Autonom fahrender Hyundai Ioniq Fahrerlos auf der Partymeile

Zwei selbstfahrende Hyundai Ioniq wühlen sich durch das grelle Las Vegas.



Der Hyundai Ionig fährt je nach Modellwahl mit Hybridunterstützung, elektrisch oder ab Sommer teilelektrisch als Plug-in-Hybrid. Und dieser Tage zusätzlich ganz alleine ohne Fahrer. Das aber vorerst nur in Las Vegas. Im Rahmen der dort aktuell stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) schickt Hyundai zwei Ioniq Autonomous Concept durch die Spielerstadt.

Autonom fahrender Hyundai Ioniq

Las Vegas mit den vielen grell beleuchteten Gebäuden und hektischem Verkehr vor allem nachts stellt dabei eine besondere Herausforderung für die Sensoren und Kameras eines selbstfahrenden Autos dar. Wird eine rote Ampel, umgeben von Neonreklametafeln sicher erkannt? Bremst das Auto vor Bodenschwellen ab, die in Las Vegas durchaus rumplig sein können?

Optisch wirkt der Ioniq Autonomous Concept nicht anders als die Elektroversion mit Fahrer auf dem Sitz vorne links. Im Auto ist ein Laser-Lidar-System verbaut, das den Bereich vor dem Hyundai in einem weiten Winkel von 130 Grad überwacht. Dazu kommen ein Fern- und Mittelbereichsradar, die weiter in die Ferne schauen. An den Fahrzeugseiten sind zusätzliche Lidar-Sensoren untergebracht, am Heck vertraut man wiederrum auf ein Radar-System. Drei Stereokameras lesen Verkehrszeichen, die Fahrbahnbegrenzungslinien und werten Ampelfarben sowie die Position von Fußgängern aus.

Autonom fahrender Hyundai Ioniq

Das Navigationssystem in den beiden Forschungsfahrzeugen ist entsprechend gepimpt, es enthält detaillierte Informationen zu Fahrbahnbreite, Topografie und Kurvenradien. Mittels GPS kann damit die exakte Position des Autos nicht nur bestimmt sondern vom Computergehirn auch analysiert werden. Kaum ein Hersteller forscht aktuell nicht an selbstfahrenden Autos. Wie zukunftssicher der Job des Fahrlehrers wohl noch ist?

Henrik Christensen, ein bekannter Computerwissenschaftler auf dem Feld der Robotik, hat jüngst in einem Interview mit „The San Diego Union – Tribute“ erklärt: „Meine Vorhersage ist, dass Kinder, die heute geboren werden, nicht mehr selber Autofahren werden.“ Autonome Autos als integraler Bestandteil unsers Lebens sind seiner Ansicht nach noch zehn bis maximal 15 Jahre entfernt.

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Text: Bernd Conrad
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