Zuwächse bei VW e-Up und Passat GTE Licht und Schatten

Die Hälfte aller Up-Kunden greift zum elektrischen e-Up. Auch der Passat GTE verzeichnet hohe Zuwächse.

Alltagstaugliche Reichweiten bei batterieelektrischen Autos und vor allem die steuerlichen Vergünstigungen sowie gestiegene Umweltprämien für E-Autos und Plug-in-Hybride sorgen für ein wachsendes Interesse an elektrifizierten Antrieben.

VW berichtet, dass seit Anfang des Jahres über 20.000 Bestellungen für den e-Up eingegangen sind. Sein Anteil an der Modellreihe, zu der auch weiterhin ein 60 PS-Benziner und der GTI mit 115 PS starkem TSI zählen, liegt den Angaben zufolge bei 50 Prozent.

Alltagstaugliche Reichweite

In der überarbeiteten Version mit 32,3 kWh (netto nutzbar) großer Batterie und 260 Kilometern Norm-Reichweite genügt der e-Up, wie auch seine ebenfalls elektrischen Brüder Seat Mii und Skoda Citigo iV , vielen Ansprüchen an Erst- und Zweitwagen. Dazu kommen die günstigen Preise ab 20.650 Euro (Seat Mii Electric, VW e-Up ab 21.975 Euro) vor Abzug der Umweltprämie und vor möglichen Rabatten.

Seat Mii Electric ist ausverkauft

Die hohe Nachfrage führt nicht nur zu langen Lieferzeiten, sondern auch zur Wiederholung des alten Songs "nicht lieferbar". Seat informiert seine Kunden auf der Website, dass der Mii Electric für 2020 ausverkauft sei. Skoda dürfte mit einer entsprechenden Information bald folgen.

Auch beim VW Passat steigt das Interesse an Elektronen im Lithium-Ionen-Akku. Der Verkaufsanteil des Plug-in-Hybriden Passat GTE liegt laut Hersteller bei 15 Prozent an den Bestelleingängen der gesamten Baureihe. Als typischer Firmenwagen werden nach wie vor die meisten Passat als Diesel ausgeliefert. Vor dem Facelift soll der GTE-Anteil bei fünf Prozent gelegen haben.

Die Speicherkapazität des Akkus stieg beim VW Passat GTE mit der Überarbeitung von 9,9 auf 13,1 kWh. Laut WLTP-Norm sind damit 55 rein elektrische Kilometer möglich, bevor der 1.4 TSI-Benziner zum Einsatz kommt. Den starken Zuwachs beim GTE dürften aber die Vergünstigungen für Fahrer von Firmenwagen bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils ermöglichen, weniger die gestiegene Reichweite.

Der Konzern bringt mehr Hybride

VW Skoda Seat Elektroauto Hybride GTE RS

Wenn der Arbeitgeber mitspielt – vor allem dann, wenn die Leasinggesellschaft eine günstige Rate für den Plug-in Hybriden anbietet – wird demnach oft vom Diesel auf den Hybriden umgestiegen. Auch der Skoda Superb iV mit der gleichen Technik ist aktuell stark gefragt. Eine Klasse tiefer starten im Konzern 2020 der Skoda Octavia RS iV und der neue Golf GTE, außerdem der Cupra Leon als Plug-in-Hybrid. Aber auch die regulären Versionen kommen als eHybrid-Varianten in Golf, Octavia und Seat Leon.

Endlich wurde auch eine Plug-in Hybridversion des VW Tiguan angekündigt, die wohl zeitgleich mit dem Facelift startet.

Im Video: VW Passat GTE

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (4), Bernd Conrad (3)