Analoge Instrumente mit MIB3 Klassische Uhrensammlung

Alle neuen Modelle des VW-Konzerns kommen mit digitalen Instrumenten. Jetzt zeigt der VW Caddy klassische, analoge Instrumente.

Der VW Golf 8 gab im Spätsommer 2019 den Startschuss für ein wahres Neuheitenfeuerwerk. Möglichst schnell stellte der Konzern mit seinen Marken die Produktion seiner Kompaktmodelle auf den neuen MQB-Evo-Baukasten um. Seat Leon, Skoda Octavia und Audi A3 folgten im kurzen Abstand, auch Volkswagen Nutzfahrzeuge nutzt die neue Basis für den Caddy.

Die Caddy-Instrumente im Video

Teil der Architektur ist auch das Infotainment der neuesten Generation, MIB3 (Modularer Infotainment Baukasten der 3. Generation). Je nach Ausstattung sind die Fahrzeuge mit großen Navigationssystemen, den kritikwürdigen Slidern für Lautstärke und Temperaturkontrolle sowie eSIM für steten Onlinezugang ausgestattet.

Leon, Octavia und Caddy mit Runduhren

Auch digitale Instrumente gehören markenübergreifend zum neuen Anspruch. Aber sie sind nicht überall serienmäßig. Einen VW Golf oder Audi A8 bekommt man nicht ohne Display hinter dem Lenkrad. Beim Skoda Octavia fährt das Basismodell Active jedoch stets mit klassischen Runduhren für Drehzahlmesser in Tacho vor. Im Octavia Ambition sind digitale Instrumente als Option zu haben, bei den Varianten Style, First Edition und RS serienmäßig. Beim Seat Leon vertraut die Basis Reference auf gedruckte Rundinstrumente mit Zeigern, ab Style wird es digital.

Versuche seitens AUTONOTIZEN, Testwagen diesseits der teuren und teils von Kunden nicht gewünschten Digital-Schlacht zu erhalten, schlugen bislang fehl. Das ist kaum verwunderlich, weil die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge ja meist gut bis sehr gut ausgestattet sind. Einen VW Golf mit dem serienmäßigen 8,25-Zoll-Radio? Nicht möglich, es kommt immer das größere System. Ein Seat Leon Reference? Nicht im Fuhrpark.

Virtual Cockpit in höheren Linien

Analoge Instrumente VW Caddy Seat Leon Skoda Octavia MIB3 MQB

Auch der VW Caddy Style , der für einen Fahrbericht zur Verfügung stand, hatte die bei ihm serienmäßigen Instrumente als Teil des „Innovision Cockpit“ im Armaturenbrett. Aber da stand auch noch ein roter Caddy Cargo herum. Der Lieferwagen hat zwar das 10-Zoll-Navigationssystem mit Touchscreen und erwähntem Slider eingebaut, aber analoge Instrumente.

Grund genug für eine Testfahrt mit diesem Fahrzeug und einer Begutachtung der Instrumente. In deren Mitte zeigte sich sogar ein mehr als klassisches Monochrom-Display, erst mit der Option „Multifunktionsanzeige Plus“ wird das farbig. Wer einen höheren vierstelligen Betrag in ein Paket mit dem „Tavel Assist“ für teilautomatisiertes Fahren investiert, blickt dann auch auf animierte Darstellungen.

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Die Grafik der Instrumente unterscheidet sich je nach Modell. Das Cockpit des Caddy konnten wir jetzt also, auch für das Video zu diesem Artikel, in Augenschein nehmen. Beim Skoda Octavia wird das Armaturenbrett des Active zumindest in der Verkaufsbroschüre gezeigt. Der Leon Reference versteckt sich noch. Wir bleiben dran! Warum? Einfach so.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Matthias Gill, Bernd Conrad