Hyundai i20 Sport Jetzt mit 1,0 Liter Dreizylinder-Turbobenziner

Eleganter Kleinwagen mit (zu) viel Schminke



Hyundai i20 Sport

Am i20 wird der schnelle Entwicklungsfortschritt von Hyundai besonders deutlich. Die Vorgängergeneration (gebaut von 2008 bis 2014) war ein farbloser asiatischer Kleinwagen, mehr nicht. Das aktuelle Modell hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und darf nun mit den Klassenbesten mitspielen. Zur Anmutung und dem soliden Auftritt eines VW Polo fehlt nichts mehr. Auch das Karosseriedesign überzeugt voll und ganz. Vor allem als Fünftürer ist der i20 sogar die formal attraktivere Option.

Was bisher noch ein paar deutsche Kunden vom Kauf des Hyundai abgehalten hat, waren die Motorenoptionen. Unter der Haube hat die Entwicklung nicht mit dem Design und Finish mitgehalten. Langsam kommt bei Hyundai (und Konzernschwester Kia) jetzt auch Dampf unter die Benziner-Hauben, und zwar stark verdichtet durch einen Turbolader gepustet.

Nach dem Kia cee´d ist nun der i20 an der Reihe, um sich den neuen – Achtung, jetzt kommt es, DAS Wort! – Downsizing-Motor zwischen die Vorderräder schrauben zu lassen. Es ist der gleiche 1,0 Liter große Dreizylinder-Benziner mit 88 kW / 120 PS.

Die Antriebseiheit wird aus Korea an die europäischen Produktionsstandorte von Hyundai und Kia geliefert, und hier ist wohl noch immer der Kapazitäts-flaschenhals. Nachdem es den Kia cee´d 1.0 auch weiterhin nur als nicht ganz preiswertes GT-Line-Modell gibt, wird er auch beim i20 an ein teures Sondermodell zwangsgekoppelt. Der Name ist ganz einfach: Sport.

Das extrovertierte Design des i20 Sport ist eine Best-Of-Compilation von Hyundais Zubehörprogramm und belebt den Tuninggeist der 90er Jahre wieder. Dazu gehören Frontschürze, Seitenschweller und ein Diffusor am Heck. Der i20 Sport steht auf einem tiefergelegten Sportfahrwerk und 18-Zoll OZ-Leichtmetallrädern. Optional gibt es eine Menge Rallyestreifen in blau und schwarz, aber diese Aufkleber sollte man lieber nicht mitbestellen. So richtig passt das nicht zum klaren Design des Hyundai i20.

Durch die einzige Lackoption Weiß möchte Hyundai gewiss auch eine optische Brücke zum i20-Rallyeauto bauen. Der Preis des i20 Sport: 19.990 Euro. Damit will sich der i20 auch preislich nicht mehr vor der erklärten Gegner VW Polo verstecken, dessen Einliter TSI-Version mit 110 PS-TSI es als Highline ab 18.075 Euro gibt. Im Gegensatz zum müderen 1,4 Liter Vierzylinder im i20 Style kostet der Sport genau 2.090 Euro teurer. Wer also eh Spaß an den Spoilerkits und großen Rädern hat, macht mit dem Turbomotor sogar noch ein mutmaßliches Schnäppchen – genauere Informationen über die inneren Werte des i20 Sport – die Information, auf welcher Ausstattungsvariante er aufbaut – liegen noch nicht vor.

Sobald der Motor in höheren Stückzahlen verfügbar ist, sind nicht nur niedrigere Ausstattungsversionen sondern auch weitere Modellreihen mit dem Dreizylinder zu erwarten, so zum Beispiel der i30. Auch im Tucson werden wir ihn mittelfristig sehen bzw. hören, wetten?

Hyundai i20 Sport

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller
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