Ford Mustang Mach-E Mehr Reichweite, weniger Förderung

Gute und schlechte Nachrichten zum Ford Mustang Mach-E. Die Reichweite steigt leicht, aber es gibt Ärger mit der Umweltprämie.



Ford lässt leichte Änderungen in den elektrischen Mustang Mach-E einfließen. Ab Frühjahr 2022 wird die netto nutzbare Kapazität des größeren der beiden lieferbaren Akkus erhöht. Der Brutto-Wert der Batterie liegt weiterhin bei 98,7 kWh. Bislang wurden von der Steuereinheit davon 88 kWh „freigegeben“, sind also nutzbar.

Ab Frühjahr 2022 steigt der Netto-Wert um drei auf 91 kWh. Das soll, je nach Antriebsoption und Ausstattung, für eine um bis zu 16 Kilometer größere Reichweite nach WLTP-Verbrauchsnorm sorgen. Vom Batterie-Update werden auch Bestandsfahrzeuge profitieren. Im Rahmen eines Over-the-Air-Updates sollen alle Ford Mustang Mach-E mit der „Extended Range“ – Batterie die Erhöhung auf 91 kWh erhalten.

Weniger Elektroauto-Prämie

Schlechte Nachrichten gibt es dafür an der Kasse. Die Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) hat der Strategie, die leistungsstärkeren Modelle mit Allradantrieb und größerer Batterie als Option zur Basis anzubieten, einen Riegel vorgeschoben.

Künftig ist also nur noch das Basismodell, der Mustang Mach-E Standard Range mit Heckantrieb, also 75,7 kWh (brutto) großem Akku und 198 kW (269 PS) mit 9.570 Euro (inklusive Mehrwertsteuer auf den Herstelleranteil) förderfähig. Denn diese Summe gibt es bei einem Netto-Fahrzeugpreis von maximal 40.000 Euro. Das Einstiegsmodell bleibt unter dieser Grenze, kostet mit Mehrwertsteuer 47.500 Euro.

Mit 98,7 kWh-Batterie und 216 kW (294 PS) kostet der Ford Mustang Mach-E bereits 54.750 Euro. Für ihn und alle weiteren Varianten bis hin zum neuen Ford Mustang Mach-E GT mit 358 kW (487 PS) kann man, nach erfolgreicher Beantragung der Förderung, nur noch 7.975 Euro (5.000 Euro vom Staat, 2.500 Euro vom Hersteller plus Mehrwertsteuer auf den Herstelleranteil) abziehen.

Ärgerlich ist diese Änderung für Kunden, die ihren Ford Mustang Mach-E bereits bestellt haben und noch auf die Auslieferung warten. Hier soll es aber unbürokratische Abhilfe geben: „Für Kunden, die unter den bisherigen Voraussetzungen (also der Annahme, dass die volle Prämie abgezogen werden kann, Anm. d. V.) ein Auto bestellt haben, bei der Auslieferung aber die geringere Prämie erhalten, gibt es über unsere Handelspartner unkomplizierte Lösungen“, erklärt Ford auf Anfrage. Hersteller und / oder Händler dürften also entsprechende Preisnachlässe gewähren.

100 Liter im "Frunk"

Ford Mustang Mach-E Praemie Batterie Frunk Update 2022

Neben Ford fahren auch Hyundai mit dem Ioniq 5 und Kia mit dem EV6 die Modellstrategie der optionalen Pakete mit mehr Leistung und größeren Akkus. Beim Hyundai Ioniq 5 war das Sondermodell zum Markstart, Project 45 genannt, von der maximalen Förderung ausgenommen. Ob auch die koreanischen Marken mit ihrer Strategie im Nachhinein bei der Behörde anecken, muss sich noch zeigen.

Eine weitere Änderung beim Ford Mustang Mach-E betrifft den vorderen Kofferraum, auch „Frunk“ (Front Trunk) genannt. Das Trennelement in dem Fach fehlt jetzt, womit das Ladevolumen von 81 auf 100 Liter steigt. Möglich wurde das durch die Integration einer beleuchteten Notentriegelung. Falls doch mal ein kleiner Mensch auf die Idee kommen sollte, dort vorne einzusteigen…

Im Video: Ford Mustang Mach-E GT

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Bernd Conrad