VW Golf Facelift 2024 Das kostet der neue Golf

Update mit Preisen: Der VW Golf bekommt zum Facelift auch ein technisches Update.

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Neues Make-up und mehr zum 50. Geburtstag. 1974 erschien der erste VW Golf. Mittlerweile fährt der kompakte Bestseller in achter Generation. Die bekommt jetzt ein umfangreiches Update, bei VW intern Produktaufwertung genannt. Mit dem Facelift sollen auch Kritikpunkte beim Infotainment gebannt werden.

Das Golf-Facelift im Video

Optisch ist der überarbeitete VW Golf an neuen Scheinwerfern und einem geänderten vorderen Stoßfänger zu erkennen. Als Option ist das überarbeitete Matrix-LED-Lichtsystem IQ.Light zu bekommen, dessen Fernlicht eine Reichweite von bis zu 500 Metern hat. Mit diesem Extra und in den höheren Ausstattungslinien gibt es zudem nicht nur die Lichtleiste im Grill, sondern erstmals auch ein leuchtendes Markenlogo an der Front. Am Heck genügte den Designern ein neues Innenleben der Rückleuchten.

Dezentes Facelift

Mit „Crystal Ice Blue Metallic” (auf den Fotos am Golf Variant zu sehen), „Anemonenblau Metallic“, „Oystersilber Metallic“ und „Grenadillschwarz Metallic“ gibt es vier neue Lacke zu Wahl. Erstmals kann man den VW Golf in der R-Line, als GTE und als GTI mit einem Dach in schwarzer Kontrastfarbe bestellen. Außerdem neu: fünf neue Felgendesigns bis zum 19-Zoll-Format.

Das neue Cockpit

VW Golf Facelift 2024 Fotos Video neu Check Sitzprobe

Signifikanter sind die Änderungen bei Hard- und Software im Interieur. Hier mussten der Golf und seine Konzern-Geschwister bisher Prügel einstecken. Die Zeit der langsamen Systeme und teilweiser Funktionslosigkeit soll vorbei sein. Auch im Golf erblickt man jetzt ein freistehendes Display auf der Mittelkonsole. Das wirkt etwas weniger geschickt ins Auto integriert, soll dafür mehr Bedienkomfort bieten.

Serienmäßig bietet das System „Ready 2 Discover“ einen 10,4 Zoll großen Touchscreen optional sind es mit „Discover“ 12,9 Zoll. Die Leiste mit den Slidern für Audiolautstärke und Temperatursteuerung bleibt, ist aber nachts endlich illuminiert. Diese Neuerungen und die aktuelle Software übernimmt der Golf von anderen aktuellen Modellen der Marke. Dass die Bedienstruktur besser ist als bisher, zeigte nicht zuletzt der Test des VW ID.7.

Bedienung ohne Tücken

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Eine feststehende Icon-Leiste am unteren Rand (Bottom Bar) des Bildschirms erlaubt den direkten Zugriff auf Klimafunktionen. Die Leiste oben (Top Bar) ist teilweise konfigurierbar. Bevorzugte Funktionen wie die Smartphone-Integration lassen sich hier „anpinnen“ und schnell auf Fingerkuppendruck erreichen.

Die digitalen Instrumente wurden leicht überarbeitet, auch ein Head-up-Display wird es wieder geben. Am Multifunktionslenkrad drückt man auf echte Knöpfe, die sich auch Hochglanz-Klavierlack verkneifen. Bei den Sportmodellen GTE und GTI zeigt sich das entsprechende Logo in der unteren Spange.
Bei den Fahrassistenz war der Golf schon bisher gut sortiert. Der „Travel Assist“ funktioniert zuverlässig und entlastet den Fahrer. Neu im Programm sind das ferngesteuerte Ein- und Ausparken über eine Smartphone-App sowie die „Area View“ genannte 360-Grad-Rundumsicht.

Benziner und Diesel

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Auch nach dem Facelift gibt es den VW Golf als Benziner, Diesel und Plug-in Hybrid. Einige Antriebe wurden überarbeitet. Nicht mehr zu haben ist ein Dreizylinder in Form des 1.0 TSI mit 110 PS.

Er wird von einer 85 kW / 115 PS starken Ausbaustufe des 1.5 TSI – Vierzylinder-Benziners abgelöst. Wie das Pendant mit 110 kW / 150 PS ist er in Verbindung mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ein 48-Volt-Mildhybrid. Es gibt beide Varianten auch mit manuellem Sechsganggetriebe, dann ohne Elektrifizierung. 2025 kommt mit dem Golf 2.0 TSI 4Motion ein Allrad-Benziner. Er legt in Sachen Leistung leicht zu: 150 kW / 204 PS statt bisher 190 PS.

Ein weiterer Golf mit manuellem Sechsgang-Getriebe ist der 2.0 TDI mit 85 kW / 115 PS. Der Diesel ist auch mit 110 kW / 150 PS und DSG zu haben.

Plug-in Hybride mit 100 km Reichweite

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Die Plug-in Hybride bekommen den neuen Konzern-Antriebsstrang. Zum unveränderten Elektromotor mit 85 kW (115 PS) gesellt sich der 150 PS starke 1.5 TSI für den Verbrenner-Part. Der Akku hat eine deutlich größere Speicherkapazität von 19,7 kWh (netto nutzbar, Vorgänger 10,6 kWh). Das soll eine elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern ermöglichen.

