Chinesen planen Start für 2021 Nio kommt nach Europa

Die chinesische Marke Nio plant den Markteintritt in Europa. Im zweiten Halbjahr 2021 soll es soweit sein.



Unter den vielen chinesischen Elektroauto-Startups war und ist Nio einer der hellsten Sterne. Das Unternehmen überzeugte Fachleute früh mit seiner Strategie und den Produkten. Nach der medienwirksamen Rekordfahrt mit dem Sportwagen EP9 folgte das SUV ES8. Bei ersten Testfahrten in China konnte sich auch AUTONOTIZEN vom hohen Entwicklungsstand des ES8 überzeugen. Es folgten der kleinere ES6 und die SUV-Coupé-Version EC6, womit Nio in China drei Modelle im Programm hat.

Europastart in 2021

Nio Elektroauto SUV China Europa

Wirtschaftliche Probleme der Firma sorgten für Entlassungen, auch das üppig besetzte Büro in München wurde verkleinert. Um die Exportpläne von Nio in weitere Märkte außerhalb Chinas wurde es still. Jetzt scheint wieder Fahrt in die Sache zu kommen. Das Branchenmedium Automotive News berichtet, dass Nio-Chef William Li einen Markstart in Europa für das zweite Halbjahr 2021 angekündigt hat. Bis 2024 will man aus Nio eine Marke mit globaler Präsenz machen.

Welche Länder Nio in Europa zuerst beliefern will, ist noch unklar. Der chinesische BYD-Konzern startet aktuell den Verkauf von Elektroautos in Norwegen. Das erst 2017 gegründete Start-up Aiways führt den U5 aktuell über Euronics in Deutschland ein. Beide chinesischen Konkurrenten sind also schon hier vor Ort, wenn Nio in gut einem Jahr starten will.

Akkus im Leasing

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Die Preise der Autos will Nio mit einem Leasingmodell für die Traktionsbatterie senken. Renault macht das mit dem Kleinwagen Zoe vor. Er kostet, wenn die Batterie nicht mit dem Auto gekauft wird, circa 8.000 Euro weniger. Je nach Fahrleistung muss der Zoe-Kunde die Batterie dann zu Preisen ab 74 Euro im Monat mieten.

Auf dem chinesischen Heimatmarkt hat Nio ein Netz von Batterietauschstationen etabliert. In wenigen Minuten wird der leere Akku hier gegen ein aufgeladenes Pendant getauscht. Schon zu Beginn der Planungen haben die Chinesen dieses Konzept für Exportmärkte ausgeschlossen. Der Kostenaufwand, auch für das Personal vor Ort, wäre zu hoch.

Im Video: Nio ES8

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad
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