Entwicklungschef bei Hyundai Mehr M-Power in Korea

Der ehemalige BMW-Mann Albert Biermann wird zum Entwicklungschef bei Hyundai.



Auch in diesem Rahmen wurden aktuelle koreanische Autos, wie zum Beispiel der Kia Stinger und der „Hot Hatch“ Hyundai i30 N unter anderem für ihre Fahrdynamik gelobt. Daran hatte ein deutscher Techniker einen entscheidenden Anteil.

Im Jahr 2015 gelang es dem koreanischen Hyundai-Konzern, zu dem auch Kia gehört, Albert Biermann zu locken. Dem ehemaligen Entwicklungschef bei der BMW M GmbH wurde die Verantwortung für das Hyundai-Sportlabel N sowie weitere sportliche Modelle wie eben den Stinger, übertragen.

Jetzt folgt der nächste Karriereschritt. Ab 13. Dezember 2018 ist Albert Biermann neuer Entwicklungschef beim koreanischen Automobilkonzern. Er ist der zweite deutsche Automann, der es in die oberste Etage der Konzernzentrale in Seoul schafft.

Mit Peter Schreyer, einst bei Volkswagen und mittlerweile nach einer Station bei Kia oberster Designer für die koreanischen Marken, dürfte sich Albert Biermann künftig gemeinsam Flüge in den Heimaturlaub nach Bayern buchen.

Auch weitere illustre Namen stehen auf der Gehaltsliste. Luc Donkerwolke, zuletzt bei Bentley, ist Leiter für das Design bei Hyundai und Kia und berichtet an Peter Schreyer. Thomas Schemera, wie Albert Biermann ein ehemaliger BMW-Mann, ist seit Oktober 2018 bei Hyundai Chef für autonomes Fahren, Connectivity und elektrifizierte Antriebe.

Hier soll viel passieren, auch bei der Brennstoffzelle. Aktuell hat die Hyundai-Tochter Mobis eine Produktionskapazität von 3.000 Brennstoffzellen pro Jahr. Jetzt wurde der Grundstein für ein zweites Werk gelegt, womit bis zum Jahr 2022 40.000 Wasserstoffantriebe pro Jahr gefertigt werden können.

Albert Biermann Hyundai Kia

Klingt nach einer Menge? Nicht, wenn man die weiteren Planungen kennt. Im Jahr 2030 will Hyundai bis zu 700.000 Brennstoffzellen pro Jahr bauen, davon 500.000 für Autos und 200.000 für Schiffe, Gabelstapler und Fluggeräte.

Wie diese will man auch die Antriebe für Autos an externe Firmen zuliefern und sich damit zum global gefragten Technologiepartner machen. Mit der Volkswagen-Tochter Audi ist bereits eine Vereinbarung für eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Brennstoffzellen geschlossen worden.

Im Video: Hyundai i30 N im Alltagstest

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hyundai (2), Bernd Conrad (2)
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