Toyota Urban Cruiser 2025

Toyota Urban Cruiser 2025 Aus Indien für Europa

4:18 Min.

Der Toyota Urban Cruiser kommt als Bruder des Suzuki eVitara. Erster Check im Video!

Toyota hat auf der Brüssel Motor Show im Januar 2025 den neuen Urban Cruiser vorgestellt, kurz danach konnten wir zum ersten Check mit Sitzprobe antreten. Das SUV-Crossover-Modell im kompakten Format nutzt eine Modellbezeichnung, die von den Japanern bereits im Zeitraum 2009 bis 2014 genutzt wurde. Zudem gab es im Zeitraum 2020 bis 2022 eine zweite Generation des Urban Cruiser, aber nur in Indien und auf Basis eines Suzuki-SUV.

Toyota-Suzuki-Kooperation

Der neue Toyota Urban Cruiser entstand erneut in Kooperation mit Suzuki. Dort wird das Modell als eVitara vermarktet. Karosserie und Technik sind weitgehend identisch. Mit markenspezifischem Design an der Front, die sich stilistisch am bZ4X orientiert, soll sich der Urban Cruiser aber ohne Umwege ins Modellprogramm der Marke Toyota einsortieren. Der Fünftürer ist 4,29 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,64 Metert hoch.

Die Einführung des neuen Modells ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Multi-Path-Strategie von Toyota, den Kunden in Europa eine breite Auswahl elektrifizierter Antriebstechnologien anzubieten. Bis 2026 wird die Modellpalette von Toyota 15 emissionsfreie Fahrzeuge umfassen, darunter sechs batterieelektrische Fahrzeuge, die auf einer eigenen Plattform basieren. Damit ist er etwas größer als der Toyota Yaris Cross Hybrid, den der Urban Cruiser auch beim Platzangebot im Innenraum übertreffen soll. Eine verschiebbare Rücksitzbank mit dreigeteilt vorklappbarer Lehne (40:20:40) erhöht die Variabilität.

Das Cockpit mit prägnanten Lüftungsdüsen und Zweispeichen-Lenkrad teilt sich der Urban Cruiser mit dem Vitara, wobei die Marken jeweils spezifische Infotainment-Software verwenden dürften. Das Navigationssystem mit Online-Anbindung nutzt zusätzlich Daten aus einem Cloud-Server. Über eine App kann aus der Ferne der Ladezustand abgefragt werden, zudem lässt sich das Laden auch vom Smartphone aus steuern.

Der LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) wird in zwei Größen angeboten. Mit 49 kWh Speicherkapazität bestromt er einen Frontmotor, der 106 kW (144 PS) leistet. Außerdem gibt es für den Toyota Urban Cruiser eine Variante mit 61 kWh großem Akku und 128 kW (174 PS) Motorleistung. In Verbindung mit der größeren Batterie kann man auch ein Allrad-Modell wählen, wobei eine zweite E-Maschine mit 48 kW die Hinterräder antreibt. Die Systemleistung gibt Toyota mit 135 kW (184 PS) an. Eine Wärmepumpe und eine manuell bedienbare Batterie-Vorheizung zur Konditionierung vor einem Ladestopp sind stets serienmäßig. Wechselstrom verspeist der Toyota Urban Cruiser über drei Phasen mit 11 kW, am Schnelllader soll die Variante mit großem Akku eine Ladeleistung von bis zu 150 kW erreichen.

Check mit Sitzprobe

Die Rücksitzbank lässt sich manuell um 16 Zentimeter in der Länge verschieben.

Bei der ersten Sitzprobe gefällt der üppige Beinraum im Fond des kompakten Elektro-SUV. Die Bank lässt sich zweigeteilt um 16 Zentimeter verschieben, um bei mehr Ladebedarf (das Kofferraumvolumen wird noch nicht verraten) den Kofferraum zu vergrößern. Der Akku im Fahrzeugboden und das nach hinten abfallende Dach schränken das Wohlbefinden jedoch für große Menschen ein. Man muss die Beine recht stark anwinkeln, zudem drückt der Dachhimmel auf die Frisur. Vorne passt es besser auf großzügig geschnittenene Sesseln. In der höchsten von mutmaßlich drei geplanten Ausstattungslinien ist der Fahrersitz elektrisch einstellbar. Dem manuell justierbaren Fahrersitz fehlt leider eine Höhenverstellung.

Die großen Displays im Cockpit bieten eine gute Auflösung. Ein Head-up-Display wird es nicht geben. Per "Info"-Taste am Lenkrad kann man sich neben den Bordcomputer-Angaben und dem aktuellen Medienprogramm auch die Karte des Navigationssystems direkt ins Blickfeld konfigurieren. Die Verarbeitung beim Vorserien-Auto wirkt routiniert. Die teilweise einfachen Materialien lassen keinen Zweifel daran, dass auch Toyota und Suzuki mit spitzem Stift kalkulieren müssen.

Marktstart und Preise

Wohl im September 2025 soll der Toyota Urban Cruiser bei uns auf den Markt kommen, ab April können die Kunden das Modell bestellen. Dann dürfte der Preiskampf für Elektroautos in voller Fahrt sein. Zu weit über dem Toyota Yaris Hybrid, der aktuell (Stand Februar 2025) bei 28.280 Euro startet, dürfte der neue Elektro-Bruder nicht positioniert werden, zumal der größere Konkurrent Skoda Elroq schon bei 33.900 Euro startet. Wir rechnen mit einem Basispreis für den Toyota Urban Cruiser von rund 30.000 Euro.

Fazit

Der neue Elektro-Toyota wird in Indien gebaut.

Bis 2026 will Toyota sechs reine Elektroautos im Programm haben. Als kleiner Bruder des bZ4X folgt im Sommer kommenden Jahres der neue Urban Cruiser. Er entstammt einer Kooperation mit Suzuki und wird wie der eVitara in Indien gebaut. Ab April kann das kleine SUV bestellt werden, Preise stehen noch nicht fest.

Toyota dürfte den Urban Cruiser preislich etwas über dem Yaris Cross Hybrid positionieren, der aktuell bei 28.280 Euro startet. Aufgrund des aktuellen Preiskampfs bei den Elektroautos und einer Vielzahl neuer Player dürfte nicht viel Luft nach oben sein. Wir rechnen mit einem Listenpreis von knapp unter 30.000 Euro und vor allem mit günstigen Leasing-Angeboten.

Im Video: Toyota Yaris Cross

Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller