VW Up Facelift Zahnspange und fetter Sound

Der rollende Bass

VW Up

Nach bald fünf Jahren Bauzeit hat VW den kleinen Up zur Kosmetik geschickt. Wie das im Kindesalter so ist, kommt irgendwann eine fette Zahnspange.

Daran erinnert die stärker modellierte Stoßfängerkontur an der Front, Oben drüber gibt es – um wohl zu zeigen, dass sich in Sachen e-up nichts Neues tut? – eine breitete Kühleröffnung. Das entfernt den Up optisch vom niedlichen Kleinwagen, er will wohl jetzt ein richtiger VW sein. Wäre er mit komplett geschlossener Front zwar auch, und noch damit eine schöne Erinnerung an alte Monokulturen aus Wolfsburg, aber gut.

VW Up

Denn zeitgleich mit dem Facelift, das auf dem Genfer Salon (3. Bis 13. März) Premiere feiert, gibt es einen Leistungszuschlag. 90 PS stemmt der Up TSI auf die Kurbelwelle. Nachdem das, neben einer weiter verbesserten Mobiltelefon-Connectivity, die einzige technische Neuerung ist, können wir wieder über das Design reden. Der Up hat jetzt auch Blinker und den Außenspiegeln, neue Rückleuchtengrafiken und einen dezent veränderten Heckstoßfänger. Neue Farben in Verbindung mit separat wählbaren Kontrasten für das Dach und das Armaturenbrett sollen den Spieltrieb der ach so hippen Zielgruppe weiter fördern. Dabei erinnere ich mich aber daran, dass der White Up zur Einführung der Modellreihe damals optisch einem Apple-Auto am nächsten war.

Zumindest auf die Ohren gibt es aus dem gleichen Hause. Denn für das Sondermodell Beats Up macht VW gemeinsame Sache mit den Jungs von BeatsAudio, der urspürnglich von Dr. Dre mitgegründeten Kopfhörerfirma. Ein 300 Watt starkes Soundsystem soll im kleinen Volkswagen ordentlich Bass, Mitten und Höhen auf die Ohren geben.

VW Up

Klassische Modellpflege eben, ohne große Sprünge. Denn der Kleinwagen ist halt kein SUV, was wie bei allen Herstellern gerade mit großem Brimborium beworben wird. Aber da gibt es bei VW in Genf auch etwas zu sehen. Doch das ist eine andere Geschichte. Und die wird ein anderes Mal erzählt.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller