Auf der Paris Motor Show zeigt Peugeot, wie eine Neuauflage des RCZ mit Elektroantrieb aussehen könnte.
Innerhalb des Stellantis-Konzerns ist Peugeot eine der globalen Leitmarken. Diese Position dürfte mehr Spielraum bei der Entwicklung neuer Autos geben. Vielleicht macht die Konzern-Führung auch Geld für einen neuen Sportwagen locker? Die Designer haben schon mal vorgearbeitet. Auf der Paris Motor Show steht die Wiedergeburt des Peugeot RCZ im Rampenlicht.
Damals Diesel, morgen 1.000 Volt
Wir erinnern uns: Das Coupé auf Basis des kompakten 308 wurde von 2010 bis 2015 verkauft, als Benziner und als Diesel. Heutzutage steckt selbstredend ein Elektroantrieb in der Designstudie. Diese zeigt die neue Formensprache der Marke mit dem Namen „Feline Future“ (katzenartige Zukunft). LED-Streifen bestimmen die Front unter den schmalen Scheinwerfern. Auch am Heck ziehen sich Lichtlinien durch das Blech, auch der Markenschriftzug ist rot illuminiert. Über der Mischbereifung mit 21-Zoll-Felgen vorne und 22-Zöllern an der Hinterachse wölbt sich das kuppelförmige Dach über einen viersitzigen Innenraum, der das neue i-Cockpit mit Steer-by-Wire-Lenkung und „Hypersquare“-Element anstelle eines runden Lenkrads zeigt. Das ist keine Spielerei, sondern soll – startend mit dem Nachfolger des Peugeot E-208 schon 2027 in die Serie einfließen. Physische Bedienelemente sind auf einer freischwebenden Mittelkonsole zusammengefasst. Neben Alcantara setzt Peugeot bei der Innenausstattung auf recyceltes Leder.
Wie der kommende E-208 nutzt auch der Peugeot RCZ Vision die STLA-One-Architektur als technische Grundlage. Der Elektroantrieb in der Studie leistet 368 kW (500 PS). Die aerodynamisch optimierte Karosserie soll den Verbrauch auf nur 11,5 kWh/100 km drücken. In der RCZ Vision steckt eine 1.000V-Architektur mit einem nur elf Zentimeter hohen Festkörperakku, den Stellantis in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Factorial Energy entwickelt hat. Die Speicherkapazität wird nicht genannt, wohl aber die Reichweite des Fahrzeugs von 600 Kilometern. Am Schnelllader sollen für die Steigerung des Ladestands von zehn auf 80 Prozent nur zehn Minuten vergehen.
Ein konkretes Serienmodell für die nahe Zukunft dürfte die Studie RCZ Vision nicht vorwegnehmen, zu sehr konzentriert sich das Interesse der Kunden derzeit auf SUV und Crossover-Modelle. Neben der neuen Designsprache zeigt das Coupé-Konzept aber, wie kompakte Festkörperakkus den Designern neue Freiheiten geben.
Fazit
21 Jahre nach dem Ende des Peugeot RCZ zeigen die Franzosen im Rahmen der Paris Motor Show eine gleichnamige Studie als Neuinterpretation des Coupés mit Kuppeldach. In der flachen Karosserie steckt ein Festkörperakku, der hohe Reichweiten und schnelles Laden verspricht. Konkrete Pläne für eine Serienproduktion gibt es noch nicht.
Im Video: Peugeot Hypersquare mit Steer-by-Wire