Brennstoffzellen-Taxiflotte in Paris Wasser-Taxi zum Eifelturm

Hyundai wird 60 weitere ix35 Fuel Cell Taxis ausliefern.



In Paris steigen die Chancen, künftig in einem Taxi mit Brennstoffzellenantrieb zu sitzen. Nachdem im Dezember 2015 fünf Hyundai ix35 Fuel Cell an das örtliche Start-up STEP (Société du Taxi Electrique Parisien / Firma für elektrische Taxis in Paris) übergeben wurden, stocken die Franzosen nun auf.

Brennstoffzellen-Taxiflotte in Paris

60 weitere SUV mit Brennstoffzellenantrieb werden in Kürze an das Unternehmen ausgeliefert. Innerhalb der kommenden fünf Jahre möchte man “mehrere Hundert” dieser Fahrzeuge im Einsatz haben. Während man im holländischen Amsterdam also oftmals in ein Tesla Model S fällt, wenn man ein Taxi bestellt, wollen die Pariser, die Ihre Taximarke HYPE nennen, also mit dem Brennstoffzellen-Hyundai für bessere Luft in ihrer Stadt sorgen.

Der Taxibetrieb macht trotz der noch immer schlechten Infrastruktur Sinn. Die Fahrzeuge sind im Großraum Paris unterwegs und sollten es bei leerem Tank immer an die einzige Wasserstofftankstelle der französischen Hauptstadt schaffen.

Brennstoffzellen-Taxiflotte in Paris

Die 60 Hyundai sollen nach Unternehmensangaben nicht zusätzlich in den Straßen herumfahren, sondern die gleiche Anzahl an Taxis mit Verbrennungsmotoren ersetzen. Bei angenommenen Emissionen von 135g CO2 je Kilometer der alten Fahrzeuge und einer durchschnittlichen Fahrleistung von 100.000 Kilometern im Jahr je Auto möchte STEP mit den ix35 Fuel Cell 800 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Das ist natürlich nur auf die Emission am Fahrzeug hoch- und schöngerechnet, die Produktion des Treibstoffes außen vor gelassen.

Einen Vorteil hat das Brennstoffzellenauto aber in jedem Fall: Es produziert keine Feinstaubpartikel.

Rechnen sich die Wasserstoff-Taxis aber für den Fuhrparkunternehmer? Schließlich kostet der Hyundai ix35 Fuel Cell über 65.000 Euro und das Tanken des Gases ist auch alles andere als günstig. Im Rahmen eines Feldversuches sind die HYPE-Taxifahrzeuge über ein Europaweites Programm gefördert. Andernfalls könnt die Flotte keineswegs kostendeckend operieren.

Brennstoffzellen-Taxiflotte in Paris

Auch in München gibt es übrigens eine ungewöhnliche Häufung von Hyundai ix35 Fuel Cell. Dort fahren 50 Autos im Rahmen des BeeZero – Car Sharing, einem Tochterunternehmen von Linde. Meinen Bericht dazu gibt es hier zu lesen.

Ob nun ein batterieelektrisch angetriebenes Auto oder rein Brennstoffzellenfahrzeug als Taxi vorfährt – es wird auf jeden Fall Zeit, die teilweise viele Jahre alten Diesel zu ersetzen. Der Vorteil des Hyundai ix35 Fuel Cell für den Taxiunternehmer: Das Tanken dauert nur einige Minuten, während ein Elektroauto länger laden muss und somit für Stunden ausfällt. Ein Einsatz mit mehreren Fahrern im 24-Stunden-Betrieb ist also mit Tesla und Co. nicht möglich.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (3), Bernd Conrad (2)
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