Toyota Mirai 2020 Der Wow-Faktor

Toyota zeigt den neuen Mirai. Das Brennstoffzellenauto wird schick!



Die deutschen Automobilhersteller hadern nach wie vor mit der Brennstoffzelle. Daimler hat nach VW dem Wasserstoff als Energieträger, zumindest für die kommenden Jahre, eine Absage erteilt. Die Wolfsburger lassen zumindest die Tochter Audi, wo man eine Kooperation mit Hyundai zum Austausch von Patenten eingegangen ist, weiter an ihrer h-tron-Idee arbeiten.

Und wie Hyundai mit dem Nexo setzt auch Toyota weiterhin auf die Brennstoffzelle und bereitet die zweite Generation des Mirai für den Serieneinsatz vor. Im Jahr 2020, wohl während der Olympischen Spiele in Tokio, wird die neue Limousine präsentiert. Auf der Tokio Motor Show zeigt der Hersteller eine seriennahe Studie, die sich mutmaßlich kaum vom Serienmodell unterscheidet.

Ein großer Schritt im Design

Im Gegensatz zu Hyundai, wo man die Brennstoffzellentechnik in ein SUV verbaut, setzt Toyota beim Mirai weiterhin auf eine Limousine. Parallel entwickelt man batterieelektrische Autos , auf einer gemeinsam mit Subaru geplanten Plattform wird es E-SUV geben.

Die Brennstoffzelle als Langstrecken-Elektroantrieb sieht Toyota weiterhin am besten in einer Reiselimousine verpackt. Und hier gilt in Zukunft: Auch der Wow-Faktor fährt mit. Der neue Toyota Mirai tritt optisch anders auf als die bisherige Generation. Weniger eigensinnig, aber weiterhin eigenständig. Hochwertiger, sportlich und markant.

Mit 4,89 Metern Länge war der Toyota Mirai schon bisher eine große Limousine. Der Nachfolger wächst auf 4,98 Meter. Gleichzeitig wird die Höhe von 1,53 auf 1,47 Meter reduziert, in der Breite legt er um acht auf fast 1,89 Meter zu. Die Proportionen sorgen also für mehr Dynamik.

Das einstige Wassertropfen-Design weicht einer Fließheckkarosserie mit markant vorstehender Nase und breiten LED-Scheinwerfern. Die Seitenlinie sitzt auf den Hinterrädern und beton den Hinterradantrieb.

Mirai mit Hinterradantrieb

Toyota Mirai 2020 Fotos

Ja, richtig gelesen. Der neue Toyota Mirai baut auf der TNGA-Plattform auf und nutzt deren Flexibilität, bei ihm werden die Hinterräder angetrieben. In der Lichtkante am hinteren Stoßfänger zu den Rückleuchten winkt in der Seitenansicht der neue Toyota Supra, am Heck thront eine Abrisskante über dem durchgehenden Leuchtenband. Zumindest die Studie steht auf 20 Zoll-Rädern.

So viel Stilsicherheit sieht man selbst bei Toyotas nobler Tochter Lexus nicht. Das Auge isst auch im Innenraum mit. Auf der Mittelkonsole, die sich zum Fahrer neigt, dominiert ein freistehendes 12,3-Zoll-Display die Szenerie. Die Instrumente sind weiterhin digital, aber künftig hinter dem Lenkrad angeordnet. Statt vier bietet der Toyota Mirai künftig fünf Sitzplätze.

Jetzt fünf Sitzplätze

Toyota Mirai 2020 Fotos

Mehr Platz im Innenraum und den zusätzlichen Sitzplatz macht ein geschickteres Package der Wasserstofftanks möglich. Die sollen zudem größer werden und, zusammen mit einem effizienteren Antrieb, die Reichweite des Mirai um 30 Prozent erhöhen. Der Mirai der ersten Generation hat im AUTONOTIZEN-Alltagstest 1,2 kg Wasserstoff pro 100 Kilometer verbraucht.

Mit der neuen Generation des Mirai will Toyota die Produktion des Wasserstofffahrzeugs deutlich erhöhen. Während vom Vorgänger seit 2014 knapp über 10.000 Autos gebaut und verkauft wurden (weltweit!), will man ab 2020 bis zu 30.000 Mirai pro Jahr bauen. Das „Haben wollen“-Gefühl des Designs dürfte dieses Vorhaben unterstützen.

Im Video: Wasserstofftanken mit dem noch aktuellen Mirai

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (4), Bernd Conrad (1)
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