Lada Niva Russland 2020 Die Wiedergeburt

Seit 20 Jahren gibt es den "neuen" Niva in Russland. Er wird jetzt nicht mehr als Chevrolet, sondern wieder als Lada verkauft.



Im Jahr 2000 hat der Lada-Hersteller AvtoVAZ in Russland den neuen Niva vorgestellt. Zwei Jahre später ging dieses Modell in das Joint Venture mit General Motors ein und wurde seitdem als Chevrolet Niva verkauft. Wir erinnern uns: Der klassische Lade Niva lief parallel und auch bei uns als Lada 4x4 sowie in weiteren Versionen mit verschiedenen Namen weiter.

Im Dezember 2019 ist General Motors aus dem Gemeinschaftsunternehmen in Russland ausgestiegen, AvtoVAZ hat den 50-Prozent-Anteil der Amerikaner gekauft. In diesem Monat änderte sich das Markenlogo des Niva erneut.

Über 700.000 Autos gebaut

Der Geländewagen mit Allradantrieb wird jetzt, nach über 700.000 Exemplaren, wieder als Lada gebaut und verkauft. „Über 300 Händler und Servicecenter“ kümmern sich nach einer Mitteilung um den Niva und den Rest der Modellpalette. Angesicht der Größe Russlands eine nicht wirklich beeindruckende Zahl.

Deutsche Kunden und Fans der Marke Lada dürften den „neuen“ Niva allenfalls nickend zu Kenntnis nehmen. Denn auch das zusätzliche Angebot auf dem Heimatmarkt, parallel zum 4x4, ändert nichts am angekündigten Rückzug der Marke aus Westeuropa.

Renault will sich hier auf Dacia als Budgetmarke konzentrieren. Langfristig dürfte das AvtoVAZ-Werk in Togliatti wohl zur Produktionsstätte von Renault- und Dacia-Modellen werden, die dann in Russland als Lada verkauft werden. Die erste Generation des Dacia Logan MCV ist als Lada Largus bereits auf dem Markt.

Rückzug aus Deutschland

Lada Niva Russland Neu

Der deutsche Lada-Importeur verkauft aktuell noch einen bevorrateten Lagerbestand des kompakten Lada Vesta als Kombi (SW) und Limousine. Der Lada 4x4 ist als Dreitürer und auch in einer Version mit längerem Radstand und fünf Türen im Angebot. Ob zumindest sein Verkauf über den Umweg einer Auftragsproduktion in Russland weitergehen kann, ist weiterhin nicht bekannt. Die kleineren Modellreihen Kalina und Granta sind nicht mehr im Programm.

Im Video: Lada Vesta SW Cross

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller
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