VW ID.Buzz 2022 Alle Informationen zum Elektro-Bus

Premiere für den VW ID.Buzz: Hier gibt es alle Infos, viele Fotos und ein Video zum neuen Elektro-Bulli.



ID.3 und ID.4 waren und sind wichtige Modelle für VW auf dem Weg in die Elektromobilität. Als Leuchtturm der E-Modelle galt aber, schon lange vor der Premiere, der ID.Buzz. Seit 2001, als die Studie Microbus (damals noch mit VR6-Benziner) gezeigt wurde, spielten Designer und Strategen mit einer Neuauflage der klassischen Bulli-Idee.

Der ID.Buzz im Video

Jetzt ist es so weit, der ID.Buzz ist da. Nicht als neue Studie, sondern als Serienauto. Nachdem AUTONOTIZEN den Elektro-Bus kürzlich schon als Prototyp fahren konnte, zeigen sowohl die Wolfsburger als auch die Hannoveraner ihren Neuling jetzt hüllenlos. Der VW ID.Buzz ist ein Gemeinschaftsprojekt der Konzern-Kernmarke VW (PKW) und von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Beides sind separate Marken mit eigenen Händlerverträgen. Die Personenwagen-Sparte ist für den ID.Buzz als Van zuständig, Volkswagen Nutzfahrzeuge für die Cargo-Version. Gebaut werden alle ID-Buzz in Hannover.

Kompakter als der T6.1

Beide Varianten sind 4,71 Meter lang, 1,99 Meter breit und 1,94 Meter hoch. Damit ist der ID.Buzz deutlich kompakter als der aktuelle Multivan und der T6.1. Damit passt er nicht nur besser unter das Carport vor dem Reihenhaus, sondern auch in den innerstädtischen Lieferverkehr.
Das Layout des Antriebs folgt dem klassischem VW-Bus-Muster. Der Elektromotor steckt im Heck der MEB-Plattform und treibt von dort aus die Hinterräder an.

Zum Marktstart gibt es einen maximal 150 kW (204 PS) starken Antrieb mit 310 Newtonmetern Drehmoment. Die so konfigurierte Maschine ist im Elektrozeitalter für den VW-Konzern das, was früher der 2.0 TDI-Dieselmotor war. Sie wird in einer Vielzahl von Konzernmodellen wie Cupra Born, Skoda Enyaq und VW ID.3 sowie ID.4 eingebaut.

Auch der Akku zeigt bekannte Daten: Er hat eine Speicherkapazität von 82 kWh, wovon 77 kWh netto nutzbar sind. Die genauen Angaben zur Reichweite muss VW noch nachliefern. An der Wallbox oder einer Ladesäule kann Strom mit bis zu 11 kW geladen werden. Am Schnelllader sollen unter Idealbedingungen bis zu 170 kW erreicht werden können. Mit einer entsprechenden Wallbox soll der ID.Buzz zudem das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Home) mitmachen, kann also Strom an den vernetzten Haushalt abgeben.

Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 145 km/h begrenzt. Wichtiger im Buzz-Alltag dürfte der geringe Wendekreis von nur 11,1 Metern sein. Damit lässt sich nicht nur im Paketdepot gut rangieren, sondern auch vor der Kita.

Sitzprobe im ID.Buzz

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Der VW ID.Buzz startet als Fünfsitzer mit geteilt umklappbarer, um 15 Zentimeter längsverschiebbare, Rücksitzbank. Auf allen Plätzen hat man auch als großer Mensch viel Platz. Die große Innenhöhe sorgt auch im Fond dafür, dass man trotz des Akkus im Fahrzeugboden die Beine nicht über Gebühr anwinkeln muss. Hinter der Rücksitzbank steht ein gut nutzbarer, bis zur Fensterkante 1.121 Liter großer, Kofferraum zur Verfügung.

Schade: Bim Vorklappen der Rücksitzlehnen entsteht eine hohe Stufe. Sie lässt sich nur mit einem doppelten Ladeboden umgehen, der dann aber die Höhe deutlich einschränkt. Variabler ist die Mittelkonsole. Sie ist nur nicht herausnehmbar, sondern hält auch Eiskratzer und Flaschenöffner parat.

Bekanntes Cockpit

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Das Cockpit übernimmt viele Elemente von ID.3 und ID.3. Dazu gehören das 5,3 Zoll große Display hinter dem Lenkrad und der Infotainmentmonitor. 10 Zoll sind hier Serie, in Verbindung mit Navigationssystem „Discover Pro“ werden bei der PKW-Variante daraus 12 Zoll. Ein Head-up Display soll zu einem späteren Zeitpunkt starten, dann aber wohl ohne die Augmented-Reality-Inhalte der MEB-Brüder.

