Elektroauto-Zukunft bei Volkswagen VW I.D. aus Zwickau, E-Skoda aus Tschechien

Der Volkswagen-Konzern hat Details zur Elektroautostrategie bekanntgegeben.

Der Volkswagen-Konzern hat heute (17.11.2017) weitere Details zum „Roadmap E“ genannten Elektro-Fahrplan der kommenden Jahre bekanntgegeben, auch die Tochtermarke Skoda durfte sich melden.

Elektroauto Zukunft VW Volkswagen Skoda

VW spricht in einer Pressemeldung davon, dass „der Standort Zwickau für den Start der ersten europäischen Serienproduktion von Elektrofahrzeugen auf der MEB-Plattform zum reinen E-Mobilitätswerk umgestaltet“ wird. Das liest sich ein bisschen undeutlich, lässt vorerst offen, ob der VW I.D. vom Modellstart an in Sachsen gebaut wird oder erst aus dem Ausland importiert wird.
Konzernchef Matthias Müller hat auf der Pressekonferenz klarere Worte gefunden, Zwickau soll also die Produktionskeimzelle für die MEB-basierten Autos der Marke VW werden.

Dafür müssen der Golf und der Passat Variant aus dem Werk Zwickau ausziehen. Das VW-Werk im Emden wird künftig alle Passat-Varianten fertigen, der Golf wird in Wolfsburg gebündelt.

Ein Jahr nach dem Start des VW I.D. wird Skoda sein erstes voll elektrisches Auto auf den Markt bringen. Das Serienmodell der Studie Vision E wird, das wurde heute von Skoda bestätigt, im Stammwerk Mladá Boleslav gebaut.

„Bis 2025 planen wir fünf rein elektrisch angetriebene Modelle in unterschiedlichen Segmenten anzubieten“, stellt Skoda-Chef Bernhard Maier in Aussicht. Zuvor kommt 2019 der Skoda Superb als Plug-in Hybrid in den Handel.

Elektroauto Zukunft VW Volkswagen Skoda

Konzernweit sind bis Ende 2022 für die Bereiche Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung Investitionen von über 34 Milliarden Euro geplant. Das soll geschehen, „ohne die aktuellen Technologien und Fahrzeugprojekte zu vernachlässigen. Denn damit verdienen wir auf absehbare Zeit unser Geld.“ Weitere 50 Milliarden Euro sind wie seit der IAA bekannt für den Einkauf von Batteriezellen reserviert – ob VW auch eine eigene Zellfertigung starten wird, ist noch nicht entschieden.

Außerhalb Europas will VW vor allem in Nordamerika, Russland, China und Brasilien wachsen. Dort wurde in diesen Tagen der VW Virtus für den südamerikanischen Markt vorgestellt.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad (3), Hersteller (3)