Volkswagen in den USA Rückkaufpflicht für 115000 Autos?

Es schien, als ob die neue Führungsmannschaft bei VW die Aufarbeitung des Abgasskandals im Griff hat.

Volkswagen

Es schien, als ob die neue Führungsmannschaft bei VW die Aufarbeitung des Abgasskandals im Griff hat. Aber jetzt kommen doch einige Fehlzündungen hinzu.

Während Markenchef Herbert Diess auf der CES in Las Vegas mal wieder eine Bulli-Studie zeigt (Bericht hier), diesmal voll elektrisch und Teil des Internets der Dinge, bittet man die EU Kommission um Aufschub beim Aufräumen.

Brisanter ist die Gefahr in den USA. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, das Quellen bei Volkswagen von einer möglicherweise gerichtlich verordneten Rückkaufpflicht in den USA ausgehen: Bis zu 115.000 Autos könnten also bald zurück auf die Händlerhöge rollen. Im Idealfall kann und darf man ein Programm aufsetzen, bei dem das „alte“ Auto als Anzahlung für einen stark rabattierten Neuwagen in Zahlung genommen wird. So wären zumindest die Handelsbetriebe in einer guten Position, da sie ja neue Autos verkaufen. Wichtig wäre in dem Fall nur, dass VW den Vertriebspartner nicht auf dem fast unverkäuflichen Gebrauchtwagen sitzen lässt.

Im schlechtesten aller Fälle muss VW (und nochmal: VW und nicht der Händler) das Auto zurückkaufen, weil der geprellte Kunde sich lieber ein anderes Auto kauft. Hier wird sich zeigen, ob und wie weit der Autobauer seinen Händlern unter die Arme greift. Ansonsten droht die nächste potentielle Klagewelle.

Bis Ende Januar soll seitens der Behörden über die Maßnahmenverordnungen entschieden sein. Es bleibt also spannend. BUDD-e hin, e-Golf Touch her.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller