Sony Vision-S auf der CES 2020 Sony zeigt Elektroauto

Überraschung auf der CES: Sony zeigt das Elektroauto Vision-S.

Man liest es seit einigen Jahren in den Pressemitteilungen etablierter Autohersteller und von Start-ups: Das Auto wandelt sich vom reinen Fortbewegungsmittel zum mobilen Smart Device. Unterhaltungselektronik zieht im immer größeren Stil ein. Da ist die aus automobiler Sicht größte Überraschung auf der CES 2020 (Consumer Electronics Show) eigentlich nur eine logische Konsequenz. Ein Elektronik-Konzern stellt ein neues Auto vor. Sony hat auf der Messe in Las Vegas die Elektro-Limousine Vision-S ins Rampenlicht gerollt.

400 kW aus zwei Elektromotoren

Das 4,90 Meter lange Elektroauto ist anspruchsvoll gestaltet. Die Frontpartie erinnert leicht an den ebenfalls elektrisch angetriebenen Porsche Taycan , die Karosserie mit dem flach abfallenden Dach dürfte auch sonst potenziellen Kunden weltweit gefallen.

Zwei Elektromotoren mit jeweils 200 kW, also insgesamt 400 kW (544 PS) sollen laut Sony über alle vier Räder für Vortrieb sorgen. In 4,8 Sekunden beschleunigt Vision-S auf 100 km/h und wird maximal 240 km/h schnell. Die neu entwickelte Plattform soll neben der gezeigten Limousine auch andere Karosseriekonzepte tragen können.

Sinn und Zweck der Messepräsentation ist für Sony natürlich die Präsentation eigener Technologien und Anwendungen. So verwundert es nicht, dass der Innenraum des Vision-S von Displays dominiert wird. Zwei Kameras anstelle von Außenspiegeln übertragen ihre Bilder auf entsprechende Monitore. Hinter dem Lenkrad blickt der Fahrer auf voll digitale Instrumente. Ähnlich wie im Byton M-Byte besteht das Cockpit über die gesamte Breite aus Bildschirmen, die vom Beifahrer auch für Entertainmentinhalte genutzt werden können. Die Passagiere auf den beiden Einzelsitzen hinten blicken auf… genau, Displays.

Bald im Spiel Gran Turismo?

Sony Vision-S CES 2020

Das Audiosystem mit in die Sitze integrierten Lautsprechern dürfte von der Erfahrung in der Produktion von Kopfhörern profitieren. Über das Internet lassen sich Inhalte auch von außen in das Auto übertragen, neben Musik auch Updates für die Software.

Eine Serienproduktion des Sony Vision-S erscheint unwahrscheinlich, die Studie dient vielmehr dazu, den japanischen Konzern als Systemlieferant in Szene zu setzen. Gut möglich aber, dass man den schicken Vision-S bald als virtuelles Fahrzeug im Computerspiel Gran Turismo auswählen kann.

Teile das!
Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller