VW ID.3 Elektroauto Erste Fahrt mit dem ID.3

Vor der Weltpremiere auf der IAA trat der VW ID.3 im Maßstab 1:5 zur Testfahrt an.

Es gibt Menschen, die sprechen bei VW von einem Zeitenwechsel, so wie einst der erste Golf das Ende der Heckmotor-Ära von Käfer und seinen Geschwistern einläutete. Auf der IAA im September steht endlich das Serienmodell des VW ID.3, dem ersten Konzernmodell auf Basis des MEB (Modularer Querbaukasten).

Eine erste Sitzprobe im Seat El-Born , der eng mit dem ID.3 verwandt ist und Ende 2020 auf den Markt kommen wir, zeigte bereits die neue Großzügigkeit im Innenraum. Jetzt trat ein Exemplar des VW ID.3 zur speziellen ersten Ausfahrt an.

Einzelstück für eine erste Ausfahrt

Kilometer in Prototypen und Vorserienexemplaren waren bislang zwar nur etablierten Medien wie auto motor und sport möglich, der ID.3, der bei AUTONOTIZEN vorbeischaute, war aber ebenso exklusiv. Das ferngesteuerte Modellauto im Maßstab 1:5 ist ein Einzelstück. Bei VW wurden Komponenten von Spielwarenherstellern, darunter Carson, unter eine eigens angefertigte Kunststoffkarosserie gepackt. Sie trägt das gleiche Tarnmuster wie das Vorserienauto des VW ID.3 beim Start der Vorbestellphase. 30.000 Exemplare des Sondermodells VW ID.3 1st sind seit Mai reservierbar. VW geht davon aus, dass diese erste Serie zur Weltpremiere auf der IAA ausverkauft sein wird, Mitte 2020 starten die Auslieferungen.

Begnügen wir uns also bis dahin mit dem Modell. Oder besser gesagt „vergnügen“. Der Nachbau zeigt auf eindrucksvolle Weise auch auf nur gut 80 Zentimetern Länge, wie dynamisch Elektromobilität gestaltet werden kann. Zu jeglichen technischen Daten zum Modell hält sich VW zwar verdeckt, die Höchstgeschwindigkeit dürfte aber bei über 50 km/h liegen.

Eine Parallelfahrt mit dem zum Generationswechsel angetretenen VW e-Golf fand aufgrund des Risikos, das Einzelstück zu beschädigen zwar nicht statt – aber das ferngesteuerte Modell beschleunigt das echte Elektroauto klar aus. Gebaut wurde der ferngesteuerte Mini-ID.3 zu Werbezwecken beim Fußball, er brachte unter anderem beim Nations League-Spiel Portugal gegen Niederlande und bei der UEFA U21-Europameisterschaft in Italien den Ball aufs Spielfeld.

Auch die für diesen Fahrbericht gewählte Strecke bleibt dem Sport treu. Auf den bis zu 2,5 Kilometer langen Asphaltgeraden der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim bei München stürmt der ID.3 nach Herzenslust voran. Rennradfahrer, Roller-Blader und Läufer werden mit Sicherheitsabstand umfahren, dabei hilft die direkte Lenkung des Modells. Alle blicken dem schnellen Auto mit durchaus wahrnehmbaren, weil nicht gedämmten, Elektromotor-Sound ungläubig und interessiert hinterher. Ein Jugendlicher im Kajak erkennt den ID.3 sofort als „den neuen Elektro-VW, geil!“.

Viel zu schnell wandert die Sonne in Richtung Horizont, zudem zeigen die beiden Akkus im ferngesteuerten Modellauto Ermüdungserscheinungen. Zeit, den ID.3 zu verladen. Glücklicherweise passt das Modell genau in den Kofferraum des VW e-Golf. Mit dem geht es auch elektrisch voran, was auch Fahrspaß bereitet. Und gemeinsam mit dem Modellauto im Kofferraum die Vorfreude auf den echten ID.3 steigen lässt.

Fazit zum VW ID.3 Modellauto

VW ID.3 Fernsteuerung Modellauto Test Fahrt

Der erste Ausflug mit dem ID.3 hat großen Spaß gemacht, auch wenn es sich dabei nur um ein Modellauto handelte. Für die An- und Abreise parkte das Einzelstück im aktuellen e-Golf. Den gibt es bereits seit 2014, im Jahr 2017 gab es ein Update mit stärkerem Elektromotor und einer auf 35,8 kWh vergrößerten Batterie. Elektroautos sind also schon lange keine Zukunftsmusik mehr, sondern bereits Hits von heute. Auch wenn man es nicht so sehr hört.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad