im Fahrbericht mit Video-Review.

Regelmäßig pflegt Mazda seinen SUV-Bestseller CX-5. Der 4,58 Meter lange Konkurrent von VW Tiguan und Co. ist seit 2017 in aktueller Generation auf dem Markt und soll auch weiterhin eine tragende Rolle im Modellprogramm der Marke spielen. Von den 50.000 Fahrzeugen, die die Japaner im Jahr 2023 bei uns verkaufen wollen, sollen 12.000 Exemplare das CX-5-Emblem tragen.

Das wird im neuen Modelljahr, sofern ein Benziner unter der Haube steckt, vom Schriftzug „e-Skyactiv G“ begleitet. Der neue Anfangsbuchstabe deutet es an: Auch der CX-5 ist fortan elektrifiziert, wenn auch ganz leicht.

Der CX-5 Takumi im Video

Die beiden Vierzylinder-Benziner, weiterhin Sauger mit zwei oder 2,5 Litern Hubraum, bekommen das bei Mazda „M Hybrid“ genannte 24-Volt-Mildhybridsystem spendiert. Damit sollen, nach WLTP-Norm, bis zu 0,6 Liter Sprit auf 100 Kilometer gespart werden, die CO2-Emissionen um 13 Gramm pro Kilometer sinken.

Die bei uns meistverkaufte Motorisierung im CX-5 ist der 194 PS starke 2,5-Liter-Benziner. Auch mit dem Startergenerator als neuen Partner bleibt die Leistung unverändert bei 143 kW / 194. Das maximale Drehmoment, das Sauger-typisch spät bei 4.000 U/min anliegt, steigt um fünf auf 263 Newtonmeter. Beim Fahren merkt man davon im Fernvergleich mit dem nicht hybridisierten Vorjahresmodell nichts. Der Mazda CX-5 ist nach wie vor ausreichend kräftig, die beim großen Benziner serienmäßige Sechsstufen-Automatik wechselt entspannt die Übersetzungen.

Die Kurve, sein Freund

Auf kurvigen Straßen fühlt sich das SUV dank G-Vectoring-Contol zuhause. Per Drehmomenteingriff erhalten die Vorderräder im Kurveneingang mehr Last, was beim Einlenken hilft. Beim Öffnen der Lenkung an der Kurvenausfahrt wird per Eingriff die Radlast nach hinten verschoben. Das Auto wird somit stabilisiert, der Geradeauslauf schneller wieder hergestellt. Klingt kompliziert? Im Fahralltag fällt vor allem auf, das nichts auffällt. Auch keine unbemerkten, regelmäßigen Lenkkorrekturen. Man fährt also entspannter.

Die Vordersitze sind bequem, bieten aber weiterhin wenig Seitenhalt und für große Menschen recht schmale Lehnen. Das Platzangebot ist in beiden Reihen absolut ausreichend und im Fond kaum geringer als im deutlich größeren Mazda CX-60 mit längs eingebautem Motor.

Dunkelbraunes Leder ziert im neuen Topmodell Takumi die Sitze und Teile der Türverkleidung, dazu kommen ein schwarzer Dachhimmel, Holzdekor und außen lackierte Anbauteile sowie silberne 19-Zoll-Felgen.

Kenner der Baureihe wissen: Der CX-5 Takumi entspricht dem bisher angebotenen Sports Line Plus. Seine Bezeichnung wurde der Hackordnung in der Preisliste des CX-60 angepasst. Takumi stellt das elegante Topmodell dar, für einen dynamischeren Auftritt wählt man die Homura-Version.

Unverändert bleibt die Bedienstruktur im übersichtlichen Cockpit mit 12,3 Zoll großem Infotainment-Display. Die Menüführung erfolgt über den Dreh-Drück-Steller auf der Mittelkonsole, daneben liegt der Drehregler für die Audiolautstärke. Nur bei Apple CarPlay und Android Auto kann man den Monitor bei stehendem Auto auch als Touchscreen verwenden. Neu im Modelljahr 2023: Die Einbindung der Smartphone-Inhalte kann jetzt auch ohne Kabelverbindung genutzt werden. Somit macht die 2022 eingeführte induktive Ladeschale mehr Sinn.

