Toyota Aygo X (2022) Mit X ein Mini-Crossover

Toyota macht sein Einstiegsmodell zum Crossover: 2022 startet der neue Aygo X.



Während andere Hersteller, darunter der Volkswagen-Konzern mit den Marken Seat, Skoda und VW oder Stellantis, das Segment der Kleinstwagen aufgeben, hält Toyota am Aygo fest. Bislang wurde das Einstiegsmodell in Kooperation mit Citroën (C1) und Peugeot (108) in Tschechien produziert.
Der neue Toyota Aygo X (gesprochen: Aygo Cross) kommt im Frühsommer 2022 ohne Modellbrüder mit französischen Logos auf den Markt. Das Werk der Kooperation hat Toyota übernommen und baut dort künftig neben dem Aygo X auch den Yaris. Beide teilen sich die kompakte GA-B-Version der TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture).

Zweifarbige Karosserie

Das Design des neuen Toyota Aygo X betont die Keilform. Große 18-Zoll-Räder sorgen für eine relativ hohe Bodenfreiheit und helfen dabei, dem kleinen Fünftürer eine Portion Crossover-Optik zu verpassen. Die Höhe des Kleinstwagens beträgt 1,51 Meter. Serienmäßig gibt es eine zweifarbige Karosserie. Dach und hinteres Seitenteil sind schwarz lackiert. Das erinnert an die Karosseriestruktur des Smart Forfour.

Die Karosserielänge des Aygo X wächst spürbar auf 3,70 Meter. Das kommt auch dem Kofferraum zugute, der von bislang mickrigen 168 Litern auf jetzt immer noch überschaubare 231 Liter wächst. Die Lehne der Rücksitzbank ist in zwei Hälften nach vorne umklappbar.

In den hinteren Türen hat auch der neue Toyota Aygo X manuelle Ausstellfenster. Gegen Aufpreis wird es ein elektrisches Faltdach geben. Im Cockpit lassen sich Smartphones via Apple CarPlay oder Android Auto integrieren und über das bis zu neun Zoll große Display bedienen. Je nach Ausstattung wird es auch Ambientelicht geben.

Dekorelemente in Lackfarbe

Toyota Aygo X 2022

Dekorelemente im Innenraum greifen das Farbschema der Karosserielackierungen auf. Hier hat sich Toyota im Gewürzschrank inspirieren lassen. Es stehen beispielsweise „Cardamom“(Kardamom) als Grün, „Chilli“ (Chili) als Rotton, „Ginger“ (Ingwer) für Gold und „Juniper“ (Wacholderbeeren) für Freunde von blauem Lack zur Verfügung.

Die Assistenzausstattung des Aygo X ist auf einem modernen Level. Es gibt einen Spurhalteassistenten, Notfall-Lenkeingriff und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Der Notbremsassistent erkennt Fußgänger bei Tag und Nacht. Nur bei Tageslicht kann er auch Radfahrer erkennen und einen Notstopp einleiten.

Unter der kurzen Motorhaube bleibt es bei bekannter Kost. Der Einliter-Dreizylinder-Benziner ohne Aufladung leistet 53 kW / 72 PS. Elektrifizierte Antriebe sind noch nicht angekündigt. Der Hybridantrieb des Yaris dürfte, wenn es überhaupt in das kleinere Modell passt, die Preise zu stark nach oben schnellen lassen.

Was der neue Toyota Aygo X kosten wird, ist noch nicht bekannt. Der aktuelle Aygo kostet ab 13.290 Euro. Die neue Positionierung mit dem „X“ im Namen dürfte Toyota dazu verleiten, den Neuen teurer anzubieten. Wir gehen von einem Basispreis aus, der knapp unter 15.000 Euro liegt.
Zum Marktstart gibt es ein auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell mit dem Namen Limited in der Farbe Caradmom.

*Großer Bruder im Video: Toyota Yaris Cross

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Text: Bernd Conrad