Skoda Kodiaq 2021 Der Nasen-Bär

Der neue Skoda Kodiaq im ersten Fahrbericht mit Video-Review.



Mit dem Skoda Kodiaq startete die tschechische Volkswagen-Tochter eine weitere Erfolgsgeschichte, dieses Mal im SUV-Segment. Das erste Sports-Utility-Vehicle der Marke, wenn wir den Trekka mal außen vor lassen, wurde schnell zum Bestseller. Über 620.000 Kodiaqs wurden seitdem gebaut.

Der Skoda Kodiaq im Video

Das turnusgemäße Facelift fällt, wenig überraschend, dezent aus. Die Frontpartie trägt jetzt einen steiler stehenden Grill, der neben einem geänderten Stoßfänger auch Eingriffe ins Blech erforderte: Die Motorhaube ist neu. LED-Scheinwerfer sind ab der Basis Teil der Serienausstattung, die höheren Ausstattungslinien ab Style strahlen mit Matrix-LED in die Nacht. Die neue Nase am SUV, dessen Name an "Ursus arctos middendorffi" (Kodiakbär) erinnert, ist das aufälligste Merkmal des neuen Jahrgangs.

Am Heck gibt es ebenfalls eine neue Schürze und leicht geänderte Rückleuchten. Dazu kommt sanfte Kosmetik innen mit geänderten Materialien und Dekoren. Die Serienausstattung wurde je nach Modell leicht verbessert. Beim getesteten Laurin & Klement gehört beispielsweise die Sitzlüftung für Fahrer und Beifahrer jetzt zur Grundausstattung. Vor dem Facelift war sie eine Option für 470 Euro extra.

Probefahrt mit dem 2.0 TSI

Unter der Haube bleibt alles beim Alten, man kann zwischen Benzinern und Dieselantrieben im Leistungsspektrum von 150 bis 200 PS wählen. Dazu kommt der neuaufgelegte Kodiaq RS. Er dürfte im Modellmix eine kleinere Rolle spielen als bislang. Der doppelt aufgeladene TDI mit 240 PS flog aus dem Programm, das Sportmodell wird jetzt vom 245 PS starken 2.0 TSI-Benziner, den auch der Skoda Octavia RS nutzt, angetrieben.

Zum ersten Kennenlernen waren mit dem Skoda Kodiaq Laurin & Klement 2.0 TSI unterwegs. Sein 140 kW / 190 PS starker Zweiliter-Benziner tritt, wie alle Varianten mit Ausnahme der Basis, in Kombination mit einem 7-Gang-DSG und Allradantrieb auf.

Im geräumigen SUV zeigt sich der Vierzylinder von seiner entspannten Seite. Dank guter Dämmung ist im normalen Fahralltag kaum etwas vom Verbrenner zu hören. Lediglich bei höheren Drehzahlen hebt er die Stimme. Mit einem früh anliegenden Drehmomentgipfel von 320 Newtonmetern bei 1.500 – 4.100 U/min schickt das DSG die virtuelle Nadel des Drehzahlmessers aber nur bei sehr schwerem Gasfuß in höhere Regionen.

Dann steigt auch der Benzinverbrauch. Wer mit einem SUV viele Kilometer reißt und dabei auch mal fixer unterwegs sein will, sollte zum 2.0 TDI mit 200 PS greifen. Auf Landstraßen und tempolimitierten Autobahnen pendelte sich der Verbrauch des Benziners bei knapp unter zehn Litern je 100 Kilometern ein. Das schlagende Argument der Anhängelast ist kein großer Vorteil für den Diesel mehr. Mit 2.200 Kilogramm darf der TSI nur derer 100 weniger ziehen. Für die meisten Wohnwagen reicht auch dieser Wert aus.

Gewohnt viel Platz

Skoda Kodiaq Facelift 2021 Fahrbericht Test Video Review

Das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern bietet auch weiterhin nur drei einstellbare Modi, die fast stufenlose Verstellung gibt es nicht. Im Normalmodus bietet der Kodiaq auch mit optionalen 20-Zoll-Felgen ausreichend Reserven. Im Komfort-Modus wird er flauschiger, schwingt nach Bodenwellen aber auch leicht nach. Das ist nicht für jeden Mitfahrer angenehm. Die Sport-Einstellung kann man getrost deaktiviert lassen, denn die Härte passt nicht zum Familien-SUV.

Fahrer und Passagiere freuen sich über unverändert großzügige Platzverhältnisse in alle Richtungen. Die optionale dritte Reihe mit zwei Zusatzstühlen sollte nur von Kindern genutzt werden. Bei Nichtgebrauch lässt sich das Mobiliar in den Kofferraumboden klappen.

Das kostet der Skoda Kodiaq

Skoda Kodiaq Facelift 2021 Fahrbericht Test Video Review

Die Grundpreise des Kodiaq bleiben mit dem Facelift unverändert. Los geht es mit dem Kodiaq Active 1.5 TSI für 29.990 Euro. Die Serienausstattung wurde um LED-Scheinwerfer erweitert. Ab der dritten Ausstattungslinie Style sind, wie oben erwähnt, Matrix-LED serienmäßig. Beim Kodiaq Sportline fährt jetzt das DCC stets mit, beim Laurin & Klement die Sitzlüftung für Fahrer und Beifahrer.

Der verhältnismäßig niedrige Grundpreis ist nur eine Seite der Medaille. Viele Pakete und nette Optionen sorgen mittlerweile dafür, dass auch ein Skoda Kodiaq preislich in hohe Regionen wandern kann. Als Laurin & Klement mit 2.0 TSI-Motor kostet er ab 46.740 Euro. Der hier gezeigte Testwagen mit „einmal alles“ hat einen Listenpreis von stolzen 61.300 Euro.

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Fazit

Skoda Kodiaq Facelift 2021 Fahrbericht Test Video Review

Der Skoda Kodiaq tritt nach dem Facelift optisch entschlossener auf, der Innenraum wirkt nochmals hochwertiger. Damit bleibt der Tscheche weiterhin ein guter Tipp für Kunden mit viel Platzbedarf. Technische Updates gibt es, vom Comeback des RS mal abgesehen, aber nicht. Wer auch einen elektrifizierten Antrieb in Form des Plug-in Hybrid aus dem Konzernregal gehofft hat, muss sich beim VW Tiguan oder dem Seat Tarraco umschauen.

Technische Daten

Skoda Kodiaq 2.0 TSI 4x4 Laurin & Klement

Hubraum 1.984 ccm
Anzahl und Bauform Zylinder 4 in Reihe
Maximale Leistung kW / PS 140 kW / 190 PS bei 4.200 - 6.000 U/min
Max. Drehmoment 320 Nm bei 1.500 - 4.100 U/min
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Beschleuningung 0-100 km/h 7,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 216 km/h
Norm-Verbrauch auf 100km 7,0 Liter (NEFZ)
Verbrauch real auf 100km 9,9 Liter (laut Bordcomputer)
Leergewicht 1.924 kg
Anhängelast (gebremst) 2.200 kg, Stützlast 100 kg
Länge / Breite / Höhe 4.699 / 1.882 / 1.688 mm
Grundpreis 46.740 Euro
Testwagenpreis 61.300 Euro
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Text: Bernd Conrad
Bilder: Skoda (2), Andreas Hof, Bernd Conrad