Genesis GV60 (2022) Elektro-Genesis mit 800V-Technik

Der Genesis GV60 startet als Premium-Bruder von Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6.



Genesis, die Premiummarke der Hyundai Motor Group, gönnt sich keine Verschnaufpause. Jetzt zeigen die Koreaner erste Bilder des neuen GV60. Unter dieser Bezeichnung rollt das erste Elektroauto von Genesis auf Basis der E-GMP-Architektur (Electric Global Modular Platform) an den Start. Der Genesis GV60 ist also ein Bruder von Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 .

Foto-Vergleich mit Ioniq 5 und EV6

Während der Ioniq 5 mit Proportionen und Designdetails die Geschichte seiner Marke zitiert, setzt der Genesis GV60, wie übrigens auch der Kia EV6, voll und ganz auf moderne Linien. In ihrer Grundform mit der steil aufragenden Motorhaube und dem flachen Heck sehen sich GV60 und EV6, den ersten Bildern von Genesis nach zu urteilen, auch recht ähnlich.

Auf den großen Kühlergrill der Verbrenner-Genesis verzichtet das Elektroauto, führt also kurz nach dem Marktstart in Europa ein zweites Markengesicht ein. Geblieben sind die typischen Leuchten mit zwei LED-Streifen an Scheinwerfern und Rückleuchten. Ein Kühllufteinlass im Stoßfänger hilft bei der Regelung der Akku-Temperatur.

Auffälliges Detail am Exterieur ist die Chromleiste am oberen Rand der Windschutzscheibe und der Seitenfenster, die mit einer Zacke in der C-Säule das „V“ im Modellnamen zitiert. Das Aerodynamik-Konzept des Genesis GV60 ähnelt dem des Kia EV6. Statt einer ausgeprägten Kante in der Heckklappe trägt das Premium-Modell einen Spoiler unter der Scheibe.

Kameras statt Außenspiegel

Genesis GV60 Elektroauto Fotos Vergleich Hyundai Ioniq 5 Kia EV6

Das Cockpit zeigt die aktuelle Konzernware mit großen Displays für Kombiinstrumente und Infotainment. Eine hohe Mittelkonsole, die frei im Raum schwebt, trennt Fahrer und Beifahrer deutlich voneinander.

Für die Getriebesteuerung steht eine kristalline Kugel zur Verfügung. Dieses „Crystal Sphere“ genannte Element hat Genesis erstmals in der Coupé-Studie Genesis X gezeigt. Davor befindet sich der Dreh-Drück-Steller für die Bedienung des Infotainmentsystems.
Erstmals wird es Kameras statt Außenspiegel geben. Die kleinen Monitore, die das Bild der Kameras zeigen, liegen im Sichtfeld des Fahrers am Fuße der A-Säulen.

Technische Details zum Genesis GV60 werden noch nicht verraten. Auch er wird aber die 800-Volt-Technologie für schnelles Laden mitbringen und wohl auch mit zwei verschiedenen Akku-Größen vorfahren. Zum Vergleich: Den Hyundai Ioniq 5 gibt es mit 58 oder 72,6 kWh, den Kia EV6 mit 58 oder 77,4 kWh. Je nach Batterie und Motorenpaket (Heckmotor oder zwei Motoren für Allradantrieb) wird es auch den Genesis GV60 in verschiedenen Leistungsstufen geben.

Der Genesis GV60 wird 2022 bei uns auf den Markt kommen. Preise werden noch nicht genannt, sie dürften wohl bei etwa 48.000 Euro beginnen. Das erste Elektroauto der Marke wird er aber nicht. Zuvor soll die Serienversion des Electrified G80 erscheinen.

Im Video: Kia EV6

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (7), Bernd Conrad (1)