Suzuki Baleno Der große Bruder des Swift.

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Suzuki Baleno

Baleno. Was klingt wie ein Schokoriegel im Kassenregal war in den 1990er Jahren die Modellbezeichnung für einen eher semierfolgreichen Suzuki. Wie damals bei fast allen japanischen Herstellern war der Baleno als dreitüriges Fließheck und als viertürige Stufenhecklimousine lieferbar, dazu kam beim Suzuki noch ein Kombi.

Auf dem Genfer Salon hat Suzuki zwei Studien gezeigt, die das Signal gaben, das Suzuki nicht mehr nur Brot-und-Butter-Autos herstellen will. Gut, der Swift ist ein fesch gezeichneter Kleinwagen und als Sportmodell macht er auch Laune. Eine dieser Studien, nämlich ik-2 wird nur sechs Monate später auf der IAA als Serienmodell gezeigt. Bevor man lange einen neuen Namen suchen und diesen eintragen muss, wird eben Baleno wieder aus der Schublade gezogen.

Suzuki hat ein Profilfoto vom neuen Auto veröffentlicht. Unten findet Ihr zum Vergleich die Studie ik-2 in gleicher Ansicht. Verblüffend, wie nah das Serienmodell am Konzeptauto ist. Die Front ist etwas länger (Thema EU-Fußgängerschutzverodnungen), die Seitenschweller weniger ausgeprägt und eine Dachantenne wurde aufgeschraubt. 2,52 Meter Randstand hat der Baleno, das entspricht ungefähr dem Maß des Golf IV (der hatte 2,51 Meter). Knapp vier Meter Länge parken den Baleno nicht unbedingt im Kompaktsegment, wie Suzuki das gerne hätte, sondern eher in der Grauzone zwischen Kleinwagensegment und dem Golf-Revier. Ähnlich verfährt Suzuki auch beim Swift (kleiner als Polo und Co.). Neben dem kleinen Bruder kann sich der Baleno durchaus sehen lassen, die Linie ist auf jeden Fall eigenständig. Hätten Suzuki nicht relativ triste Modelle wie Celerio, SX4 und Vitara im Programm, man könnte fast von der zweiten japanischen Designmarke neben Mazda sprechen.

Es ist anzunehmen, dass der in der ik-2 Studie verbaute 1.0 Liter Dreizylinder-Motor auch seinen Weg in den Baleno findet. Es wird beim Fünftürer als einzige Karosserievariante bleiben. Mitte September wissen wir dazu mehr und können sicherlich auch aus der Preisliste vorlesen.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller