Das Elektro-Zwerge-Trio ist komplett: Premiere für den Nissan Pixo.
Der neue Nissan Pixo wiederholt die Kleinstwagen-Geschichte der japanischen Marke. Im Zeitraum von 2009 bis 2013 gab es schon einmal einen Fünftürer im A-Segment namens Pixo. Er wurde nicht in Japan gebaut, sondern entstand als Produkt einer Kooperation mit Suzuki (Alto) in Indien. Der neue Nissan Pixo, der Anfang 2027 zu den Händlern kommt, ist abermals kein echter Japaner. Wie der Micra, der auf dem R5 aufbaut, ist der neue Kleine das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Renault.
Das vierte Elektroauto im aktuellen Nissan-Programm wurde gemeinsam mit dem Renault Twingo und dem Dacia Spring entwickelt. Wie die beiden Brüder läuft der Pixo in Novo Mesto vom Band. Die für die Elektroauto-Produktion umfassend modernisierte Fabrik in Slowenien konnten wir bereits besuchen .
Was unterscheidet den Pixo vom Twingo?
Optisch ist die Verwandtschaft zum Renault Twingo deutlich zu erkennen. Die Grundform der Karosserie mit der schrägen Windschutzscheibe und dem markanten Rahmen um das Fenster an der Heckklappe wurden von den Nissan-Designern beibehalten. Die Front mit der runden Haube und den Kotflügeln ist höher als beim Twingo, der Pixo verzichtet auf das Van-artige „One-Box-Design“. Passend zum Namen zeigen die LED-Elemente in den Scheinwerfern eine Pixel-Grafik. Auch das Heck wirkt voluminöser als das des Twingo.
3.796 Millimeter lang ist der Nissan Pixo, er misst also gerade einmal sieben Millimeter mehr als der Renault. Das Kofferraumvolumen wird mit 356 Litern angegeben, inklusive dem Kellerabteil mit Platz für das Ladekabel. Die Rücksitze sind einzeln verschiebbar. Allgemein dürften Möbel und Platzangebot im Innenraum dem im Twingo entsprechen, eine erste Sitzprobe im Nissan Pixo holen wir bald nach.
Hinter dem Lenkrad werden die für den Fahrer relevanten Informationen auf einem 7-Zoll-Display angezeigt, der Touchscreen für das Infotainment-System hat eine Bildschirmdiagonale von zehn Zoll. Auch der Nissan nutzt Google Software für Navigation, App-Store und Sprachsteuerung (Gemini).
Der Elektromotor mit 60 kW (82 PS) wird von einem 27,5 kWh großen LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) mit Strom versorgt. Die Reichweite nach WLTP-Norm soll bei 259 Kilometern liegen. Für maximale Effizienz unterwegs kann man die One-Pedal-Funktion der Energie-Rekuperation einstellen. Wechselstrom zieht der Pixo über drei Phasen mit 11 kW, am Schnelllader lassen sich über den CCS-Anschluss 50 kW Leistung realisieren.
Was kostet der Nissan Pixo?
Anfang 2027 sollen die ersten Exemplare des Nissan Pixo ausgeliefert werden, erst im Dezember erfahren wir die Preise. Zur Einordnung: Der Renault Twingo wird ab 19.990 Euro angeboten, der einfacher ausgestattete Dacia Spring in der Basis ab 17.900 Euro. Wir gehen davon aus, dass auch der Nissan Pixo auf dem Niveau des Renault liegen wird und bei knapp unter 20.000 Euro in der Basisversion startet.
Fazit
Das elektrische Kleinstwagen-Trio ist komplett. Auf den Renault Twingo und den Dacia Spring folgt Anfang 2027 der neue Nissan Pixo. Er rundet das Nissan-Modellprogramm nach unten ab. Wir rechnen mit einem Grundpreis von knapp unter 20.000 Euro.
Im Video: Entwicklung des Renault Twingo in China