8,2 Liter Testverbrauch

Mazda CX-5 Takumi e-Skyactiv G 194 Mildhybrid 2023 Test Fahrbericht Fotos Video Review

Rund 8,2 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer zeigt der Bordcomputer am Ende des Testtages aus, an dem wir auch viele Bergstrecken unter die Toyo-Reifen nahmen. Nach der Anreise über Landstraßen und spanische Autobahnen (Tempolimits: 90 und 120 km/h) pendelte sich die Anzeige bei 7,3 Litern ein.

Trotz des Mildhybrid-Zusatzes sind das nur durchschnittliche Werte. Der Verzicht auf ein aufwendigeres 48-Volt-System verhindert eine „Segelfunktion“, also ein Abschalten des Motors während der Fahrt. Die Energie, die der 0,216 kWh große Akku beim Bremsen oder im Schubbetrieb sammelt, wird für die Versorgung der Verbraucher an Bord und als kleiner Boost beim Beschleunigen genutzt. Beides kann, weil der Verbrenner weniger gefordert wird, für die genannte Verbrauchssenkung sorgen.

Der CX-5 wird teurer

Mazda CX-5 Takumi e-Skyactiv G 194 Mildhybrid 2023 Test Fahrbericht Fotos Video Review

Während der Verbrauch sinkt, steigen die Preise für den Mazda CX-5 im Modelljahr 2023. Das Basismodell Prime-Line mit 165 PS ist ab 29.990 Euro zu haben, liegt damit 1.700 Euro über dem 2022er-Jahrgang.

Die Namensänderung von Sports-Line Plus lässt sich Mazda mit 1.900 Euro bezahlen. Der 194 PS starke Benziner kostet in dieser Variante ab 45.240 Euro mit Frontantrieb. Der gefahrene Allradler ist ab 47.240 Euro zu haben. Im Falle des Testwagens kommt dann noch die neue Farboption „Rhodium White“ für 950 Euro hinzu.

Fazit

Mazda CX-5 Takumi e-Skyactiv G 194 Mildhybrid 2023 Test Fahrbericht Fotos Video Review

Der Mazda CX-5 ist auch sechs Jahre nach Marktstart eine gute Alternative im Segment der kompakten SUV und Crossover. Nach dem leichten Facelift im vergangenen Jahr wurde jetzt die Technik der Benziner überarbeitet. Das 24-Volt-Mildhybridsystem für die Benziner soll für eine minimale Verbrauchsersparnis sorgen.

Gleichzeitig wird der Mazda CX-5 teurer. Im Falle des neuen Takumi-Modells steigt der Preis um 1.900 Euro. Auch mit den neuen Tarifen bleibt der Japaner aber eine Empfehlung für SUV-Kunden, die ein entspanntes Fahrerlebnis und guten Alltagskomfort bevorzugen. Turbo-Wumms fehlt bei den Benzinern. Den liefern nur die Diesel mit 150 oder 184 PS.

Technische Daten

Mazda CX-5 e-Skyactiv G 194 AWD Takumi

Antrieb Allradantrieb
Hubraum 2.488 ccm
Anzahl und Bauform Zylinder 4 in Reihe
Maximale Leistung kW / PS 143 kW / 194 PS bei 6.000 U/min
Max. Drehmoment 263 Nm bei 4.000 U/min
Getriebe Sechsgang-Automatik
Tankinhalt 58 Liter
Beschleuningung 0-100 km/h 9,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
Norm-Verbrauch auf 100km 7,6 Liter
Verbrauch real auf 100km 8,2 Liter
Leergewicht 1.765 kg
Anhängelast (gebremst) 2.000 kg, Stützlast 84 kg
Länge / Breite / Höhe 4.575 / 1.845 / 1.685 mm
Grundpreis 47.240 Euro
Testwagenpreis 48.190 Euro
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Text: Bernd Conrad
Bilder: Matthias Gill, Bernd Conrad