Skoda Vision 7S Das wird der größte Skoda

Skoda wird ab 2023 mit "Modern Solid" eine neue Designsprache einführen. Die Studie Vision 7S zeigt das neue Topmodell und ein neues Logo. Erster Check, auch als Video-Review.



„Modern Solid“ nennt Skoda seine neue Designsprache, mit der die tschechische Volkswagen-Tochter in den kommenden Jahren zweigleisig fährt. Der Grund liegt im Timing. In der zweiten Hälfte des Jahres 2023 kommen die Nachfolger von Superb und Kodiaq mit Verbrennungsmotoren und als Hybride, außerdem werden kommendes Jahr die kompakten Baureihen Scala und Kamiq geliftet. Auch das für 2024 zu erwartende Facelift des Bestsellers Octavia ist intern schon verabschiedet gewesen, als man beschloss, den Elektroautos ein neues Gesicht zu geben.

Der Skoda Vision 7S im Video

Drei batterieelektrische Modelle sollen bis 2026, zusätzlich zum Skoda Enyaq auf den Markt kommen. Den Anfang macht 2024 ein kompaktes SUV im Karoq-Format, das möglicherweise Elroq heißen könnte. 2025 folgt ein kleiner Crossover, der sich die Basis auch mit dem Cupra UrbanRebel teilt. Ein Jahr später, also 2026, folgt dann das neue Topmodell der Marke: Ein großes, siebensitziges SUV, das jetzt mit der Studie Vision 7S angekündigt wird.

Neue Designsprache für Elektroautos

Das Concept Car zeigt erstmals die neue Markenidentität von Skoda. Man will mit einem robusten Design Ruhe und Kraft ausstrahlen, sich gleichzeitig von den anderen Mainstream-Konzernmarken (VW und Seat / Cupra) abgrenzen. Anstelle des geflügelten Pfeils ziert die Autos künftig auch an der Front ein Markenschriftzug. Dessen neuer Look soll schon 2023 in Werbeanzeigen und Marketingmaterial von Skoda zu sehen sein.
Neben dem Schriftzug zeigt die Front des Skoda Vision 7S die neue Interpretation des Vieraugen-Gesichts aller Skoda-SUV. Die beiden übereinander angeordneten LED-Elemente ergeben mit der Lichtleiste für Tagfahrlicht und Blinker eine T-Signatur. Dieses Symbol findet sich auch an den Kamera-Außenspiegeln und den Rückleuchten wieder.

Der größte aller Skodas

Skoda Vision 7S Modern Solid Elektroauto SUV neue Check Sitzprobe Video Review

„Explorer Green“ nennt Skoda die Farbe der Studie. Erstmals verwenden die Tschechen hier Mattlack. Die Designer mussten tief in den Farbeimer greifen, denn der Vision 7S ist er größte Skoda aller Zeiten. Die Länge des SUV beträgt 5,02 Meter (5.018 Millimeter). Außerdem ist das Auto 1,89 Meter (1.888 mm) hoch und 1,94 Meter (1.940 mm) breit. Der Radstand beträgt üppige 3,08 Meter (3.075 mm).

Im Fahrzeugboden soll ein 89 kWh großer Akku sitzen. Nachdem auch der Vision 7S auf dem aktuellen MEB (Modularer Elektro-Antriebs Baukasten) aufbaut, ist diese Speicherkapazität auch in einem Faceliftmodell des Enyaq denkbar. Am Schnelllader soll der Vision 7S mit bis zu 200 kW Strom fassen, um dann mit vollem Akku bis zu 600 Kilometer Reichweite zu bieten. Technische Daten des möglichen Antriebs werden nicht genannt.

Recycling-Materialien außen und innen

Skoda Vision 7S Modern Solid Elektroauto SUV neue Check Sitzprobe Video Review

Stoßfänger und Radläufe bestehen teilweise aus recycelten Altreifen. Das gilt auch für den Boden im tierfreien Interieur. Nicht nur am Boden, sondern auch am Armaturenbrett und in den Verkleidungen kommen Recycling-Materialien zum Einsatz.

Ein „echter“ Siebensitzer ist die Studie nicht, mehr ein 6+1-Sitzer. Neben jeweils zwei Plätzen in drei Reihen, wobei es ganz hinten eher eng zugehen dürfte, kann eine Babyschale auf der Mittelkonsole im Fond arretiert werden. Damit ist der Nachwuchs im Falle eines Aufpralls, egal von welcher Seite, optimal geschützt.

Eine Kamera in der Dachverkleidung wirft auf Wunsch ein Live-Bild des Kindes auf das 14,6 Zoll große Infotainment-Display. Es steht hochkant über Mittelkonsole, die zudem drei physische Drehregler zur Klimabedienung bietet. Außerdem lassen sich hier zwei Smartphones magnetisch arretieren. Sie sollen als Touch-Fernbedienung die Steuerung von Fahrzeugfunktionen erlauben.

Relax-Mode für Ladepausen

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Vor dem nicht mehr runden Lenkrad mit dem neuen Skoda-Schriftzug zeigt ein kleines Display fahrrelevante Informationen an. Davor spannt sich eine Textilleiste, an deren Enden auf Bedarf Lüftungsdüsen ausfahren. Sie sind nicht die einzigen beweglichen Teile im Cockpit. Auf Knopfdruck kann man vom Drive-Mode und den Relax-Mode wechseln, beispielsweise bei Ladepausen.

Armaturenbrett und Lenkrad fahren sich dann ein, zudem dreht sich das Infotainment-Display in eine horizontale Position. Gleichzeitig ändern sich die Menüpunkte, bieten nun eine Auswahl von Streamingdiensten und anderen Möglichkeiten zur Mediennutzung.

Weniger digital ist eine neue „Simply Clever“-Idee die Skoda in der Studie Vision 7S vorstellt. Magnetische Halterungen fixieren Rucksäcke an den Rückenlehnen der Vordersitze, außerdem Trinkflaschen unter der freischwebenden Mittelkonsole. Denn eins ist klar: Auch im Jahr 2026 wird ein Mensch Durst haben.

Fazit

Skoda Vision 7S Modern Solid Elektroauto SUV neue Check Sitzprobe Video Review

Autos werden immer größer, das gilt auch für das Skoda-Modellprogramm. 2026 soll ein siebensitziges SUV als neues Topmodell die Elektroauto-Flotte der Marke krönen. Die Studie Vision 7S gibt einen Ausblick auf den größten Skoda aller Zeiten. Das Design dürfte in vielen Details in Serie gehen, ebenso die Bedienstruktur im Innenraum. Fehlende B-Säulen und gegenläufig öffnende Türen bleiben aber Concept-Car-Glamour.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller, Bernd Conrad (2)
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