Xpeng bringt mit dem X9 einen edlen Familien-Van mit sieben Sitzplätzen zu uns.
Die chinesische Marke Xpeng hat jetzt mit dem X9 erstmals einen Van (MPV, Multi Purpose Vehicle) zu ihren Händlern in Deutschland gebracht. Mit einer Länge von 5,32 Metern, einer Breite von 1,99 Metern und einer Höhe von 1,79 Metern tritt er gegen die Elektro-Varianten von Hyundai Staria und Mercedes V-Klasse sowie den VW ID.Buzz an.
Bis 615 km Reichweite
Auch dieser Xpeng nutzt eine 800-Volt-Architektur für schnelles Laden. Theoretisch sollen am Schnelllader über den CCS-Anschluss bis zu 542 kW Ladeleistung (und damit nochmals mehr als beim großen SUV Xpeng G9 ) möglich sein, im Alltag dürfte der Chinese an deutschen Ladeparks die meist vorhandenen 300- oder 400-kW-Säulen ausreizen.
Zwei Akku-Varianten werden angeboten. Im Basismodell 235 kW (320 PS) starkem Elektromotor und Frontantrieb steckt ein LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) mit 94,8 kWh Brutto-Speicherkapazität für eine Reichweite von 535 Kilometern nach WLTP-Norm. In 8,2 Sekunden geht es auf 100 km/h. Auf NMC-Chemie (Nickel-Mangan-Kobalt) setzt das Long-Range-Modell mit 100 kWh (brutto) für 615 Kilometer Reichweite und identischer Motorleistung. Dank des etwas leichteren Akkus vergeht mit 7,7 Sekunden etwas weniger Zeit für Nullhundert. Das Topmodell mit dem Namen AWD Performance mit zwei Elektromotoren (325 kW vorne, 184 kW hinten) bietet 370 kW (503 PS) Systemleistung und eine Beschleunigung auf 100 km/h in 5,9 Sekunden. Die Reichweite: 580 Kilometer laut Hersteller-Angabe. Alle Varianten fahren maximal 200 km/h schnell.
An einer Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule zieht der Xpeng X9 Strom über drei Phasen mit 11 kW, also dauert ein voller Hub bis zu elf Stunden. Ein 22-kW-Ladegerät wird von den Chinesen nicht angeboten. Der Hub von zehn auf 80% am Schnelllader soll unter idealen Bedingungen nur 12 (537 kW Ladeleistung beim LFP-Akku) bzw. zehn Minuten (542 kW Ladeleistung mit NMC) dauern – wenn man das Potenzial ausnutzen kann (siehe oben).
Der Xpeng X9 kommt immer als Siebensitzer mit einer 2-2-3-Sitzkonfiguration. Hinter Fahrer- und Beifahrerplatz kann man es sich auf „Zero Gravity Seats“, als elektrisch einstellbaren Einzelsesseln mit Liegefunktion, bequem machen. In der dritten Reihe gibt es eine Dreier-Sitzbank. Für einen leichteren Ein- und Ausstieg fahren die Sitze in der zweiten Reihe um bis eine 1,1 Meter nach vorne. Bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum 721 Liter. Für mehr Platzbedarf lässt sich die Lehne der Sitzreihe im Heck elektrisch im Verhältnis 60:40 nach vorne klappen, das Ladevolumen steigt dann auf 2.550 Liter. Insgesamt bietet der X9 vier Plätze mit Isofix-Verankerungsmöglichkeiten für Kindersitze.
Zur umfangreichen Serienausstattung aller Varianten gehören die elektrische Betätigung von Schiebetüren und Heckklappe, Head-up-Display, ein Soundsystem mit 17 Lautsprechern und 1.552 Watt Leistung, Sitzmassage für Fahrer und Beifahrer, Sitzheizung in allen drei Reihen und Lüftung auf den vier Einzelplätzen, Nappaleder-Bezüge sowie eine Allradlenkung. Die mitlenkenden Hinterräder sollen dem großen Format des Autos beim Rangieren und in der Stadt seinen Schrecken nehmen.
Das kostet der Xpeng X9
77.600 Euro stehen auf dem Preisschild des Xpeng X9 mit LFP-Akku. Die Variante mit größerer Batterie startet bei 81.600 Euro, der AWD Performance kostet 86.600 Euro. Einzige Option ist, neben Metalliclackierung (Silber, Schwarz oder Grau für 1.000 Euro) als Alternative zum serienmäßigen Weiß) eine Anhängerkupplung zum Mehrpreis von 1.260 Euro. Die Anhängelast des Elektro-Vans liegt bei 1.500 Kilogramm.
Fazit
Als viertes Modell neben der Limousine P7+ und den beiden SUV-Baureihen G6 sowie G9 steht jetzt mit dem Xpeng X9 ein siebensitziger Edel-Van in den Verkaufsräumen der Händler. Mit einer umklappbaren Rücksitzlehne, großem Kofferraum und vier Plätzen mit Isofix-Bügeln soll der große Chinese vor allem Familien mit Platzbedarf ansprechen. Die Preise für den X9 starten, mit kompletter Ausstattung, bei 77.600 Euro.
Im Video: Xpeng G9 Alltags-Test