Chinesen planen Markteintritt BYD Auto kommt nach Europa

Bei uns ist BYD noch relativ unbekannt, das soll sich aber ändern. Zuerst in Norwegen an der Reihe.



BYD (Build Your Dreams) ist für viele Europäer noch ein unbekanntes Kürzel. Das Unternehmen gehört zu den „Hidden Players“, ist einer der weltweit größten Hersteller von Akkus – zum Beispiel in Mobiltelefonen. Mit der Übernahme des Staatbetriebs Xi'an Tsinchuan Auto Co., Ltd. Stieg BYD 2003 in das Automobilgeschäft ein und nutzte hier seine Erfahrungen im Bau von Batterien. BYD Auto, wie die Marke heißt, gilt als einer der größten Elektroautohersteller in China.

Freie Importeure hatten bereits vor einiger Zeit den Import nach Europa gewagt, AUTONOTIZEN konnte 2016 den Elektrovan BYD e6 fahren . Auch Elektrobusse mit den drei Buchstaben im Logo fahren bereits auf europäischen Straßen.

SUV und Nutzfahrzeuge

Jetzt haben die Chinesen den Startschuss für eine umfängliche Europastrategie mit Pkw und Nutzfahrzeugen gegeben. Wie bei vielen anderen Elektroautos zuvor wird Norwegen der erste europäische Markt für BYD. Dort soll im Laufe des Jahres der Verkauf des SUV BYD Tang starten.
Der BYD Tang wird in China auch als Plug-in Hybrid angeboten. Mit dem Zusatznamen EV600 soll er als rein elektrische Version nach NEFZ eine Reichweite von 520 Kilometern bieten. Die Akkukapazität liegt bei 82,8 kWh. Detaillierte technische Daten und den Preis des Allradlers mit zwei Elektromotoren will BYD später verraten.

Neben dem SUV plant BYD auch den Marktstart elektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge in Europa. Dazu zählen ein Kastenwagen, Lastwagen mit 7,5 und 19 Tonnen maximalen Gesamtgewicht und ein Traktor für den landwirtschaftlichen Einsatz.

Isbrand Ho, Chef von BYD Europe, erklärt den Fahrplan: „Norwegen ist in Europa der am meisten fortgeschrittene Markt, wenn es um das Thema Elektroauto und die Ladeinfrastruktur geht. Wir werden sehen, wie wir dort Fuß fassen. Auf längere Sicht wollen wir den Verkauf von Pkw auch in europäischen Märkten außerhalb Norwegens in Angriff nehmen.“

In welchen Märkten die BYD-Nutzfahrzeuge angeboten werden, ist aktuell noch nicht bekannt.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (4), Bernd Conrad (1)
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