Jozef Kaban wird neuer VW-Designchef Von Skoda über Rolls-Royce zu VW

Ab Juli 2020 hat VW einen neuen Chefdesigner: Den Vater von Octavia und Co.

Auch wenn die Karriereleiter des Slowaken Jozef Kaban eine andere Wendung einschlug als vielleicht geplant, so war der Ausflug zu BMW wohl nicht Schritt zur Seite – er hat einfach für den Sprung nach oben ausgeholt.

Ab 1. Juli 2020 wird Jozef Kaban Designchef der Kernmarke Volkswagen; einem Konzern, bei dem er lange in Diensten stand. Zuvor schon war er im Designteam von VW und Audi, entwarf dann bei Bugatti den Veyron. 2008 wechselte er als Designchef zu Skoda. Er war dort unter anderem für den aktuellen Skoda Superb und Modelle wie den Rapid, Kodiaq oder Octavia verantwortlich. Auch das nach wie vor umstrittene Vieraugengesicht des letzten Octavia-Facelifts wurde unter seiner Aufsicht gestaltet.

2017 wurde sein Wechsel zu BMW verkündet. Ein neuer Input tat (und tut) dem optischen Auftritt der Autos dort gut. Als oberster Gestalter der Marke BMW gab es aber, Gerüchten zufolge, interne Querelen mit Konzern-Chefdesigner Adrian von Hoydonck. Im Frühjahr 2019 wechselte Jozef Kaban intern zur britischen Tochter Rolls-Royce. Angesichts der überschaubaren Modellpalette und der langen Laufzeiten sicherlich nicht das ideale Spielfeld. So verließ Jozef Kaban Rolls-Royce nach nur sechs Monaten.

Bei der Marke VW folgt er auf Klaus Bischoff. Dem gelang es lange Zeit, langlebiges Autodesign zu entwickeln. Ein neuer VW wird von vielen Betrachtern bei der Neuvorstellung als „langweilig“ betitelt, altert aber auch nach vielen Jahren im Straßenbild weniger als manche Mitbewerber.
Klaus Bischoff übernimmt künftig die Leitung des Konzerndesigns, dürfte also weiterhin auf eine sanfte Feder bei VW wachen. Michael Mauer, der bislang in Personalunion das Design bei Porsche und auf Konzernebene verantwortete, konzentriert sich dann wieder voll auf die Sportwagenmarke.

Im Video: Der Skoda Superb iV

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (4), Bernd Conrad (1)