VW ID.4 GTX 2021 Sport-ID.4 mit Allradantrieb

Der VW ID.4 GTX kommt als sportliches Topmodell der Baureihe mit zweitem Elektromotor und Allradantrieb.

Volkswagen verzichtet auch bei den elektrischen Autos der ID-Familie nicht auf sportliche Derivate. Als erstes Modell mit dem neuen Kürzel wurde jetzt der VW ID.4 GTX vorgestellt.

Die drei Buchstaben markieren in Zukunft die dynamischen Topmodelle der elektrischen Baureihen. Damit folgt VW der Tradition des Golf GTI, der mit seinem erfolgreichen Start 1976 den Grundstein für die „Hot Hatches“ legte. Als Plug-in Hybrid gibt es einen entsprechenden Golf GTE.

Zwei Motoren, 220 kW Systemleistung

Das Antriebslayout des VW ID.4 GTX wird um einen zusätzlichen Elektromotor an der Vorderachse erweitert. Damit kommt Allradantrieb ins Programm. Grundsätzlich arbeitet auch im ID.4 GTX stets der maximal 150 kW (204 PS) starke permanenterregte Elektromotor an der Hinterachse. Bei Bedarf lässt sich in Sekundenbruchteilen die Asynchronmaschine an der Vorderachse zuschalten. Die Systemleistung steigt dann für höchstens 30 Sekunden auf 220 kW (299 PS). Die Fahrmodi werden um die Einstellung "Traction" für den Allradantrieb ergänzt.

In 6,2 Sekunden soll das SUV auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h elektronisch limitiert.
Als Energiespeicher nutzt der VW ID.4 GTX den 82 kWh (netto 77 kWh) großen Lithium-Ionen-Akku, der am Schnelllader mit bis zu 125 kW Leistung Gleichstrom ziehen kann. An der Wallbox oder einer Ladesäule fließt Wechselstrom mit maximal 11 kW Ladeleistung.

Serienmäßig stattet VW den ID.4 GTX mit einem um 15 Millimeter tiefergelegten Sportfahrwerk und einer Progressivlenkung aus. Als Paketbestandteil gibt gegen Aufpreis zudem das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern.

Blau-roter Innenraum

VW ID.4 GTX Fotos 202

Optisch unterscheidet sich das Sportmodell auf den ersten Blick von den bekannten ID.4-Modellen. Drei LED-Rauten im Stoßfänger sorgen für eine eigenständige Lichtsignatur, der Stoßfänger trägt einen größeren Lufteinlass mit schwarzem Gitter. Matrix-LED-Scheinwerfer, bei VW IQ.Light genannt, sind serienmäßig.

Auch am Heck trägt der ID.4 GTX eine neue Schürze, zeigt hier für mehr Sportsgeist eine Diffusor-Optik. Mittig auf der Heckklappe prangt, wie auch an den vorderen Kotflügeln, das GTX-Logo. Die LED-Rückleuchten haben ein neues Innenleben. Dach und Spoiler tragen eine schwarze Kontrastlackierung. 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sind Grundausstattung, gegen Aufpreis wird es 21-Zöller geben.

Das Interieur des VW ID.4 GTX hat blaue Einlagen in den Türverkleidungen und auf dem Armaturenbrett, dazu gibt es rote Kontrastnähte. Die Einstiegsleisten, das Dreispeichenlenkrad und die Lehnen der Sportsitze tragen das GTX-Emblem. Die digitale Anordnung im Cockpit ist bekannt: Als digitales Kombiinstrument steht ein 5,3 Zoll großes Display bereit, 10 Zoll für das Infotainment sind Serie. Optional kann ein System mit 12-Zoll-Touchscreen bestellt werden.

ID.4 GTX für 50.415 Euro

VW ID.4 GTX Fotos 2021

50.415 Euro (vor Abzug der Umweltprämie) wird der VW ID.4 GTX kosten. Zum Vergleich: Ein VW ID.4 Pro mit 77 kWh-Akku und 150 kW (204 PS) kostet mit optionalen 20-Zoll-Felgen laut Konfigurator 45.650 Euro.

Auch die Konzernmarken nutzen das Antriebslayout des VW ID.4 GTX: Skoda hat den Enyaq iV RS bereits angekündigt, Audi verpackt den Q4 50 e-tron quattro als Motorvariante im Programm seines MEB-SUV.

MEB-Bruder im Video: Audi Q4 e-tron

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller