Audi e-tron Cockpit Keine Außenspiegel mehr

Audi zeigt den Innenraum des elektrischen SUV e-tron.

Die große Premierenparty für den vollelektrischen Audi e-tron, die Ende August 2018 in Brüssel steigen sollte, ist zwar abgesagt und auf Anfang 2019 (in den USA) verschoben. Jetzt zeigt Audi aber zumindest den Innenraum des Batterie-SUV. Der zeigt auf den ersten Blick wenig Neues, solange man nur nach vorne schaut.

Audi e-tron Cockpit Außenspiegel Display

Das Cockpit des Audi e-tron zeigt virtuelle Instrumente hinter dem Lenkrad und zwei große Touchscreen-Flächen in der Mittelkonsole. Das ist aus den letzten Neuheiten der Marke (A8, A7, A6) bekannt, leider auch die zu tiefe Positionierung des oberen Monitors. Das Armaturenbrett ist deutlich in Richtung Fahrer ausgerichtet, der zudem von teil beleuchteten Zierelementen auch in den Türverkleidungen umarmt wird.

Das Virtual Cockpit genannte Instrumentendisplay steckt zwar weiterhin unter einer Hutze, um bei allen Lichtverhältnissen eine optimale Ablesbarkeit zu gewährleisten, steht darunter aber frei wie ein Flachbildfernseher. Leichtigkeit soll auch die flache, scheinbar schwebende Mittelkonsole vermitteln, die durch einen fehlenden Getriebetunnel möglich wird.

Audi e-tron Cockpit Außenspiegel Display

Alles okay aber wenig revolutionär, da wirkt ein Porsche Panamera innen nicht älter. Bis man an die Seite schaut. Die Serienversion des Audi e-tron wird Kameras statt Außenspiegel tragen. Ihr Bild wird auf 7-Zoll-OLED-Displays an der vorderen Ecke der jeweiligen Seitentür projiziert. Hier sollen sich zudem verschiedene Modi, beispielsweise für die Autobahnfahrt, Parken und Abbiegen einstellen. Eher eine Spielerei dürfte eine Zoom-Funktion sein, die wenn dann Privatdetektive bei einer Observation zu schätzen wissen.

Wem das Elektroauto dann doch irgendwie zu leise ist, der investiert wohl in ein 705 Watt starkes Soundsystem der dänischen Marke Bang & Olufsen (deren Lizenz für den Automotive-Bereich an Harman gegeben wurde). Preise dafür und auch für den Audi e-tron an sich gibt es noch nicht. Aber mit der Kalkulation haben die Planer in Ingolstadt aufgrund der Verschiebung jetzt ja auch mehr Zeit.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller