Die Studie Vision BMW Alpina zeigt, die die klassische Marke in die Zukunft fahren soll.
Im Rahmen der exklusiven Veranstaltung Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2026 feiert die Designstudie Vision BMW Alpina ihre Weltpremiere. Sie ist das erste Lebenszeichen der traditionellen Marke unter neuem Eigentümer. Die Familie Bovensiepen hat die Marke, unter der jahrzehntelang veredelte und leistungsgesteigerte Modelle auf BMW-Basis, an die Münchner verkauft. Dort soll BMW Alpina als eigenständige Marke parallel zu BMW M aufgebaut werden, wohl auch als Mitbewerber für Bentley.
Der zweite Blick
Der Vision BMW Alpina ist ein 5,20 Meter langes Coupe, das klassische Designzitate mit modernen Linien zeigt. Die „Shark Nose“ trägt eine dominante Nieren-Grafik. An den Innenseiten dieser Linien sind Dekore im Stil der traditionellen Alpina-Zierstreifen zu erkennen, die durch eine Hintergrundbeleuchtung sichtbar werden. Die Designer sprechen dabei vom „Second Read“, also Details, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Das gilt auch für ein Zitat der Alpina-Dekore in der Flanke, das unter dem Klarlack auf die Karosserie ausgebracht wurde. Poesie-Lehrgänge wurden aus besucht: Das weiße Licht der Tagfahrlichter soll an frühe Morgenstunden in den bayerischen Alpen erinnern. Über dem Frontspoiler und am muskulösen Heck prangt der Alpina-Schriftzug.
Innen setzt auch die Alpina-Studie konsequent auf die neue Cockpit-Architektur mit Panoramic iDrive und dem, von Fans kontrovers diskutierten, Lenkrad mit vertikalen Streben. Auf dem Pralltopf ist das klassische Alpina-Logo anstelle des BMW-Emblems zu sehen. Wie im neuen BMW 7er gibt es auch hier das Beifahrer-Display neben dem 17,9 Zoll großen Touchscreen. Blau und Grün als Alpina-typische Farben werden im Innenraum gezielt als Akzente eingesetzt. Die Display-Hintergründe zeichnen eine Alpenlandschaft nach, die der Aussicht beim Blick von Buchloe (Sitz der ehemaligen Fima Alpina, jetzt Bovensiepen, im Allgäu) in Richtung Süden entsprechen soll.
Der Vision BMW Alpina wird von einem V8-Motor angetrieben, dessen technische Daten zur Vorstellung der Studie nicht näher spezifiziert werden. Konkrete Serienpläne für ein Coupé der Marke gibt es aktuell wohl nicht. Oliver Vielleichner, Leiter BMW Alpina, erklärt: „BMW Alpina schließt in unserem Portfolio die Lücke zwischen BMW und Rolls-Royce und eröffnet zusätzliches Potenzial im Top-End-Segment. Mit BMW Alpina bauen wir auf einem substanziellen Erbe und einer globalen Community auf – ohne dabei den Markenkern aus den Augen zu verlieren:
Geschwindigkeit, Komfort und Raffinesse.“
Im Jahr 2027 soll das erste Serienmodell der neuen Marke an den Start gehen: „Inspiriert von der BMW 7er-Reihe, aber unverkennbar BMW Alpina.“ Es ist also eine luxuriöse Limousine mit speziellen Design-Details zu erwarten, vergleichbar mit dem Upgrade der Mercedes-Benz S-Klasse zum Maybach. Die Mannschaft um Familie Bovensiepen im Allgäu will sich künftig neben dem Weinhandel um klassische Automobile kümmern, außerdem wurde der Bovensiepen Zagato als Kleinserien-Coupé vorgestellt. Er nutzt den BMW M4 als Basis. Das neue Karosseriekleid, die Leistungssteigerung des Dreiliter-Reihensechszylinders auf 611 PS und die Manufaktur-Fertigung treiben den Preis auf fast 370.000 Euro.
Fazit
Die Studie Vision BMW Alpina ist ein 5,20 Meter langes V8-Coupé, das traditionelle Design-Elemente der Geschichte der Marken BMW und Alpina im Zeitalter der Neuen Klasse neu interpretiert. Vorerst bleibt es aber bei diesem Einzelstück. 2027 soll der erste neue Alpina unter BMW-Regie auf den Markt kommen, dann als Derivat der 7er-Reihe.
Im Video: Bovensiepen Zagato