Jaguar XE und XF Facelift 2021 Bye bye, V6

Jaguar überarbeitet die Bauhreihen XE und XF. Mit dem Facelift beim XF fliegt der V6-Diesel aus dem Programm.



Jaguar gönnt sich auf der Auffrischung seiner Modellpalette keine Pause. Noch vor Ende des Jahres 2020 folgen nach den Überarbeitungen des Sportwagens F-Type und des SUV F-Pace die Facelifts der Mittelklassebaureihen XE und XF.

Facelift für den XF

Der Jaguar XF, weiterhin als Limousine und Kombi namens Sportbrake zu haben, ist an der Front anhand eines neuen Stoßfängers, einem Kühlergrill mit neuer Struktur und LED-Scheinwerfern mit geänderter Tagfahrlichtsignatur erkennbar. Je nach Ausstattung gibt es optional „wischende“ Blinker und Pixel-LED-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlichtassistent. Der springende Jaguar verziert die Lüftungselemente an den vorderen Kotflügeln. Auch am Heck wurde der Stoßfänger geändert. Die Rückleuchten der XF Limousine sind dunkel getönt.

Im Cockpit zieht das mit dem Land Rover Defender eingeführte Infotainmentsystem, je nach Ausbaustufe Pivi oder Pivi Pro genannt, ein. Der Touchscreen misst 11,4 Zoll in der Diagonale. Auch das Bedienteil der Klimaautomatik wurde neugestaltet. Anstelle des Drehreglers wartet ein Wählhebel auf Befehle zur Getriebesteuerung der serienmäßigen Achtgang-Automatik.

Neue Türverkleidungen, andere Materialien und optional ein digitaler Innenspiegel mit Kamerabild auf einem Display komplettieren die Änderungen im Interieur.

Nur noch Vierzylinder im Angebot

Jaguar XE XF Facelift Mild Hybrid Modelljahr 2021

Der V6-Diesel fliegt beim Jaguar XF aus dem Programm, Limousine und Kombi sind ausschließlich mit Zweiliter-Vierzylindermotoren lieferbar. Zudem wird das Angebot deutlich gestrafft.

Der Diesel Jaguar XF D200 hat 150 kW / 204 PS, alternativ zum Hinterradantrieb gibt es gegen Aufpreis eine Allradvariante. Der Selbstzünder hat ein Mildhybrid-System an Bord. Das maximale Drehmoment liegt bei 430 Nm. Den Benziner gibt es als P250 mit 184 kW / 250 PS und Hinterradantrieb oder als P300 mit 221 kW / 300 PS als Allradler. Sein Drehmoment gipfelt in 400 Nm.

Im Gegensatz zum Jaguar F-Pace ist für den XF weiterhin kein Plug-in Hybrid vorgesehen. Mit einer solchen Variante hätte die Baureihe, vor allem als Sportbrake, höhere Chancen bei Firmenwagenkunden.

Die Preisliste des überarbeiteten Jaguar XF beginnt bei 49.909,24 Euro (16 Prozent MwSt., mit 19 Prozent 51.200 Euro) für die Limousine und bei 52.970,08 Euro (54.340 Euro) für den Sportbrake. Bislang startete die Baureihe bei 43.027,23 Euro, dann aber als Diesel 20d mit 163 PS und manuellem Getriebe.

Technik-Update für den XE

Jaguar XE XF Facelift Mild Hybrid Modelljahr 2021

Auch der kleinere Jaguar XE, mit dem die Briten gegen Konkurrenten wie den BMW 3er und Audi A4 antreten, bekommt eine Auffrischung und übernimmt das Motorenprogramm des größeren XF inklusive Mildhybrid-Diesel. Der feine Unterschied: XE-Kunden können auch den Benziner P250 gegen Aufpreis mit Allradantrieb bestellen.

Das Pivi Pro-Infotainmentsystem ist im Jaguar XE über einen 10 Zoll großen Bildschirm bedienbar. Wie im XF sind Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig.

Der Jaguar XE kostet im neuen Modelljahr ab 43.378,15 Euro (mit 19 Prozent MwSt. 44.500 Euro). Er wird im Vergleich zum bisherigen 180 PS-Diesel um circa 800 Euro teurer. Zum Marktstart gibt es das Sondermodell XE R-Dynamik Black Pack mit 19-Zoll-Felgen, roten Bremssätteln, Optikpaket und Pivi Pro Infotainmentsystem. Die Edition kostet ab 48.007,48 (49.250) Euro. Jaguar verspricht einen Preisvorteil von 5.500 Euro im Vergleich zu einem entsprechend ausgestatteten Serienmodell.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller