Die Kategoriesieger bei der Wahl zum German Car of the Year stehen fest.
Die Wahl zum „German Car of the Year“ (GCOTY), deren Jury auch ich in meiner Eigenschaft als Herausgeber von AUTONOTIZEN angehöre, zählt mittlerweile zu den fest etablierten Auszeichnungen in der Automobilindustrie. Wie gewohnt hat die GCOTY-Jury nach ausführlichen Testfahrten im Rahmen von über das Jahr verteilten Terminen in einem vielschichten Abstimmungsverfahren die einzelnen Kategorie-Sieger ermittelt. Diese Preisträger stehen im Finale für den Gesamtsieg zum deutschen „Auto des Jahres“.
(Fast) nur Elektroautos
In der Kategorie „Budget“ für Fahrzeuge mit einem Baureihen-Listenpreis von unter 25.000 Euro gewinnt der elektrische VW ID. Polo. Der Kleinwagen kommt jetzt zu den Händlern und erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Angaben des Herstellers zufolge liegen bereits 30.000 Bestellungen für den VW ID. Polo vor.
Der Kia PV5 gewinnt in der Kategorie „Compact“ für Autos mit einem Baureihen-Listenpreis von 25.000 bis 40.000 Euro. Das erste Modell auf der neuen PBC-Architektur (Plattform Beyond Vehicle) überzeugt in der Pkw-Variante mit kompakten Abmessungen bei einem gleichzeitig geräumigen Innenraum für bis zu sieben Personen.
Der GCOTY-Sieger in der Kategorie „Premium“ für Autos mit einem Listenpreis von 40.000 bis 70.000 Euro in der Basis-Variante ist der Mercedes-Benz GLC. Das elektrische SUV ist der erste Vertreter einer neuen Elektroauto-Klasse unter dem Stern, auf den GLC folgte jüngst die neue C-Klasse als Limousine. In der „Luxury“-Klasse für Modelle mit einem Listenpreis von mehr als 70.000 Euro bekommt der brandneue Xpeng X9 die begehrte Trophäe. Der erste Van der chinesischen Marke kommt, wie alle Xpeng-Modelle oberhalb des L03, stets mit batterieelektrischem Antrieb. Fahrspaß und Leistung stehen in bei der Wahl vom „Performance Car of the Year“ im Fokus. Hier gewinnt mit dem bis zu 650 PS starken Hyundai Ioniq 6 N das zweite elektrische Sportmodell der koreanischen Marke.
Zusätzlich zu den genannten Kategorien wurden bei der diesjährigen Wahl auch erstmals einzelne Eigenschaften bestimmter Modelle ausgezeichnet. Für das beste Preis-Leistungsverhältnis geht der Pokal an den Geely E2, der aktuell in Deutschland zu Preisen ab 19.990 Euro auf den Markt kommt.
Ebenso günstig wird der Renault Twingo angeboten, der auch mit seiner charmanten Retro-Gestaltung in Erinnerung an die 1990er-Jahre Kunden anspricht. Wohlverdient geht die Kategorie „bestes Exterieur-Design“ an den Kleinwagen. Das „beste Interieur-Design“ wird beim BMW iX3 ausgezeichnet. Als erster Vertreter der Neuen Klasse zeigte das SUV die neue Cockpit-Architektur der Marke, die sich auch in unseren Tests mit guter Ablesbarkeit und intuitiver Bedienung bewähren konnte.
Der bis zu siebensitzige Skoda Peaq wurde von der GCOTY-Jury mit seinem Platzangebot und vielen Ausstattungsdetails als „bestes Familienauto“ prämiert. Der Tscheche wäre ein Titelverteidiger, aktuell trägt der Skoda Elroq den Titel "German Car of the Year 2026". Der Preis für den „besten Antriebsstrang“ geht an den Porsche 911 Turbo S. Die neueste Ausbaustufe des Sportwagenklassikers nutzt das T-Hybrid-System der Marke hat eine Systemleistung von 523 kW / 711 PS. Der 911er ist das einzige Auto unter den Finalisten mit einem Verbrennungsmotor.
Die „Auto-Person des Jahres“ wechselt zeitgleich mit der Prämierung den Job. Klaus Zellmer war bis vor wenigen Tagen noch CEO von Skoda Auto. Am Tag vor der Preisverleihung wurde bekannt, dass der Manager nach drei Jahrzehnten im Dienst des Volkswagen-Konzerns nach Schweden wechselt. Spätestens zum 1. Oktober 2027 soll der die Position des CEO von Volvo Cars antreten.
Hildegard Müller, Präsidentin des VDA (Verband der Automobilhersteller e.V.) stellte die Bedeutung der Preisverleihung heraus: „Neun Jahre ‚German Car of the Year‘ – das ist eine echte Erfolgsgeschichte. Die Auszeichnung hat sich zu einer der wichtigsten unabhängigen Ehrungen in der Automobilwelt entwickelt, und diesen Stellenwert verdankt sie vor allem einer Sache: ihrer Offenheit für unterschiedliche Perspektiven.“
Am 2. November wird, nach einer erneuten Wahl unter den einzelnen Klassensiegern, feststehen wer der Gewinner unter den Siegern ist und das deutsche Auto des Jahres 2027 ist. Die Aktivitäten zur Wahl des „German Car of the Year“ sind unabhängig, werden jedoch von den Sponsoren Aitastic, AvD (Automobilclub von Deutschland), AutoCom Associates, Bridgestone, Gentex, KST Motorenversuch, Ronal und ZF unterstützt.
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