Auch bei der Lade-Performance wurde nachgelegt. An der Wallbox oder einer öffentlichen Ladesäule zieht der Plug-in Hybrid Wechselstrom dreiphasig mit elf kW (bisher 3,6 kW). Erstmals kann man den PHEV auch am Schnelllader anstöpseln. 50 kW Ladeleistung sind über den CCS-Anschluss möglich.
Der VW Golf eHybrid hat eine Systemleistung von 150 kW / 204 PS. Deutlich zugelegt hat der sportlich auftretende VW Golf GTE, er hat eine Systemleistung von 200 kW / 272 PS. Wie bisher wird es den Golf mit Stecker nur als kompakten Fünftürer, nicht aber als Variant (Kombi) geben. Angesicht der konzerninternen Konkurrenz in Form von Skoda Octavia Combi und Seat / Cupra Leon Sportstourer ist diese Strategie der Wolfsburger nach wie vor nicht einfach zu verstehen.

Der neue Golf GTI

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Neben dem Golf GTE bleibt der GTI Chef im Ring. Der „Hot Hatch“ hat weiterhin den 2.0 TSI unter der Haube, bekam aber eine Leistungsspritze für 20 zusätzliche Pferdestärkten. Der Fünftürer mit Frontantrieb leistet jetzt 195 kW / 265 PS. Später folgt ein rund 300 PS starker GTI Clubsport, außerdem wird es auch ein Facelift für den Golf R mit Allradantrieb und 320 bzw. 333 PS geben.

GTE und GTI leben also weiter, einer fehlt: Der starke Diesel VW Golf GTD wurde im Zuge der Modellpflege aus dem Programm genommen, er erhält keinen Nachfolger.

Ausstattungs-Linien

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Zum Markstart des Golf-Facelift wird es, unterhalb der Sportmodelle GTE und GTI, vier Ausstattungslinien geben. Die Basis Golf kommt mit Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, schlüssellosem Motorstart, Einparksensoren an Front und Heck, Verkehrszeichenerkennung und Geschwindigkeitsregelanlage. Inhalte von Smartphones können via Apple CarPlay oder Android Auto kabellos an das Infotainment übertragen werden.
Der VW Golf Life kommt mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und mehr Chromschmuck. Zudem lässt er das Smartphone induktiv laden, bietet eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Ambientelicht und Komfortsitze und Lendenwirbelstützen vorne. Der Lenkradkranz ist mit Leder bezogen.

Einen edlen Auftritt soll der VW Golf Style hinlegen. Serienmäßig sind neben 17-Zoll-Felgen auch die Performance-Scheinwerfer mit leuchtendem Logo. Dazu kommen ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, 30 wählbare Farben für das Ambientelicht und eine Rückfahrkamera.

Den dynamischen Part übernimmt der Golf R-Line mit speziellen Stoßfängern, Sportsitzen und hochglänzend-schwarzen Designelementen.
Golf GTI und GTE zeigen auch nach dem Facelift ihre Wabenstruktur im vorderen Stoßfänger mit optionalen Nebelscheinwerfern. Rote Details sind Markenzeichen des Benziners, blau ist die Akzentfarbe des elektrifizierten Sport-Golf. Auch das Karomuster auf den Stoffbezügen darf nicht fehlen, Leder gibt es gegen Aufpreis.

Preise

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Der Konfigurator für den überarbeiteten VW Golf startet bei 27.180 Euro für das Basismodell, der Variant ist 1.100 Euro teurer (ab 28.280 Euro). Damit wird der Kompakte etwas günstiger als bisher. Wie das? Zuletzt war der Golf Life mit 110 PS starkem Dreizylinder für 29.275 Euro das Einstiegsmodell, jetzt kostet der Life mit 1.5 TSI und 115 PS 29.280 Euro, also fünf Euro mehr. Der Basisversion unterhalb des Golf Life fehlen u.a. Leichtmetallfelgen, die adaptive Abstandsregelung, Ambientelicht und weitere Komfortextras.

Das Sondermodell Golf Edition 50 auf Basis der Ausstattungslinie Style (ab 34.350 Euro) startet als 1.5 TSI mit Schaltgetriebe und 150 PS bei 36.820. Hier sind u.a. Navigationssystem, 18-Zoll-Felgen, und das schlüssellose Zugangs- und Startsystem "Kessy" serienmäßig. Preise für das Facelit des Golf GTI wurden noch nicht genannt. Der Vorgänger war ab 40.905 Euro zu haben.

Fazit

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Trotz schlechtem Start verzichtet der VW Golf beim Facelift auf starke optische Änderungen. Ein neuer Blick und der geänderte Stoßfänger an der Front sollen reichen. Mehr tut sich innen: Die Infotainment-Software soll stabiler laufen, die Bedienung vereinfacht werden. Nach der ersten Sitzprobe kann man feststellen, dass dieser Plan aufgeht.

Die Plug-in Hybride werden mit hoher Reichweite und besserer Ladeleistung für viele Kunden wieder interessant, der ikonische GTI bekommt ein Leistungsplus von 20 PS.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller
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