Ford E-Transit Custom 2023 Der neue Transporter kommt auch als VW

Erste Fotos des neuen Ford E-Transit. Die neue Nutzfahrzeuggeneration ist auch Basis für den Nachfolger des VW T6.1.



Es hat Tradition bei Ford, neue Modelle mit einer ungewöhnlich langen Vorlaufzeit anzukündigen. Auch die Vertriebsorganisation für Nutzfahrzeuge und verwandte Dienstleistungen, Ford Pro, folgt diesem Prinzip. So kommt es, dass wir heute nicht nur einen ersten Ausblick auf den neuen Ford E-Transit Custom sehen, sondern auch die Basis für den neuen VW Transporter als Nachfolger des T6.1.

Basis für den Nachfolger des VW T6.1

Der Ford Transit Custom ist unterhalb des Transit in der Kastenwagen- und Transporterklasse mit etwa einer Tonne Nutzlast angesiedelt. Von ihm abgeleitet ist die PKW-Version Ford Tourneo Custom, die auch in einer Neuauflage starten wird.

Im Rahmen einer weitreichenden Zusammenarbeit mit VW nutzt Ford die Elektroauto-Basis MEB (Modularer Elektro-Baukasten) der Wolfsburger für mindestens ein neues PKW-Modell. Zusätzlich umfasst die Kooperation diverse Nutzfahrzeugprojekte. Der kommende VW Amarok wird auf dem neuen Ford Ranger basieren, der Ford Transit Connect ist ein VW Caddy mit Ford-Gesicht.

Während Volkswagen Nutzfahrzeuge den neuen Multivan, inoffiziell auch T7 genannt, auf einer Frontantriebsplattform seit einigen Monaten verkauft, laufen die Transporter, California-Modelle und der Multivan mit Allradantrieb als T6.1 vorerst weiter. Der Nachfolger wird, zusammen mit dem neuen Ford Transit, auf gleicher Basis ab 2024 in einem türkischen Ford-Werk gebaut.

Produktion startet 2023

Ford E-Transit Custom 2023 VW Transporter

Neben Dieselvarianten wird es den Ford Transit, und somit gewiss auch den neuen „VW Bus“, auch elektrisch geben. Für die E-Variante kündigt Ford einen Produktionsstart für das zweite Halbjahr 2023 an. Die ersten Fotos des neuen Ford E-Transit Customs zeigen ein evolutionäres, modernes Kastenwagendesign mit LED-Scheinwerfern und dominanter Frontmaske. Der Ladestecker befindet sich im vorderen Stoßfänger. Mit einem Adapter soll der elektrische Kastenwagen auch Strom abgeben können. Die entsprechende V2L-Technologie (Vehicle-to-Load) bietet auch der in den USA verkaufte Ford F150 Lightning.

Nähere Details und technische Daten zum E-Transit Custom wird Ford erst im Rahmen der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation, die im September 2022 in Hannover stattfindet, preisgeben. Schon heute wird aber eine Reichweite von „bis zu 380 Kilometern“ in Aussicht gestellt.

Zu den Konkurrenten des elektrischen Ford Transit zählen beispielsweise der Mercedes-Benz eVito und die Elektro-Varianten der Stellantis-Transporter von Citroën (Jumpy), Fiat (Scudo), Opel (Vivaro) und Peugeot (Expert).

Neben dem E-Transit Custom und dem davon abgeleiteten E-Tourneo Custom plant Ford, bis zum Jahr 2024 auch die kleine Hochdachkombi-Baureihe Transit / Tourneo Courier mit Elektroantrieb anzubieten. Der große E-Transit wurde bereits vorgestellt. Der Kastenwagen wird auch wieder die Grundlage für eine neue Generation von Wohnmobilen und Camper-Vans, die bei Ford auf den Namen Nugget hören.

Im Video: Ford Transit Custom Nugget Plus

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller
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