Alternative Antriebe für Elektroautos Wo kommst Du denn her?

Verschiedene Energiequellen für Honda Clarity, Hyundai Ioniq und Co.

Honda wird auf der New York Auto Show im April weitere Versionen seines Clarity vorstellen. Das Modell wird aktuell als Brennstoffzellenauto in Japan und im US-Bundesstaat Kalifornien vermarktet. In Europa sind zehn Clarity im Rahmen eines Feldversuchs unterwegs.

Alternative Antriebe für Elektroautos

Zusätzlich zum Wasserstoff-Tanker wird Honda den Clarity als batterieelektrische Version und al Plug-in Hybrid mit Benzinmotor vorstellen. Eine Spreizung des alternativen Antriebsangebotes vollzieht auch Hyundai beim Ioniq. Ihn gibt es aktuell als Vollhybrid und als Elektroauto, der Plug-in Hybrid ist auf dem Genfer Salon im März vorgestellt worden.

Alternative Antriebe für Elektroautos

Hybrid-Pionier Toyota bietet den aktuellen Prius zusätzlich zum Hybrid auch als technisch umfassend veränderten Plug-in Hybriden an und ist jetzt auch in die Entwicklung von Elektroautos eingestiegen. Parallel bietet man mit dem Mirai auch ein Brennstoffzellenfahrzeug an.

Wirkt das alles wie Stochern im Nebel? Ich finde: nein! Unterschiedliche Fahrprofile auf globalen Automärkten benötigen und vertragen adaptierte Technologien. Und ganz neu ist die Entscheidung für eine Antriebsart auch nicht.

Stellen wir uns vor, heute würde der Verbrennungsmotor erfunden werden. Und zwar in der jetztzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit für unterschiedliche Ausprägungen: Als Kunde hätte man also folgende Fragen vor sich:

Alternative Antriebe für Elektroautos

Was brauche ich?
Diesel oder Benziner? Erd- oder Autogas?
Was tanke ich? Super oder Super Plus? Ultimate, V-Power oder wie die Zaubersäfte alle heißen? Kippe ich E5 oder E10 in den Tank? Und was hält der Ackerbau davon?

Hält mein Diesel im Winter durch?
Ab wann wird „Winterdiesel“ ausgeliefert? Und dann kommt bei vielen modernen Selbstzündern auch noch der Bedarf nach AdBlue hinzu.

Alternative Antriebe für Elektroautos

Objektiv betrachtet klingt (und ist) das alles mindestens so kompliziert wie die Überlegung nach der richtigen Wallbox für die heimische Garage, die Überlegung zu einem Brennstoffzellenauto für z.B. den lokalen Chauffeurdienst oder einem Car Sharing bei einer Tankstelle in der Nähe oder der Entscheidung für einen Vollhybriden, zukünftig auch mit 48V-System, wenn man keine Lademöglichkeit hat.

So sollte es kein Aufreger sein, wie die Energie zum Vorwärtsdrang ins Auto kommt, sondern dass sie umweltschonend erzeugt wird. Das gilt für Wasserstoff genauso wie für den Strom aus der Dose.

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Text: Bernd Conrad
Bilder: Hersteller (5), Sebastian Kliemann (1), Bernd Conrad (1)