Der Wählknubbel für das Eingang-Reduktiongetriebe sitzt im ID.Buzz nicht mehr rechts neben dem Fahrerdisplay, sondern etwas weiter unten. Das soll die Ergonomie verbessern. Insgesamt acht USB-C-Anschlüsse sorgen für die Stromversorgung mobiler Endgeäte.

Im Elektro-Bus kommt die aktuelle Software 3.0 zum Einsatz. Erfahrbar ist sie beispielsweise durch die deutlich Fahrspurempfehlung der Navigation und einen Travel Assist mit Schwamwissen aus der Cloud. Außerdem unterstützt das System den assistierten Spurwechsel auf der Autobahn. Außerdem kann man dem Parkassistenten das Auffinden eines Stellplatzes antrainieren. Hilfreich bei engen Hofeinfahrten.

Veganer Innenraum

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Als erster VW fährt der ID.Buzz mit einem komplett tierfreien Innenraum vor. Nicht nur Stoffe und Bezüge, sondern auch der Lenkradkranz besteht aus Material ohne Leder. Teppiche und Dachhimmel bestehen zum Teil aus Recycling-Material. Je nach Ausstattung wird auch Seaqual-Stoff verwendet, bei dem aus dem Meer gefischte Plastikabfälle (10 Prozent) und wiederverwertete PET-Flaschen (90 Prozent) als Ausgangsmaterialien verwendet werden.

Umstieg in den ID.Buzz Cargo. Er hat ein deutlich schlichteres, nutzwertigeres Cockpit mit harten Kunststoffen. Das 12-Zoll-Infotainmentsystem ist bei ihm nicht lieferbar, App Connect zur Einbindung des Smartphones wird es als Option geben. In den Laderaum des ID.Buzz sollen zwei Europaletten hineinpassen, das maximale Ladevolumen gibt VW mit 3,9 Kubikmetern an, die Zuladungskapazität mit 650 Kilogramm.

Die Ausstattungslinien

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Zum Marktstart gibt es den VW ID.Buzz in der Linie Pro. Hier sind u.a. 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, zwei Schiebetüren, LED-Scheinwerfer, höhenverstellbare Vordersitze mit Armlehnen sowie Einparksensoren an Front und Heck serienmäßig. Die Fahrassistenz umfasst ab Werk den Spurhalteassistenten, eine Ausweichunterstützung und die Verkehrszeichenerkennung. Das Audiosystem hat eine Navigations-Vorbereitung und App Connect für die kabellose Smartphone-Integration.

Gegen Aufpreis wird es Matrix-LED-Scheinwerfer (IQ.Light), bis zu 21 Zoll große Leichtmetallfelgen, „Style“-Pakete für das Innenraumdesign und Zweifarblackierungen geben. Interessant: Auch die „Play“- und „Pause“-Logos auf den Pedalen tauchen beim ID.Buzz in der Liste der Sonderausstattungen auf, bei ID.3 und ID.4 sind sie Serie.

Zu einem späteren Zeitpunkt kommt die etwas schlichtere Basisversion ID.Buzz Pure auf den Markt.

Der ID.Buzz Cargo

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Die Transporter-Variante steht ab Werk auf 18-Zoll-Rädern mit Stahlfelgen und Radkappen, die Schiebetür auf der rechten Seite ist Serie. Auch hier ist das Audiosystem mit Navigations-Vorbereitung Grundausstattung, ebenso eine Klimaautomatik sowie die Parksensoren vorne und hinten.
Auf Wunsch kann man auch den ID.Buzz Cargo mit IQ.Light, elektrischer Heckklappe, 19 oder 20 Zoll großen Rädern und weiteren Extras ausstatten.

Markstart noch 2022

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Die Preise des VW ID.Buzz werden noch nicht verraten, er wird wohl ab 54.000 Euro kosten. Die Produktion beider Varianten läuft im ersten Halbjahr an, wohl ab Mai dürften Van und Lieferwagen dann bestellbar sein. Ab Herbst könnten dann die ersten Exemplare ausgeliefert werden.

Die Modellpalette wird dann sukzessive ausgebaut. Für den ID.Buzz Cargo ist eine Version mit kleinerem Akku (45 kWh) in Aussicht gestellt worden. Van-Fahrer dürften auf eine größere Version mit gut 100 kWh warten wollen. Ein Allrad-Buzz mit zweitem Elektromotor an der Vorderachse gilt auch als wahrscheinlich, ebenso eine längere Karosserievariante mit bis zu sieben Sitzen. Sie wird dann zum Start des VW ID.Buzz in den USA zur Verfügung stehen.

Bereits offiziell bestätigt wurde seitens Volkswagen Nutzfahrzeuge ein elektrischer Camper-van mit dem Namen ID.California.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller
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