Atieva Atvus Schön Ding will Weile haben

Atieva heißt eine weitere neue Elektroautofirma. Der Prototyp sieht lecker aus.

Neue Elektroauto-Unternehmen sprießen aus dem Boden wie Bambus, chinesisches Investorengeld ist ein fruchtbarer Boden. Neben NextEV und Faraday Future will auch die junge Firma Atieva ein Auto auf den Markt bringen, das vor allem gegen das Tesla Model S positioniert werden soll: Der Name: Atvus.

Atieva Atvus

Die amerikanische Website Recode hat nun ein grobpixeliges Bild des neuen Autos veröffentlicht. Die Seitenansicht stammt aus einem Dokument, das der kalifornischen Regierung in einem Genehmigungsverfahren zuging. Der Firmensitz von Atieva wird nämlich im Sonnenstart sein, während die Produktion vorerst in der chinesischen Fabrik von Dayang, einem Hersteller von elektrischen Rollern, Motorrädern und Minicars, stattfinden soll. Stutzig macht da nur, dass die Website dieser Firma nicht erreichbar ist.

Zu den Investoren zählen der chinesische Autohersteller BAIC und LeEco, ein Internet- und Technologieunternehmen, das übrigens hinter Faraday Future steht und zusätzlich ein weiteres, eigenes Elektroauto namens LeSEE entwickelt.

Technische Details zum Atieva Atvus sind noch nicht bekannt, außer der Aussage, dass er von 0 bis 100 km/h in unter drei Sekunden beschleunigen soll. Die Technologie wird von Atieva in einem umgebauten Mercedes Vito namens Edna getestet, der trotz der Kastenform angeblich nur 3,1 Sekunden für den Sprint benötigt. 2018 soll der Atvus nach Firmenangaben in den USA verkauft werden, danach auch in China.

Atieva Atvus

Wenn das Auto so auf den Markt kommt, wie es das Bild voraussagt, können wir uns meiner Meinung nach auf eine Augenweide gefasst machen. Klare und vor allem reduzierte Linien, aber dennoch eine eigenständige Karosserie. Die teilweise verkleideten Hinterräder sind ein aerodynamischer Kniff, den sich ruhig mehr Autohersteller trauen können – aber die verkaufen ja weiterhin lieber teure Alufelgen. Hoffen wir also mal, dass das Atvus-Design keine Totgeburt ist.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Recode.com, Atieva Website